Heute reisse ich mir ein Zweitages-Ticket für den Big Bus, eine der hop on hop off-Varianten hier in Dubai. Es geht gleich gut los: die Ticketverkäuferin ist der Meinung, der Amerikaner, der zufällig hinter mir in der Reihe steht, gehöre zu mir! Zum Glück für mich und zum Pech für den Typen fliegt der Irrtum aber rechtzeitig auf. Rauf auf den Bus und rein ins Getümmel der Stadt!

Weit komme ich nicht, denn schon am nächsten Stopp lockt mich diese hübsche Hütte auf die Straße.

Im Schatten warte ich auf den nächsten Bus, in dem ich es mir für eine kleine Weile gemütlich mache. Nach dem vielen Rumgelatsche der letzten Tage bei sengender Hitze ist diese geriatrische Variante zur Abwechslung mal ganz schön. Am Ufer des Creek angekommen, schwinge ich meinen faulen Hintern raus aus dem Bus und rauf auf ein Schiffchen für eine einstündige Tour auf dem Wasser, die praktischerweise im Ticket inbegriffen ist. Vorne am Bug behaupte ich meine Pole Position und schaue, was das Ufer so zu bieten hat. Auf der einen Seite dies, …

… und auf der anderen Seite das moderne Kontrastprogramm.

Wieder festen Boden unter den Füßen, versüße ich mir die kurze Wartezeit auf den nächsten Bus mit einem leckeren Eis aus Kamelmilch, untermalt von den Rufen der diversen Muezzine der Umgebung. Es ist Freitag …

Mitten durch die Vorhölle der unzähligen Fahrspuren bieten sich mir vom Bus aus noch diverse dekorative Ansichten durch die Hochhausschluchten.

Nach einem längeren Ritt über die nicht enden wollende Sheikh Zayed Road (die Hauptachse und Autobahn nach Abu Dhabi) schaukelt der Bus Richtung Strand. Nachdem ich diese hübsche Moschee gebührend bewundert habe, …

… muss ich erst einmal eine Enttäuschung einstecken. Man könnte auch sagen: falsche Erwartungshaltung korrigieren! Das vielgerühmte Luxushotel Burj al Arab, von dem ich dachte, man könne da einigermaßen ungehindert über eine Promenade oder den Strand daran vorbei (natürlich nicht hinein) schlendern, entpuppt sich als unerreichbar abgeschottete Festung. Der am nächsten gelegene öffentliche Strand (ein paar Hundert Meter davon entfernt) wird von einem ziemlich hohen Sichtschutz optisch auf Abstand gehalten, so dass man das in der Form eines Segelschiffs gehaltene Objekt der Begierde gar nicht vollständig sehen kann. Nun gut. Nehme ich halt, was ich kriegen kann, und zwar vor der direkten Einfahrt zum Hotel.

Das etwas bodenständigere Schwesterhotel Jumeirah Beach macht an Land eine Riesenwelle, auf der der Burj hoffentlich keinen Schiffbruch erleidet.

Ab in den nächsten Bus und eine Haltestelle weiter wieder raus. Dort wartet mit dem Souk Madinat Jumeirah die zu einem Hotelkomplex gehörende modern gestaltete Neuinterpretation eines arabischen Marktviertels. Es ist eine Kunstwelt par excellence, aber geschmackvoll und auch gemütlich gestaltet. Für ein Weilchen lässt es sich hier in schattig-lauschiger Atmosphäre mit viel Grün und Wasser gut aushalten.

Was zu essen könnte jetzt auch nicht schaden. Mit der Aussicht auf das scheue Schiffchen (ha, habe ich dich doch noch irgendwie von der Seite erwischt!) …

… lasse ich es mir dann auch kulinarisch gutgehen.

Zurück per Bus bis zur Dubai Mall . Dort will mir und dem Rest der Welt die Kulisse des Burj Khalifa in der Dämmerung noch ihre bunte Aufwartung machen. Ich fotografiere wenig und genieße viel.

Und hier noch ein Bonustrack für euch. Gute Nacht!

20 Gedanken zu “Tag 4 – Dubai: Mittendrin statt nur Dubai

    1. Ich versuche sie ja auch schon seit NZL dazu zu schubsen sich und vor allem uns, schöne Fotos diesbzgl. zu bloggen. Vielleicht hilft es ja, wenn noch mehr geneigte Leser/Follower das wünschen?? 😳
      In der Stadt könnte/wird es aber definitiv ein Lichtverschmutzungsproblem geben. Da dürfte der Sternenhimmel gar nicht oder kaum zu sehen sein, schade.

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  1. Da durften sich die Architekten aber austoben, in Dubai. Das hat bestimmt einige glücklich und auch wohlhabend gemacht. Das Segelschiffchen hat sogar ein Hubschrauber Landeplatz, oder wie kann man das runde Ding an der Spitze deuten?Ich habe auch gedacht, ist eigentlich T-man City..😅 da würde der Speicherchip schnell gefüllt werden. Elke, in welchem Palast wohnst du?

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    1. Gut beobachtet! Das Hotel bietet seinen Gästen tatsächlich den Service, vom Flughafen per Hubschrauber abgeholt zu werden und auf dem Dach des Hotels zu landen. Ja, in der Tat, wäre das hier genau Stefans Ding! Muss er beim nächstenMal eben mitkommen 😎. Meinen Palast habe ich aus Diskretionsgründen nicht abgelichtet und veröffentlicht. Nachher habe ich noch Stalker am Hals 😜😀!

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  2. Klingt nach einem entspannten Tag. Die Lichtinstallationen vom Burj Khalifa sind schon spektakulär. Ich bin ja auch immer empfänglich für so etwas. Und dann noch die entspannte Musik. Wegen deinem Essen…lag da noch etwas vorne auf dem Teller? Ansonsten wäre die „Soße“ ja nicht so ansehnlich dekoriert gewesen.😂Aber der Rest sieht lecker aus…Avocado, lecker!

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