Einen Teil der Stadt der Künste und der Wissenschaften haben wir bisher ausgelassen: den größten Unterwasserzoo Europas, das Oceanográfico. Das holen wir heute nach. In der Anlage sind verschiedene Lebensräume nachgebaut, so z.B. Rotes Meer, Arktis, Mittelmeer und tropische Gewässer. Überwiegend sind es Meerestiere, die hier zu sehen sind, aber nicht nur. Als Besucher kann man hier dank gläserner Tunnel buchstäblich eintauchen in die Welt der Meere. Schon faszinierend, wenn plötzlich Haie und Stachelrochen über den eigenen Kopf hinweg schweben!

Allerdings muss ich an dieser Stelle unumwunden zugeben, dass wir uns vom Oceanográfico dennoch etwas mehr versprochen hätten. Zwar ist das Gelände riesig und die Bauten von außen betrachtet schön und aufwendig gestaltet. 

Aber inhaltlich hält der Laden nicht ganz, was er verspricht. In einer Einrichtung im Rahmen der Stadt der Künste und Wissenschaften hätte ich mehr Inhalt und weniger Entertainment erwartet. Musikbeschallung drinnen und draußen machen für mich in einer zoologischen Einrichtung ebenfalls wenig Sinn. Auch fand ich insbesondere die Becken für die größeren Tiere, z.B. die Belugas und Walrösser viel zu klein. Was für mich gar nicht geht – und wenn mir das vorher klar gewesen wäre, hätte ich den Laden auch ganz boykottiert-, ist die Delfin-Show in dem Delfinarium. Wir haben sie uns dann auch nicht angesehen. Summa summarum ist das Oceanográfico dann doch eher ein Unterhaltungsprogramm für Familien, die ihren Kindern Entertainment und ein wenig Rummel bieten möchten. Nun denn … 

Dennoch habe wir uns am Anblick einiger Tiere erfreuen können und das eine oder andere davon auf den Speicherchip gebannt. Zum Beispiel diese hier:

Und hier seht ihr die Szene kurz vor der Attacke der rechten der beiden putzigen Gestalten. Sie nimmt schon Anlauf, um mir dann beherzt ihr kleines feuchtes Schnäbelchen gegen mein Knie zu drücken. Mal eine andere Art von Kuss 😀. 

Am originellsten fanden wir jedoch diese beiden seltenen Exemplare: der Putzer-Fisch und der Buchhalter-Fisch!
 

 Mit dem Selfie des Tages verabschieden wir uns. Hasta luego!

9 Gedanken zu “Tag 11 – Oceanográfico

  1. Die Qualen sind der Hammer, oder neudeutsch nur noch „hammer“.

    Ja, das Ganze ist dann doch sehr auf den Tourt mit Familie ausgelegt, da findet man das bestimmt klasse. Mit so ambitionierten Museologen haben die bestimmt nicht gerechnet… 🙂

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  2. Uuuh, Delfinshow geht gar nicht.😦 Du weißt ja, ich bin Unterstützerin von Seashepherd und Anti-Zoo und -Tierzirkus. Ich war einmal mit Mika im Tierpark und das wird für sehr lange Zeit so bleiben. Ich finde auch nicht, dass so eine Einrichtung etwas für Familien ist, aber das ist ein anderes Thema.😏 Architektonisch haben sie sich jedenfalls nicht lumpen lassen. Schade, dass es scheinbar so wenig informativ war.

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    1. Ja, ich kenne dein Engagement in de Sache. Das Oceanográfico war allerdings wirklich voller Familien mit Kindern. Die spanischen Familien scheinen das also zu mögen. Stefan und ich waren da eher die Ausnahme unter der zahlreichen Besucherschaft.

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      1. Ziemlich traurig, dass die Masse es offenbar leider nicht besser weiß. Insbesondere vor die Delfinarien würde ich dann gerne mal eine Leinwand mit Beamer aufstellen und die Videos der Delfin-Treibjagden und -massaker in Taiji zeigen.

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