Nach einem gemütlichen Frühstück packe ich meine Sachen, werfe sie an der Rezeption ab und mache mich ein letztes Mal auf den Weg ins Städtchen. Heute soll es das Areal rund um die Cais do Sodré sein – eine Gegend, die überschaubar ist und die ich bequem zu Fuß erreichen kann. Schließlich will ich es heute langsam angehen und mich mehr oder weniger planlos durch die Straßen treiben lassen. Vorbei am Praça do Municipio …
 

 
 … nähere ich mich einem der Ausgehviertel der Stadt …
 

 

 
 … und lande in der wunderschönen Markthalle direkt gegenüber dem Bahnhof Cais do Sodré …
 

 

 
 … wo ich es mir mit einem Galão und einem Vanilletörtchen gut gehen lasse und die nette Atmosphäre genieße. Wieder draußen, zieht ein spektakulärer Neubau meine Aufmerksamkeit auf sich. Ein Energieunternehmen hat sich dieses schicke Verwaltungsgebäude gegönnt: 
 

 
 Rüber auf die andere Straßenseite, quer durch den Bahnhof durch, und schon lande ich an der Uferpromenade des Téjo. Hier wird bei angenehmen 25 Grad schon ordentlich gegessen, getrunken, flaniert und gechillt, was das Zeug hält.
 

 
 Manche sind jedoch völlig unbeeindruckt vom Geschehen um sie herum. Erschöpfung hat viele Gesichter. Kopflosigkeit auch:
 

 
 Ich mache es mir eine Weile am Ufer gemütlich und tanke eine ordentliche Portion Sonne, wohl wissend, was mich bald wieder in Berlin erwarten wird. Und wie ich da so vor mich hin schaue, fällt mein Blick auf die Christusstatue, die nach dem Vorbild der berühmteren Ausgabe in Rio de Janeiro erschaffen wurde. Finde den Gag!
 

 
 Ich schlendere weiter an der Promenade entlang, immer begleitet von Musik. Sowohl vom Band (herrlich, schon ewig nicht mehr gehört: “ Don’t you forget about me“ von den Simple Minds!) als auch live …
 

 
 .. wird mir was geboten. Der Alte Sack und ich gönnen uns noch eine Piña Colada ohne Alkohol, werfen einen letzten sehnsüchtigen Blick auf den Praça do Comercio …

 
… und sammeln das Gepäck im Hotel ein. 

Die U-Bahn bringt mich zum Flughafen, wo eine kleine Überraschung auf mich lauert. Die Dame am Check In bietet mir eine Hotelübernachtung plus 400 €, wenn ich auf meinen Flug heute Abend verzichte und stattdessen erst morgen früh via Fankfurt nach Berlin fliege. Denn der Flug ist überbucht – das ist gang und gäbe, aber mir wurde das bisher erst einmal angeboten. Das nehme ich doch gerne an und lasse mich auf Stand By setzen. Mit der Kohle wären meine Flug- und Hotelkosten komplett abgedeckt. Sehr schade, dass sich vor dem Boarding dann doch herausstellt, dass es genügend No Shows gibt. Muss ich dann leider doch in die gebuchte Maschine … 

 
 Der Rückflug gestaltet sich dank meines unterhaltsamen Sitznachbarn, einem schwedischen Meeresbiologen, sehr kurzweilig. Selten so viel gelacht auf einem Flug 😀. Überpünktlich landen wir in Berlin, wo mich fünf Grad und Regen willkommen heißen. Doch das lässt mich kalt, habe ich doch eine so tolle Zeit in Lissabon, dieser wunderbaren Stadt, gehabt. Frei nach Paulchen Panther ist eines sicher: Heute ist nicht alle Tage. Ich komm‘ wieder. Keine Frage!

18 Gedanken zu “Tag 6 – Isch over

  1. Lissabon ist für mich eine der schönsten Städte Europas. Danke für Deine tollen Berichte und Fotos (und sorry, dass ich nicht kommentiert, sondern nur gelesen und geschaut habe).

    Hoffe, Du hast genug Sonne getankt, von der Du zehren kannst, bis sie bei uns auch wieder scheint. 😉

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    1. Ja, in der Tat auch für mich eine der schönsten Städte unseres Kontinents. Da muss ich unbedingt noch mal hin. Freut mich, dass du auch dieses Mal wieder dabei warst! Ja, Sonne habe ich wohlweislich auf Vorrat getankt. Immerhin soll jetzt in unseren Breitengraden ja wenigstens der Regen wärmer werden 😂.

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  2. Also ich hätte das sehr begrüßt, wenn Du noch einen Tag weggeblieben wärst 🙂

    Aber anscheinend hat das mit dem „Sonne mitbringen“ ja doch noch geklappt, nur eben mit dem einen Tag Verspätung!

    Schön, was Du geschrieben hast. Auch wenn WaWo vor 5 Jahren nur für wenige Stunden da waren, war es ein kleines Dejavue!

    You’re welcome!

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    1. So so, du hättest es begrüßt, wenn Berlin meine Anwesenheit noch einen weiteren Tag erspart geblieben wäre!?! Lauf du mir mal über den Weg … 😜. Freut mich, dass du ein wenig in Erinnerungen schwelgen konntest und meine Berichte gemocht hast. Die nächsten Berichte folgen Ende August aus Valencia!

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  3. Ok, dann warte ich auf Valencia. Danke für deine schönen Bilder und die kurzweiligen Schilderungen.Ich zitiere jetzt nicht mehr gerne Paulchen Panther….hat so nen geschmäckle.😊

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  4. Hi Elke,
    jetzt endlich doch noch Zeit gefunden Deine Berichte und die tollen Fotos zu bewundern…..2011 auf dem Weg nach Madeira war der Zwischenstop in Lissabon zu kurz, was ich jetzt mehr denn je bedauere…..

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  5. Endlich Zeit gefunden, um den letzten Tag zu lesen. Vielen Dank für das Teilen deiner so lebendigen Beiträge. Ich mag sie sehr und freue mich schon auf die deutschen Reisen mit dir.

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