Heute morgen holen wir gleich nach dem leckeren Frühstück den Mietwagen ab. Dann gibt es bei Stefan kein Halten mehr: das Weltkulturerbe Völklinger Hütte steht auf dem Programm! Ich war schon mehrmals dort und weiß, dass dieses 1986 stillgelegte Eisenwerk in Sachen Industriekultur kaum zu toppen ist. Fotografenherz, was willst du mehr? Und so schwant mir schon im Vorfeld, was heute auf mich zukommt …

Punkt zehn Uhr betreten wir die Heiligen Hallen. Große Teile der Anlage sind dem Publikum zugänglich gemacht worden, was den rund 7.000 Meter langen Rundgang durch das Gelände so spannend und faszinierend macht. Die Völklinger Hütte ist nicht nur ein Leckerbissen für Fans alter Industriearchitektur. Auch Kunstinteressierte kommen hier voll auf ihre Kosten, denn in den diversen ehemaligen Produktionshallen finden ganzjährig mehrere Ausstellungen gleichzeitig statt. Sehr bekannt ist beispielsweise die regelmäßig stattfindende UrbanArt! Biennale, deren Werke in den Industriehallen hervorragend zur Geltung kommen. Zur Zeit laufen hier drei Ausstellungen parallel.

Wir starten mit Queen Lizzie in der Gebläsehalle. Noch sehenswerter als die altehrwürdige Dame ist natürlich das Interieur der Halle selbst.

Ihr habt jetzt schon den Überblick verloren? Dann schaut mal schön auf diesen Orientierungsplan, der eine gute Übersicht mit kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Abschnitten des Geländes bietet.

Hier ein Treppchen, da ein Übergang, und schon stehen wir in der Sinterhalle.

Das eine oder andere Detail später …

… schauen wir dann von oben herab auf die Möllerhalle, …

…die in ihrem üppigen Bauch diese tolle Ausstellung beherbergt, die uns eine Weile in den Bann zieht.

Raus ans Tageslicht! Die dritte Ausstellung wird mir zum Verhängnis, denn einer der Jungs vom Sicherheitsdienst verrät uns leichtsinnigerweise, dass diese Ausstellung interaktiv angelegt ist und man die Jungs nach Belieben versetzen und umstellen kann. Na DA habe ich dann erst mal gründlich aufgeräumt 😂! Die Ausstellung trägt seitdem eindeutig meine Handschrift.

In den spannendsten Teil des Geländes darf man nur mit Helm. Aus Gründen, die uns schon bald klar werden. Nur wenige Minuten dauert es, bis wir hier und da unsere Köpfe anschlagen. Mit Helm aber kein Problem 😎.

Wollt ihr mit hoch in luftige Höhen zur Gichtbühne und den Hochöfen über diverse schmale Treppchen und Leitern? Immer hereinspaziert, äh, hinauf gekraxelt!

Erwähnte ich schon, dass die Aussicht von hier oben grandios ist? Nein? Dann wird es höchste Zeit!

Aber auch drinnen gibt es noch so unendlich viel zu sehen.

Wie ihr euch sicher denken könnt, bekommt mein „Kleiner“ gar nicht genug davon, schaut in jede Ecke, zupft hier, fotografiert da – ein Traum 😎.

Auf ins Paradies! Industriekultur trifft Kunst trifft Natur. Und wir dürfen auf einem angelegten Pfad mitten durch die Wildnis wandeln.

Auf dem Weg zurück zum Ausgang bewundern wir dann noch die vielfältigen Außenansichten in der satten Nachmittagssonne.

So viele Details! Da muss als Kontrast doch mal ein Panorama her.

Ein letzter Blick auf die Kunst, …

… bevor uns die Uhr ins Hier und Jetzt zurück befördert. Was? Schon fast 18 Uhr? Acht Stunden hier verbracht? Nun aber raus hier, bevor uns noch eine Übernachtung angerechnet wird. Die Senior-Fraktion der Tesches wartet! Und so machen wir es uns abends bei meinen Eltern zur Eröffnung der Glühwein-Saison gemütlich und verbringen eine schöne Zeit miteinander. Sie haben gut daran getan, sich uns tagsüber heute nicht angeschlossen zu haben. Mit uns hält es schließlich keiner aus 😂!

7 Gedanken zu “Tag 2: Saarland – Welt.Kultur.Erbe

  1. Der Gatte als Lord Helmchen! Wie achön 🤗🤗

    Morbider Charme hat definitiv was, insbesondere, wenn man selber nicht davon betroffen ist. Und damit meine ich nicht unser Alter, um mal gleich Wind aus den Segeln zu nehmen… Gut, wenn er so interessant hergerichtet ist und es kein Trümmertourismus ist wie noch vor wenigen Jahren im Berliner Umland!

    Bei Stefan und Mietwagen da the ich erstmal daran, dass ein paar Kurven auf dem Nürburgring gedreht werden. Ist der nicht auch in der Nähe?

    WaWo grüßen!

    Gefällt 1 Person

    1. @ Trümmertourismus: Die Heilstätten in Beelitz z.B. haben doch auch was! @ Mietwagen und Nürburgring: Der ist von Saarbrücken aus rund 160 Kilometer entfernt. Hättest du bloß mal das Geographiestudium abgeschlossen 😜! Und abgesehen davon sind wir ja auch genau die Richtigen, wenn es darum geht, ohne Ziel nur um des Fahrens willen mit einem Auto durch die Gegend zu pesten 🤓.

      Gefällt mir

    1. Na dann beim nächsten Mal auf ins Saarland! Ist auch nicht so weit weg, also genau das Richtige 😉. Elsaß/ Lothringen könnt ihr bei der Gelegenheit gleich auch noch mitnehmen. Ist ja um die Ecke … @ Fotomotive: Danke!

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s