27. April – 3. Mai 2026
Das Leben tobt immer da, wo du noch nicht warst. Doch manchmal …
… tut auch bekanntes Terrain gut. Einfach da sein und genießen, ohne den inneren Entdeckerdrang. Und so zog es mich Ende April wieder einmal nach Marseille, die quirlige Großstadt am Mittelmeer. Längere Ausführungen zur Stadt werdet ihr in diesem Beitrag nicht finden. Denn ich habe mich bereits in diesen Beiträgen hinreichend zu Marseille ausgetobt. Sowohl fotografisch als auch textlich.
Doch so ganz kann ich es natürlich nicht lassen. Zudem habe ich Marseille auf dieser Reise als Basisstation genutzt, um Ausflüge ins Umland zu unternehmen. Dazu wird es noch gesonderte Beiträge geben. Nun aber los!
Am Montagabend bringt mich Ryanair binnen zwei Stunden nach Südfrankreich. Dank des Tipps meiner Nachbarin Claudia habe ich mich dieses Mal im nahe des Vieux Port gelegenen The Babel Community Hotel einquartiert. Dazu gehört ein großes und sehr schickes Coworking Space und als Sahnehäubchen eine große Dachterrasse mit Bar, Restaurant und einem phänomenalen Blick auf Marseille.
Hier könnte ich es ein ganzes Weilchen aushalten! Als Überraschung wartet ein Upgrade vom gebuchten Standardzimmer auf ein doppelt so großes Apartment mit Küche. Bingo! Noch besser wäre da nur noch ein Apartment mit eigener Terrasse. Next time – wenn ich rechtzeitig buche.



Zwei der fünf vollen Tage, die ich hier bin, verbringe ich in Marseille. Gleich am Dienstag starte ich mit diesem Heimspiel. So schön, wieder hier zu sein! Ich lasse mich einfach treiben, und lande doch fast automatisch am Alten Hafen, in der Altstadt, bei den Museen am Hafen. Auch das Viertel, in dem mein Hotel liegt, gefällt mir ausnehmend gut.





Am Mittwoch, Donnerstag und Samstag bin ich anderswo unterwegs. Doch den 1. Mai, der in diesem Jahr auf einen Freitag fällt, habe ich mir für Marseille aufgehoben. Auch hier in Frankreich ist das ein Feiertag. Und was für einer! Rien ne va plus. Na ja, fast.
Der ÖPNV steht jedenfalls komplett still. Taxis oder Uber sind kaum zu bekommen, und wenn, dann nur mit langen Wartezeiten. Doch seit meinem Besuch in Lyon im vergangenen Jahr bin ich darauf vorbereitet. Heute stehen nur Ziele auf dem Programm, die ich zu Fuß erreichen kann.
Der 1. Mai präsentiert sich als wunderbar sonniger Tag. Das Mekka der Streetart, der Court Julien mit seinen umliegenden Straßenzügen, erreiche ich binnen 15 Laufminuten. Als ich durch die am Morgen noch stillen Gassen schlendere, bekomme ich Herzklopfen, weil’s so schön ist!
Viele Läden sind am Feiertag bzw. am noch nicht allzu späten Vormittag (noch) geschlossen. Das hat einen unschlagbaren Vorteil: man sieht viel mehr Streetart, weil auch die Rolläden und Türen oft als Plattform dienen. Deshalb hier mein heißer Tipp für euch: Wenn ihr, wo auch immer, auf der Jagd nach Streetart seid, wählt möglichst einen frühen Vormittag, am besten an einem Sonn- oder Feiertag. Es lohnt sich!














Am frühen Nachmittag wird’s voll. Abmarsch! Nach einer kurzen Siesta im Hotel ziehe ich wieder los. Es geht am Hafen entlang, dann ein kurzer Abstecher zum Parc Émile Duclaux, von wo aus ich die Aussicht auf die Stadt geniesse. Weiter geht’s Richtung Corniche Kennedy. Ganz Marseille ist unterwegs an diesem sonnigen Feiertag!
Hin und wieder nehme ich kleine, mir schon vertraute Schleichwege zu kleinen Buchten. Zwischendurch gibt’s ein Eis und ein kühles Getränk im winzigen Café Boujou. Dort drehe ich um und laufe die ganze Strecke gemächlich zum Hotel zurück. Was für ein Tag! Was für eine Stadt ❤️!






Die Abreise am Sonntag wird hart. Ein sehr früher Flug zwingt mich, um 3 Uhr in der Nacht aufzustehen. Die Uber-Fahrerin, die mich wenig später in der stillen Dunkelheit der Stadt in der Nähe meines Hotels abholt, ist unübersehbar schwanger. Doch bevor ich reagieren kann, schnappt sie sich beherzt meinen Trolley und befördert ihn schwungvoll in den Kofferraum.
Um kurz nach 6 Uhr hebt mein Ryanair-Flieger als erster Flug des Tages pünktlich ab. Es ist die Art von erstem Platz, auf die ich gut und gerne verzichten kann 😅! Doch ich bin zufrieden, dass alles unspektakulär über die Bühne geht. Und so sitze ich im Laufe des Vormittags pünktlich, glücklich und zufrieden zuhause bei Stefan am Frühstückstisch.
Und was ist mit den Berichten zu den Ausflügen? Gemach, gemach. Alles zu seiner Zeit. Stay tuned!