Nun hat es doch wieder ein paar Tage gedauert, bis ich mir die Zeit genommen habe, den versprochenen zweiten Teil zu liefern. Hier ist sie nun: die Fortsetzung!

Den Dienstag beginnen wir mit dem obligatorischen Besuch unseres hiesigen Lieblingscafés, dem Cako. Seine Lage am Zingster Hafen ist genauso unschlagbar wie das Kuchenangebot. Sollte es euch eines Tages hierher verschlagen, solltet ihr hier unbedingt einkehren!

Frisch gestärkt widmen wir uns der nächsten Ausstellung. Im Hotel Meerlust zeigt die Jugend-Fotogruppe Objektiv VSE Saarlouis den äußerst kreativen Blickwinkel der Jugend auf ihr tägliches Umfeld. Hier wird deutlich, dass sie sowohl den Umgang mit der Kamera beherrschen als auch sehr experimentierfreudig sind. Uns springt der Spaß, den sie offenbar beim Fotografieren hatten, förmlich aus den Fotos entgegen! Mit dem anwesenden Landesvorsitzenden des Deutschen Verbandes für Fotografie e.V., Bernhard Leibold, komme ich dann auch gleich ausgiebig ins Gespräch. Auf saarländisch, versteht sich 😎. https://www.dvf-fotografie.de/seiten/szene.html

Gleich weiter zum Steigenberger Strandhotel, wo die Olympus Community ihre Werke zum Thema „Licht und Schatten“ zeigt. Ein zentrales Gestaltungsmittel gelungen eingesetzt! https://www.olympus.de/company/de/news/pressemitteilungen/olympus-auf-dem-umweltfotofestival-horizonte-zingst.html

Wie abstrakte Kunst mutet die Ausstellung „Strandgut“ von Jürg Stauffer in der benachbarten Epson Galerie an. Der Fotograf hat sich eingehend mit einem aktuellen Umweltproblem auseinandergesetzt: Plastik am Strand. Durch die ungewöhnliche Inszenierung muss man wirklich mehrmals und ganz genau hinsehen, damit man den abgelichteten Müll auch wirklich als solchen erkennt. Hier ein Kurzvideo dazu, das einen sehr guten Eindruck vermittelt: https://m.youtube.com/watch?v=rmzyzOaM5uU

Genug Kultur für heute! Den Nachmittag verbringen wir faul am Strand, mal im Strandkorb, …

… mal in unserem supergemütlichen Fatboy. Besonders schön liegt mein Slimboy darin 😎.

Den Mittwoch beginnen wir mit einem Besuch der alten Panzerhalle, in der wie jedes Jahr junge Fotografen ihre experimentellen Werke zeigen. Das trinationale Projekt (Frankreich, Lettland, Deutschland) hat sich dieses Jahr dem Thema „Humans and the Sea“ verschrieben.

Kurz vor dem Eingang lichte ich noch diese alltägliche und zugleich recht ästhetische Szene ab.

Kaum drinnen in der Halle, geraten wir zufällig in die Vernissage und erfreuen uns neben den erhellenden Erläuterungen zur Ausstellung auch an dem angebotenen kühlen Nass.

Die Details der Panzerhalle selbst sind immer wieder sehenswert. Jedes Jahr entdecken wir neue Ansichten.

Auf dem Rückweg Richtung Zentrum nehmen wir noch die zweite Ausstellung der Young Professionals im Hotel Stone mit, die sich dieses Mal mit dem Thema „Lebensraum Küste“ beschäftigt. Der besondere Fokus liegt auf der Küste als Grenzbereich zwischen Wasser und Land. Hier haben sich die Studenten der Uni Greifswald sowie der Designakademie Rostock ausgetobt. http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Kultur/Zum-Foto-Finish-nach-Zingst

Der Nachmittag gehört wieder dem Strand. Bei einem gemütlichen Spaziergang nehmen wir uns Zeit, die kleinen Schönheiten auf dem Weg zu betrachten.

Doch das Umweltfotofestival wäre unvollständig ohne den mahnenden Einsatz des B.U.N.D., dessen engagierte Mitarbeiter täglich von morgens bis abends den Strand vom zurückgelassenen Müll befreien. In etlichen Gesprächen mit Strandbesuchern stellen sie immer wieder mit Erschrecken fest, von welchem Irrglauben manche Zeitgenossen geleitet werden. Nein, Zigarettenkippen verrotten NICHT von selbst, sondern verschmutzen und vergiften Strand und Meer! https://www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/service/presse/detail/news/ergebnis-der-strandmuellaktion-taeglich-500-zigarettenkippen/

Der Donnerstag verläuft bildungsfern. Wir lassen etwas Kohle für diverses Equipment auf dem Fotomarkt. Nachmittags chillt Stefan bräsig auf dem Balkon, während ich noch ein paar Dollars als Shopping-Queen raushaue. Zwischen zwei Klamottenläden entdecke ich dieses nützliche Sitzmöbel. Da ich Stefan sicherheitshalber zuhause geparkt habe, bleibt der Stuhl heute leer.

Am späteren Nachmittag dann Kontrastprogramm. Der phantastische Weststrand nördlich von Ahrenshoop, vom Fernsehsender ARTE zu einem der zehn schönsten Strände weltweit gewählt, wartet auf unseren Besuch. Wild, zerzaust und recht einsam lohnt er immer einen Abstecher. Er ist nur zu Fuß zu erreichen. Der nächstgelegene Parkplatz ist etwa 1 1/2 km entfernt, was die fußfaulen Massen erfreulicherweise vom Besuch abhält. Dieses Mal ist der Fußweg vom Parkplatz durch den Wald zum Strand beschwerlich. Trilliarden von Stechmücken fallen über uns her! Aber da müssen wir buchstäblich durch. Am Strand stelle ich fest, dass ich eine dicke Lippe riskiert habe – die Stiche an Hals, Armen und Beinen zählen wir erst gar nicht …

Doch wir lecken nicht lange unsere Wunden, sondern widmen uns der Schönheit dieses außergewöhnlichen Strandes.

An diesem wunderbaren Spot …

… lassen wir uns zur Dämmerung nieder, damit der Meister bei schönen Lichtverhältnissen seine Langzeitaufnahmen in den Kasten kriegt. Wir bleiben natürlich nicht lange alleine, denn andere Fotografen haben auch Augen im Kopf 😎. Die nette Truppe ist so unterhaltsam und kommunikativ – ist das Stativ samt Kamera erst mal aufgebaut, heißt es eine ganze Weile warten, warten, warten -, dass der Abend wie im Fluge vergeht. Den mitgebrachten Wein teilen sie gerne und großzügig mit mir. Abstinenzler Stefan verzichtet wie immer und sorgt stattdessen für gute Fotos und diverse Ratschläge an die anwesenden Damen 😂. So könnte ich jeden Sommerabend verbringen!

Der Freitag beginnt im Cako, setzt sich mit dem Kauf eines neuen Fotorucksacks für Stefan fort und endet lange und ausführlich am Strand. Abends packen wir unsere Siebensachen, damit wir es morgen früh gemütlich angehen lassen können. Am Samstagmorgen geht es zurück nach Berlin. Toll war es, wie immer! Tschüss, Zingst, bis zum nächsten Jahr!

8 Gedanken zu “Umweltfotofestival „horizonte zingst“ 2018 – Teil II

  1. Wieder tolle Fotos vom Strand. In die Ausstellungen muss ich mal in Ruhe reinschauen. Am besten ist sowieso der Männerparkplatz. Kann der geneigte Blogleser hier denn auch mal eine der überragenden Langzeitaufnahmen des Traumstrandes bewundern?

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