Weil es hier vorgestern so lecker war, und auch Optik und Atmosphäre stimmen, werde ich in Sachen Frühstück zur Wiederholungstäterin und schlage wieder im „The Villas“ auf (http://www.thevillas.co.nz).

Derart gestärkt, begebe ich mich auf die zweite Wanderschaft im Städtchen. Vorbei an eigenwillig geformten Straßenbäumen …

… und den romantisch altmodischen Antigua Boat Sheds (hier kann man sich auf historische Art und Weise im Venedig-Stil den Avon River entlang schippern lassen), …

… strebe ich gezielt zur Re:START Container Mall. Die kennt ihr schon vom Tag 35. Dort erledige ich nach einem ausgiebigen Schwätzchen mit der Ladenbesitzerin meine Mitbringsel- Einkäufe, die ich mir wohlweislich für das Ende meiner Reise aufgehoben habe. Auf der Rückseite der Mall bewundere ich zum wiederholten Male die kunst- und liebevoll gestalteten Außen“mauern“ der Anlage.

Weiter geht’s. Es ist nach all den bergigen Lagen der bisher von mir besuchten Orte hier in Neuseeland eine angenehme Erfahrung, auch einmal anstrengungslos durch Flachland zu flanieren. Christchurch allerdings kompensiert diese Annehmlichkeit damit, endlos in die Breite zu gehen wie ein zu flüssig geratener Pfannkuchenteig in einer zu großen Pfanne. Das Stadtzentrum ist zwar kompakt. Jedoch summieren sich die Strecken, die man zurücklegen muss, im Laufe des Tages, um an sein nächstes Ziel zu gelangen. Doch ich will mich nicht beschweren, denn ich habe es ja nicht anders gewollt!

Ich laufe gen Süden in ein erst einmal unattraktiv erscheinendes Gewerbegebiet etwas außerhalb der Innenstadt, das jedoch mit dem Boxed Quarter einiges zu bieten hat. Ihr erinnert euch: ich hatte im Beitrag zu Tag 35 bereits erwähnt, was es mit den temporären Bauten hier in der Stadt auf sich hat. Hier erhält der neudeutsche Begriff des Containerns doch gleich eine andere Bedeutung! Büros, Läden und Cafés sind hier untergebracht.

Auf meinem Rundgang durch das Gewerbegebiet zwischen der South City Mall und dem Boxed Quarter werden mir auch noch andere ansehnliche Bauten geboten, z. B. dieses Restaurant, …

… die Central Library Manchester, …

… und dieses beiden schicken Büro- und Ladengebäude.

Die Kunst lässt sich natürlich auch nicht lumpen und zeigt sich auf verschiedene Art und Weise im Straßenbild.

Vorbei an der stark in Mitleidenschaft gezogenen Catholic Cathedral …

… zieht es mich wieder Richtung Zentrum. Nach dem Clock Tower und einer originell gestalteten Minigolfanlage …

… stolpere ich über diese Skulptur, die am Avon River nicht ganz zufällig direkt gegenüber einer Feuerwache steht. Es handelt sich hier um Original-Überreste eines der beiden Zwillingstürme des New Yorker World Trade Centers, das zusammen mit Tausenden von Menschen am 11. September 2001 den verheerenden Anschlägen zum Opfer fiel. Eine geschundene Stadt beschenkt die andere.

Mein Spaziergang endet heute in der Umgebung der Victoria Street nördlich der Innenstadt, wo ein weitere Clock Tower, das Casino und diverse Kunstprojekte für meine Abwechslung sorgen.

Ich bin fast am Ende meiner Reise angelangt. Doch ich habe noch nicht fertig. Stay tuned!

12 Gedanken zu “Tag 37 – Christchurch: Container, Kunst und Street Art

  1. Da haben die NZLs doch in sechs Jahren ganz schön was draus gemacht aus der Stadt. Wenn ich mir überlege, was in der Zeit in Berlin geschehen wäre, wenn die Stadt so ein verheerendes Erdbeben ereilt hätte … Es liefen bestimmt jetzt noch die Bürgerbeteiligung ob man die Stadt wieder wie zur Kaiserzeit rekonstruiert …. Nein, ich will es mir lieber nicht vorstellen! 🤔

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  2. Bei dem Beitrag geht einem Architekturliebhaber doch das Herz auf! Aber wurde das Boxed Quarter neu angelegt oder habe ich es etwa 2015 übersehen?!
    Abgesehen davon hat es mir vor allem der verknotete Kaum angetan, hatte ich doch direkt die Straßenecke vor Augen, an welcher er wächst. Verrückt, wie sich noch so kleine Erinnerungen an eine tolle Reise einbrennen können.

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    1. Freut mich! Wenn du gerne moderne Architektur magst, bist du herzlich eingeladen, mal in den Rubriken USA, Paris und Valencia hier auf meinem Blog zu stöbern. Da habe ich mich diesbezüglich ziemlich ausgetobt 😎. Ich habe mal auf der Website des Boxed Quarters nachgeschaut. Da ist das Eröffnungsdatum nicht genannt. Diversen Beiträgen im Netz ist zu entnehmen, dass erstmals 2013 von konkreten Plänen gesprochen wurde. Wann genau die dann fertig waren mit dem Errichten, ist nicht ersichtlich. Möglich, dass es das noch nicht gab, als du da warst. Für deinen nächsten Trip: du findest sie in der St. Asaph Street Ecke Madras Street. Witzig, dass du dir genau gemerkt hast, wo dieser Baum steht!

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  3. Die Skulptur von Anton Parsons musste ich gleich mal googeln. Es zeigt jedes Jahr von 1906 bis 2010! Tolles Gebilde!
    Die Glascontainer haben schon was. Erinnert mich an das Container-Studentendorf hier in Treptow, wenngleich das nicht annähernd so schick ist. Schade, dass die Kathedrale so in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aber dafür sind die drei bunten kunstvollen Schäfchen wieder ein echter Hingucker!

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    1. Ja, die Zahlen-Skulptur ist echt klasse! Sie sieht von jeder Seite anders aus – und immer gut. Das Studentendorf in Treptow kenne ich noch gar nicht. Sollte ich mir vielleicht mal anschauen! Die Schafe fand ich auch witzig. Abgewandelte Baustellen-Hütchen!

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