Nach dem üppigen und leckeren Frühstück im Hotel hält uns nichts mehr in geschlossenen Räumen. Die Sonne lockt uns nach draußen!

Wir spazieren entlang der Volta Duche, die wie eine Art Skulpturen-Boulevard gestaltet ist.

Farbklops
Sport oder Sturz?

Dabei fühle ich mich zeitweise geradezu königlich!

Auf dem Thron

Dem sehr ansehnlichen Rathaus statten wir auch noch einen kurzen Besuch ab. Ihr kennt es bereits aus der Ferne dank Stefans toller Nachtaufnahme, die den fotografischen Schlusspunkt unter den gestrigen Bericht setzte.

Schöner verwalten

Dann kehren wir um und schlendern zu unserem nächsten Ziel. Denn in Sachen Palast raunt Sintra uns ein verschwörerisches „Einen hab ich noch!“ zu. Und WAS für einen!

Dieses Mal jedoch müssen wir keinen sportlichen Ehrgeiz an den Tag legen. Denn die Quinta da Regaleira liegt nur wenige Hundert Meter vom historischen Zentrum entfernt „unten“ im Ort.

Für dieses UNESCO-Weltkulturerbe sollte man sich etwas Zeit nehmen, denn in der weitläufigen Palastanlage gibt es eine Menge zu entdecken und zu bestaunen. So gibt es neben dem Hauptgebäude des Palastes eine sehenswerte Kapelle und einen riesigen Park mit Seen, Grotten, Brücken und unterirdischen Tunnelsystemen, die die Besucher über Wendeltreppen bis zu 27 Meter in die Tiefe führen. Auch hier findet sich ein bunter Stilmix, doch die Manuelinik dominiert. Die Gebäude sind übrigens jünger als sie aussehen. Die Anlage wurde erst 1910 fertiggestellt. Ihr Besitzer und Initiator war ein betuchter Kaffee- und Edelsteinhändler. Und so sieht es hier aus:

Hauptgebäude
Torre da Regaleira
Poço Iniciático
Abgestiegen
Kapelle und Hauptgebäude
Bunte Pracht
Mit viel Liebe zum Detail

So schön es hier auch ist: ein Blick auf die Uhr sagt uns, dass wir den Rückzug antreten sollten. Schließlich wollen unsere Mägen noch gefüllt werden, bevor wir uns ins nächste Abenteuer stürzen.

Nach dem Essen zurück ins Hotel. Wir verfrachten unser Hab und Gut ins nächste Taxi und lassen uns zum etwa 10 Kilometer außerhalb der Stadt gelegenen MC … nein, natürlich nicht Donalds, sondern Rent bringen. Ab 15 Uhr kann dort das gemietete Wohnmobil abgeholt werden.

Wir sind zum frühestmöglichen Abholzeitpunkt da. Doch das Procedere dauert. Und zwar stundenlang! Obwohl Stefan bereits vor unserer Abreise den angebotenen Online Check In erledigt und alle erforderlichen Angaben gemacht hat, wird hier vor Ort alles akribisch noch einmal durchgezogen. Bis der Vertrag fertig ist, die Kontrolle des Fahrzeugs erledigt und die Einweisung erfolgt ist und wir endlich vom Hof rollen können, sind mehr als zweieinhalb Stunden vergangen und der Nachmittag vorbei.

Nach einem ersten ausgiebigen Großeinkauf im nächsten Supermarkt beschließen wir deshalb, heute doch nicht mehr weiterzufahren. Stattdessen steuern wir einen in der Nähe von Sintra gelegenen Parkplatz (in Sintra gibt es weder einen „richtigen“ Camping- noch einen WoMo-Stellplatz) an, auf dem Wohnmobile über Nacht bleiben dürfen.

Doch ganz so einfach, wie es sich anhört, ist es dann doch nicht 😅. Die Adresse in unserem WoMo-Guide ist nicht ganz richtig. Das Navi ist im konkreten Fall auch keine große Hilfe. Und so landen wir inmitten eines Wohngebiets mit engen Straßen, in denen das Wenden mit unserem fetten 6,50 Meter langen Ungetüm nicht ganz so lässig zu bewerkstelligen ist.

„Ask the locals“ ist in solchen Fällen mein oft erfolgreich erprobtes Mittel. Ich klingele an mehreren Haustüren, doch niemand öffnet. Na gut, dann werfe ich mich eben beherzt vor das nächste Auto, das sich uns nähert! Ich gerate an einen sehr netten Portugiesen, der mich zurück zu Stefan fährt und uns als mobile Vorhut den richtigen Weg weist. Am Ziel angekommen, ergibt sich noch eine lustige Konversation mit unserem Retter über die Abenteuer des Lebens. Hat sich das Verirren gewissermaßen doch gelohnt 😎.

Der Stellplatz ist wenig besucht und sehr „basic“, doch für eine Nacht soll es uns egal sein. Und die Suche geht weiter. Kein Schild verrät uns, wo wir unseren überschaubaren Obolus von sieben Euro zahlen dürfen. Aber die Jungs in der Bar wissen Bescheid und schicken uns zu einem unscheinbaren kleinen Wohnhaus. Eine freundliche, kein Wort Englisch sprechende Dame öffnet, ich drücke ihr die Kohle passend in die Hand, keine Quittung, keine unnötigen Formalitäten. Wird schon ok sein. Und das ist es letztendlich auch. Die Dame wird sich morgen früh im Zweifelsfall schon an uns erinnern.

Feierabend und ein erstes Abendessen in unserer rollenden Kiste. Stefan installiert begeistert seine Errungenschaft des Tages: eine NOS Sim-Karte. 15 Tage unbegrenztes Datenvolumen für 15 Euro! Wie cool ist das denn !?! 😎

6 Gedanken zu “Tag 3: Sintra – Palast und Wohnmobil

  1. Achja, Sintra! Habe 2017 auch zwei Nächte in diesem schönen Nest verbracht. Leider war ich nicht im Pena Palast, nur auf dem Außengelände…..die Hundeelternpflicht rief! Bei welche, Vermieter habt Ihr den Wohnwagen gebucht? Wäre für uns auch mal eine Option.
    Liebe Grüße, freue mich auf einen weiteren Teil Portugal.
    Sandra

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      1. Warst du schonmal in Disneyland? Bestimmt! Der Historismus der Burg (des Schloss‘) haben auch etwas von Neuschwannstein. 😉
        Gerne leite ich deine Links weiter. Als Reisende lese ich deine Erfahrungen gerne und gebe den Link somit auch gerne an andere Reisende weiter. Ich habe deinen Blog auch endlich auf meinem Blog unter der Rubrik Links zu Reiseberichte aufgenommen.
        Einen schönen Tag dir 🙂 von Susanne

        Gefällt 1 Person

        1. Ja, ich war schon mal in Disneyland. Deshalb gerade ziehe ich keinen Vergleich mit dem Pena 😎. Danke, dass du mich in deine Blogroll aufgenommen hast! So eine Rubrik fehlt bei mir ja noch. Sobald es sie gibt, nehme ich dein Blog auch sehr gerne auf.

          Gefällt 1 Person

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