Eigentlich hatte ich mit Burj K. schon abgeschlossen. Aber da ich am Donnerstag kein Ticket für einen spontanen Ritt in den Himmel bekommen habe, ist er heute doch wieder dran. Auf dem unvermeidlichen Weg durch die Hölle der Dubai Mall erheitert mich dieser Anblick. Was für ein origineller Name für ein Café!

Doch zum Verweilen bleibt mir keine Zeit. Ich habe ja schließlich ein Rendezvous mit dem langen, schlanken Kerl aus Stahl, Glas und Beton. Mit neun Metern pro Sekunde katapultiert mich der Aufzug auf 454 Meter hoch in den 124. Stock. Und schon liegt mir die Stadt zu Füßen! So liebe ich das.

Und weil es so schön ist, folgt jetzt noch eine Trilogie des Zooms:

Und während ich von Anblick zu Anblick taumele und mich kaum sattsehen kann, bahnen sich hinter meinem Rücken folgenreiche Ereignisse an. Hat sich der Alte Sack doch tatsächlich mitten im Souvenirshop an eine einheimische Dame herangemacht. Liebe auf den ersten Blick, wie er beteuert. Da es für die Beantragung eines Visums bis Ende nächster Woche eindeutig zu spät ist, muss ich seine Braut nun wohl oder übel als blinde Passagierin an Bord des Fliegers schmuggeln. Das Brautgeld von umgerechnet fünf Euro hat er mich natürlich auch schamlos übernehmen lassen. Nun denn …

Auf den Schreck lasse ich mich dann ermattet im Big Bus nieder. Ihr erinnert euch: ich hatte gestern ein Ticket für zwei Tage erstanden. Heute ist die Blaue Route dran, die mich zur Dubai Marina (Marsa Dubai) und deren Umgebung führen wird. Als wir uns der Gegend nähern, dämmert mir, was mir und auch euch blühen wird. Stahl, Glas und Beton vom Allerfeinsten!

Dachte ich bisher, das in den letzten Tagen Gesehene sei nicht mehr zu toppen, so belehrt mich dieser Stadtteil lässig eines Besseren. Unfassbar, dass die Gebäude, die ihr im Folgenden ansehen/ bewundern/ ertragen (sucht euch was aus) könnt, allesamt auf einem Areal erbaut sind, das bis 2004 noch Wüste pur war. Das ist gerade mal schlappe 14 Jahre her!

Logisch, dass ich gleich am nächsten Stopp eilig aus dem Bus hüpfe und mich zur Marina an einem künstlich abgezweigten Meereskanal begebe.

Zeit für eine Bootsfahrt! Eine Stunde lang darf ich dieses tolle maritime Flair mit seinem Miteinander aus Wasser, Architektur, Strand und Jachten genießen. Entlang des Kanals geht es an zahlreichen Augenweiden vorbei …

… hinaus aufs Meer. Vor beeindruckender Hochhauskulisse präsentiert sich ein sehr schöner Strand.

Kurz abgelenkt von diesem originellen „Kopfschmuck“ …

… schmelze ich dahin beim Anblick dieser Skyline.

Ach, es ist herrlich, bei 28 Grad und einer kühlenden Meeresbrise durch die Gegend geschippert zu werden. Und so vergeht die einstündige Fahrt viel zu schnell. Kurz vor dem Einlaufen in den „Hafen“ nutze ich noch die grandiose Sicht vom Wasser aus, …

… bevor ich mich wieder auf den Boden der Tatsachen begebe. Nach einer kurzen Essenspause an der lauschigen Marina geht es weiter. Die Wartezeit auf den Bus versüße ich mir mit ein paar weiteren Schätzchen, die sich gekonnt in Pose werfen.

Wieder an Bord des Busses, geht es vorbei an dem Strand, der schon vom Schiff aus zu sehen war. Das geht natürlich nicht lange gut mit mir! Ein besonderes Objekt der Begierde ruft nach mir: der Cayan Tower, der sich selbst und mir den Kopf verdreht. Und schwups bin ich wieder raus aus dem Bus … Hier isser, mal solo, mal mit seinem Kumpels.

Und da ich mittlerweile eh schon den nächsten Bus verpasst habe, bleibt noch etwas Zeit für ein paar andere Hütten in der Gegend.

So, jetzt aber mal flott weiter, bevor es dunkel wird! Auf dem Weg zum letzten Stopp des Big Bus lichte ich in voller Fahrt noch ein paar, na was wohl, ab. Hört das denn nie auf?

Jetzt bin ich reif für die Insel. Rasch erklimmt der Bus den Stamm der berühmten Palmeninsel Palm Jumeirah, die erste künstlich erschaffene Insel Dubais. Von dort aus erhasche ich noch einmal einem Blick auf das Hotelschiffchen von gestern, …

… bevor wir, vorbei an schicken Strandvillen und Appartmenthäusern

… das Ende des Strunks und den Beginn der einzelnen Palmwedel erreichen. An der Spitze liegt ein nach dem sagenumwobenen Atlantis benanntes Luxushotel mit, na was wohl, angeschlossener Shoppingmall.

Den Promenadenweg entlang des halbkreisförmigen Wellenbrechers, der die Insel schützt, hebe ich mir für das nächste Mal auf. Denn als ich nach einem leckeren Getränk in einem der Cafés in der Mall wieder nach draußen komme, ist es schon zappenduster. In dieser Gegend der Welt ist die Dämmerung nur von sehr kurzer Dauer. Isch over für heute!

Und weil ich euch den Blick über die Insel von oben nicht bieten kann, verlinke ich zu diesem kurzen Überblick:

16 Gedanken zu “Tag 5 – Dubai: Überblick mit Marina

  1. Hm, ich dachte, dass es keine besseren Fotos seit gestern geben würde. Weit gefehlt. 👍
    Die Architekten machen sich auch Gedanken, wie ihre Gebäude von oben aussehen. Echt durchdacht. @a. S. (aka alter Sack): na, wenn die Dame jetzt mit nach B kommt musst du aufpassen, dass sie ihn nicht heiratet, denn dann sind sie weg, die Tantiemen von Herrn Moers. 😫

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    1. Danke! Klasse ist ja, dass beim Anblick von oben oft ganz andere Assoziationen kommen. Das „Bügeleisen“ z.b. ist ja die Oper, die vom Boden aus betrachtet wie ein Schiff aussieht! @ AS: Diese Befürchtungen habe ich auch! Ich sehe mich schon vor Gericht um meinen Pflichtanteil kämpfen 😱 …

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  2. Da hast du deiner Leidenschaft ja wieder ordentlich frönen können.😉 Keine Ahnung, ob ich es dir schon mal gesagt habe, aber du musst wirklich mal nach Shanghai. Dubai hat laut deinen Fotos schon ziemlich tolle Kunstwerke der Architektur zu bieten, aber Shanghai ist, insbesondere am Bund mit Blick auf Pudong, meiner bescheidenen Meinung nach noch ein Tick origineller.
    Wahnsinn, wie hoch man im Burj Khalifa ist. Man schaut auf „winzige“ Hochhäuser hinunter, die eigentlich selbst riesengroß sind.

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    1. Shanghai steht ganz oben auf meiner Liste! Es würde sich als Stopover auf dem Weg nach Japan anbieten. Liegt da ja quasi auf dem Weg 🤓. Mal sehen, wan. Ich das realisiere … Ja, die Höhe des Burj ist in der Tat aberwitzig. Die Zwerge drumherum sind ja nun wirklich auch nicht sooo kurz geraten …

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  3. Liebe Elke, jetzt haste mich… Ein Katzenportrait als einzige Nahaufnahme eines Lebewesens ist ja eher eine Ausnahme bei deinen Motiven. Doch nun muss selbst ich zugeben, dass ich einen große Faszination beim Anblick dieser Stahl-Stein-Glas-Orgie verspüre. Man darf bloß nicht drüber nachdenken…
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Entdecker-Zeit, komm gesund wieder!

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    1. Großartige Anmerkung zu deinem Namen 😂😂😂! Gefällt mir sehr! Es freut mich natürlich, das ich dich jetzt trotz fehlender Lebewesen (aber schau mal genau hin, manchmal sind diese als unfreiwilliger Beifang drauf) an der Angel habe 😈. Und ja, es stimmt: über bestimmte Aspekte des baulichen Wahnsinns darf man gar nicht nachdenken … Ich werde trotzdem im Rahmen meiner Nachlese nach dem Trip auf das Thema eingehen.

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    1. In dem Gebiet um die Marina herum sind es tatsächlich mehr Wohnungen als Büros. Ist ja auch ein netter Standort für die Zweit- oder Drittwohnung 🤓. Ansonsten ist das halt eine wilde Mischung aus Wohnen und Gewerbe.

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