Mai – September 2026
Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Nichts ist mir fremder als dieser an Goethes Worte angelehnte Spruch. Doch …
… im nunmehr vergangenen Sommer habe ich genau das getan. Die neue Reisebescheidenheit? Nö! Aus meiner Perspektive ist es einfach sinnvoller, dann in die Ferne zu reisen, wenn es in Deutschland dunkel, nass, kalt und grau wird. Den Sommer hingegen genieße ich lieber im eigenen Land.
Zwischen Mai und September habe ich mich sechs Mal in den Zug und ein Mal ins Auto gesetzt, um recht unterschiedliche Orte zu besuchen. Keiner dieser Orte war neu für mich. Doch manchmal gibt es gute Gründe, öfter oder gar regelmäßig hier und da vorbeizuschauen. Zum Beispiel Menschen, die mir wichtig, lieb und teuer sind.
Auf drei dieser Kurzreisen hat mich Stefan begleitet. Die Trips waren teilweise recht kunstlastig. Das war – ihr kennt mich! – auch genau so gewollt. Natürlich habe ich in den Ausstellungen einige Fotos mit dem Mobiltelefon gemacht. Doch aus urheberrechtlichen Gründen werde ich sie in diesem Beitrag (mit wenigen, erlaubten Ausnahmen) nicht veröffentlichen. Ebensowenig werde ich mich näher zu den besuchten Orten selbst auslassen. Stattdessen verlinke ich jeweils zu meinen früheren Berichten dazu.
Den Auftakt machte Frankfurt Mitte Mai. Dort lockte konkret eine Ausstellung mit Werken meines Lieblings-Cartoonisten Martin Perscheid im Caricatura Museum. Und da wir schon mal hier waren, haben wir „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ im Städel Museum gleich auch noch angeschaut. Beide Ausstellungen waren großartig! Ihr wollt mehr zu Frankfurt lesen? Dann schaut gerne hier und da.


Ende Mai stand Köln auf dem Programm. Dort erfreute ich mich bei sengender Hitze im klimatisierten Museum Ludwig an der Retrospektive der grandiosen Yayoi Kusama. Und natürlich auch ansonsten an der charmanten Stadt am Rhein. Mehr zu Köln findet ihr – upps! – gar nicht! Zumindest nicht bei mir. Kann ich mir gerade nicht erklären, denn ich war schon recht häufig dort. Nun denn … next time.



Next stop Zingst. Anfang Juni verbrachten wir hier mehrere Tage. Ihr ahnt es schon: das jährliche Umweltfotofestival, bei dem wir seit vielen Jahren fast immer dabei sind. Auch dieses Mal hat sich der Weg an die Ostsee gelohnt. Ihr wollt mehr zu Zingst und dem Festival lesen? Dann werdet ihr hier, da und dort fündig. Oder lest noch diesen und jenen Beitrag.



Mitte Juli schlug ich auf dem Weg in die alte saarländische Heimat einen kleinen Haken über Bonn. Dieser Ultrakurztrip bescherte mir neben einem längst überfälligen Wiedersehen einen vorab nicht geplanten Besuch in der Bundeskunsthalle mit ihrem genialen Dachgarten. Dort (im Museum, nicht auf dem Dach) schaute ich mir Peter Hujar. Eyes Open in the Dark, Amazônia. Indigene Welten und Sex Work – Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit (nein, keine Jobmesse 😅) an. Alle drei fand ich richtig gut.
Und nein, auch über diesen Ort habe ich keine Blogbeiträge im Angebot. Das letzte Mal war ich vor mehreren Jahrzehnten dort. Seinerzeit war Bonn noch Bundeshauptstadt, und ich besuchte diesen Heiligen Gral der Politik im Rahmen einer offiziellen Einladung einer damaligen Abgeordneten. Damals war mein Blog noch Zukunftsmusik.



Auf abenteuerlichen Wegen ging es von Bonn aus mit der Deutschen Bahn weiter ins Saarland. Dort schaute ich, alten Traditionen folgend, wieder einmal im Weltkulturerbe Völklinger Hütte vorbei. Dort liefen gerade die aktuelle Urban Art Biennale (Street Art, Graffiti & Co.) sowie X-RAY – Die Macht des Röntgenblicks. Beides richtig klasse!
Ihr könnt vom Saarland und der Völklinger Hütte nicht genug kriegen? Dann lasst euch hier, da und dort blicken. Reicht nicht? Dann schaut euch diesen und jenen Beitrag auch noch an. Ach, dann will ich mal nicht knauserig sein. Nehmt noch dies und das. So, nun isses aber gut!


Mitte August zog es mich ins nahe Leipzig. Aus einem geplanten Wochenende wurde kurzerhand ein Tagesausflug unter der Woche. Nächstes Jahr gerne länger! Und was ist mit der Kunst? Auch vertagt auf 2027. Immerhin kann ich zu Leipzig auf zwei Blogbeiträge verweisen, nämlich diesen und jenen.




Last but not least Hamburg, wo wir jedes Jahr gerne vorbeischauen. Anfang September lief hier noch die Triennale der Photographie. Da mussten wir unbedingt wieder durch die Deichtorhallen streunern!
Am nächsten Tag besuchte ich tatsächlich zum ersten Mal das Miniatur Wunderland. Ich war schon unzählige Male in Hamburg, hatte dieses Etablissement aber tief in einer meiner Vorurteilsschubladen vergraben. Pfft, ist doch nur was für Familien mit Kindern und Fans von Modelleisenbahnen … Von wegen! Ich war richtig begeistert, allem Massenandrang zum Trotz. Und hier sind eigene Aufnahmen und deren Veröffentlichungen sogar ausdrücklich erwünscht. Ihr wollt mehr über Hamburg lesen? Bitte schön, nehmt dies und das, selbiges und jenes.



Doch was wären diese Kurztrips und Ausflüge ohne die bereichernden Begegnungen mit Menschen, die einem am Herzen liegen? Deshalb geht an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Tončica und Andreas, Anja, Petra, Birgit und Uwe, Dörte, meine Eltern, Liane, Sabine und Michael, Anne-Kathrin, Judith, Kasia und Réné. Schön, dass es euch gibt und dass ich Zeit mit euch verbringen durfte❤️!
Der Sommer ist mittlerweile Geschichte. Nun hat der Herbst Einzug gehalten. Und mit ihm zunehmend Dunkelheit, Kälte, Nässe und Grauschleier. Zeit, die Koffer zu packen! Demnächst geht’s ganz weit gen Osten. Lasst euch überraschen und stay tuned!
…also Frankfurt/Oder oder noch weiter via Norden?
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