Heute zieht es uns nach Ruzafa, einem Stadtteil südlich der Altstadt. Bis vor ein paar Jahren war diese Gegend ziemlich heruntergekommen. Seit das Bahnhofsgelände, das unmittelbar angrenzt, saniert wurde, geht es jedoch rapide aufwärts mit Ruzafa. Heute ist es the place to be mit vielen schicken Läden, Cafés und Restaurants. Multikulti war es hier schon immer, denn hier ließen sich bevorzugt Migranten aus Afrika und Asien nieder. Zumindest zu der Zeit, als der Wohnraum hier auch für kleinere Geldbeutel noch bezahlbar war. Schmelztiegel der Kulturen ist Ruzafa auch heute noch. Die Gentrifizierung ist zwar in vollem Gange, aber noch stimmt die Mischung.

Das Herz des Stadtteils ist die Markthalle, …

… die im Vergleich zu anderen bodenständig wirkt. Und genau diesen Eindruck macht auf uns das gesamte Viertel, Hype hin oder her. Darf ich vorstellen: Ruzafa!
 

Das Viertel ist sympathisch, aber überschaubar. Da geht heute noch was in Sachen Rumlaufen. Erst mal ein Käffchen in diesem schicken Veganerladen …
 

… dann nordwärts Richtung Altstadt.

Vorbei an Bahnhof und Arena …
 

… schlendern wir unserem nächsten Ziel entgegen, das wir bisher links liegen gelassen haben: La Lonja, die ehemalige Handelsbörse. Die große Säulenhalle vermittelt uns zwar das Gefühl, in einer Kathedrale zu stehen, aber gehuldigt wurde hier nicht den Göttern, sondern dem Kommerz. La Lonja war der Dreh- und Angelpunkt für den florierenden Seidenhandel im 15. Jahrhundert. Schaut euch mal dieses Schmuckstück an:
 

It’s Siesta time. Ab nach Hause in die kühle Bude! Nachmittags hängen wir eine Runde am Strand ab und nehmen abends Anlauf für einen weiteren Ausflug zum Veles e Vents. Schon wieder der olle Chipperfield? Ja! Als ob wir es geahnt hätten: der alte Knabe bietet heute tatsächlich eine andere Lightshow als gestern 😀. Haben die Stative also auch noch mal ihren Spaß. Und auch Faulpelz Elke ist heute wieder aktiv am Start. 
 

Die schicke Bar ums Eck lässt sich ebenfalls nicht lumpen.

Mein besonderer Dank geht an die Polizeistreife, die gerade zum richtigen Zeitpunkt durchs Bild fährt und es damit spektakulär bereichert.

 Zum Schluss werden wir experimentierfreudig und versuchen uns mit Hilfe der Taschenlampe im Handy in Sachen Lightpainting. Das war das Ergebnis 😎: 

Zufrieden machen wir uns auf den Heimweg, nicht ohne uns zu wundern, wieso trotz der vielen Bars und Restaurants im wirklich tollen Ambiente des Hafens so wenig los ist. Weil es unter der Woche ist? Oder zu weit vom Zentrum entfernt? Zu teuer?  Zu viele Alternativen an der Strandpromenade? Keine Ahnung. Jedenfalls hätten die Läden und auch die Gegend mehr Aufmerksamkeit verdient. Gute Nacht!

6 Gedanken zu “Tag 10 – Ein bisschen von allem

  1. Wieviel Grad C. In Berlin ist schon Herbst. Bleibt ruhig noch ein Paar Tage da………die Nachtaufnahmen sind wirklich einzigartig. Wusste nicht, dass Valencia solche Architekturschätze hat…..

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    1. Wir haben hier tagsüber so zwischen 28 und 30 Grad. Wir fliegen Montag zurück. Mir graut schon vor der Berliner Eiszeit … Ja, Valencia hat architektonisch eine Menge zu bieten. Es würde dir gefallen! Also, her mit dir 😎!

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  2. Die Handelsbörse ist beeindruckend. Wenn man sich so vorstellt, was das Gebäude schon so alles verlebt hat. Ja, tankt noch ein bisserl Wärme und ich wünsch mir noch ein paar Light-painting Bilder ……😅

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