29. April 2026
Heute geht’s per Bahn nach Cassis. Für die rund 30 Kilometer lange Strecke …
… braucht der Zug von Marseille überschaubare 15 Minuten. Am Bahnhof von Cassis angekommen, nehme ich für die letzten vier Kilometer den Zubringerbus hinunter ins Zentrum. Von der Bushaltestelle, an der ich aussteige, falle ich mehr oder weniger automatisch in eine nur wenige Meter entfernte kleine Parkanlage. Denn dort tobt nicht nur am klassischen Samstag, sondern auch mittwochs das Marktleben.
Wie ich wenig später feststelle, zieht sich der Markt auch durch große Teile des alten Zentrums. Da habe ich mir doch instinktiv den richtigen Tag ausgesucht! Hier findest du die volle Bandbreite dessen, was du dir üblicherweise unter einem solchen Markt vorstellst. Obst, Gemüse, Blumen, leckeres Essen, guten Kaffee, Kunst, Kleidung, die komplette Kosmetikpalette etc. etc.



Cassis entpuppt sich als klein, aber fein. Tagsüber mitten in der Woche ist dank des Marktes zwar was los, doch von Überfüllung kann keine Rede sein. Für mich ist es genau die richtige Dosis Belebtheit. Der Name des Ortes wird übrigens NICHT wie die Frucht ausgesprochen! Hier sagt man Cass-i ohne „s“ am Ende.
Ein paar Infos zum Ort: Cassis ist neben seinen Kieselstränden vor allem für die schmalen, von steilen Kalksteinklippen umgebenen Meeresarme in der unmittelbaren Umgebung bekannt, die sogenannten Calanques. Von hier aus werden zahlreiche Bootstouren angeboten. Pastellfarbene Häuschen ziehen sich am Hafen entlang, die kleinen Gassen sind gespickt mit Cafés, Restaurants und kleinen Lädchen. Im Hafen tummeln sich bunte Boote. Über dem Ort thront ein altes Schloss. Im hügeligen Umland findet man einige Weingüter. Für Wanderer bieten sich schöne Wege über die Landspitze des Cap Canaille. Die Aussicht von dort soll grandios sein. Doch ich bin heute faul und genieße den Ort.






Später zieht es mich die Küste entlang. Hier ist erstaunlich wenig los an diesem sonnigen, angenehme 23 Grad warmen Tag. Ich lasse mir Zeit, denn ich habe heute nichts weiter vor. Auch ist es viel zu schön hier, um irgendeine Form von Eile an den Tag zu legen.








Am späteren Nachmittag läute ich den Abschied ein. Mit der bewährten Bus-Zug-Kombination komme ich zurück nach Marseille. Klasse finde ich in dem Zusammenhang, dass man sich entlang der Küste Südfrankreichs eigentlich keine Abfahrtzeiten merken muss. Denn mehr oder weniger alle halbe Stunde fährt zumindest tagsüber ein Zug. Bequem, stressfrei, pünktlich und bezahlbar ist diese Art des Reisens hier sowieso. Und nein, für diese Werbung zahlt mir die SNCF weder ein Honorar noch bekomme ich verbilligte Tickets 😁.
Demnächst geht’s hier weiter mit Berichten zu meinen Tagesausflügen von Marseille aus. Stay tuned!
Aaaah, der Ort, der meine Sehnsucht nach Südfrankreich begründet hat. Hier hatte ich mit 18 Jahren meinen wohl ersten richtigen Urlaub ohne elterliche Aufsicht verbracht. Entsprechend verklärt sind meine Erinnerungen an unendliche Freiheit, unendlichen Rotwein und unendliches Kopfweh.
An die Calanques kann ich mich aber durchaus erinnern und an die Klippen, von denen damals die Afrofranzosen geklaute Autos ins Meer versenkt hatten.
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Ah, Ich sehe schon: das war quasi die Vorstufe zum späteren Kegelclubausflug auf Malle! Irgendwann muss man halt mal anfangen 😁.
Von versenkten Autos habe ich weder was gesehen noch gehört. Warum haben die die Karren nicht einfach verkauft, wie das jeder seriöse Dieb macht?
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Ich korrigiere mich: der ging nach Barcelona, gell?
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Das Kegelclubimage auf Malle bleibt wohl ewig an mir haften. 😒 Es war der TISCHTENNISCLUB in BARCELONA !!!
Aber egal, man erzählte sich (damals noch ohne Internet), dass die von unliebsamen Geschäftsleuten die Autos stehlen und aus Rache die Klippen hinabfahren. Das waren keine seriösen Diebe sondern ehrenwerte Rächer, die sich niemals an den Autos bereichert hätten. Ob das stimmt, weiß ich allerdings auch nicht. Ist ja schon über 40 Jahre her. Mann, bin ich alt…
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Habe wenige Sekunden vor deinem jetzigen Kommentar noch von Malle auf Barcelona korrigiert 🤣. Fiel mir gerade rechtzeitig noch ein. Doch der Tischtennisclub will einfach nicht in meinem Schädel hängenbleiben 🤷🏻♀️. Der Kegelclub hat ja auch was viel Klischeehafteres!
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Das gilt gerade noch. Kegeln ist ja nichts unehrenhaftes. Eigentlich. 😅
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So sieht’s aus!
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@Autos: krass! @Alter: du bist nicht alt. Du bist ein Klassiker 😁.
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Ja ja…
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Flattterhaft und Postkarte mega schöne Bilder !!
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Danke, Manni. Das freut mich sehr.
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