… ja, was? Verstehen? Entdecken? Bereisen? Erobern? Retten? Virtuell geht da einiges. Weil mein Bewegungsradius zur Zeit eher überschaubar ist, habe ich einmal einen prüfenden Blick in unseren Flurschrank geworfen. Und siehe da: dort wartet die ganze Welt auf mich mit ihren unerschöpflichen Möglichkeiten! Mögt ihr mit mir auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise gehen? Dann los!

Fangen wir klein und nah an, nämlich im eigenen Land. Wo genau suche ich nach dem Watzmann? Wo zur Hölle könnte Siegen liegen? Und last but not least: „Finden Sie Minden?“ In diesem schon etwas betagten Brettspiel von 2007 geht es um Städte, Sehenswürdigkeiten und Gebiete bzw. Naturräume in Deutschland, die man möglichst genau auf der Karte lokalisieren soll.

Puh, Geografie ist nicht so eure Stärke und ihr habt kaum einen Schimmer, wo euer eigener Wohnort liegt? Bei dieser Partie halb so wild. Denn ihr könnt frei entscheiden, wie genau ihr die Lage der Orte angebt. Und auch allzu siegessichere Besserwisser können auf die Nase fallen, wenn sie zu viel wagen.

Es wird munter ausgewählt, ausgelegt, getauscht und getippt. Und am Schluss wird abgerechnet, wie in so vielen Situationen im echten Leben. Wer es genauer wissen will, schaue hier.

Na, alles im Griff? Dann lasst uns doch einen Blick über die Landesgrenzen werfen. Ach was, lieber gleich über den Ozean! Und dort geht es sofort auf die Schiene.

Bei „Zug um Zug“ geht es um abenteuerliche Reisen quer durch Nordamerika. Man muss Karten verschiedener Waggonarten sammeln und versuchen, verschiedene Städte auf dem bestmöglichen Weg miteinander zu verbinden. Das ist manchmal nicht so einfach, denn die lästigen Mitspieler kommen öfter in die Quere als einem lieb ist. Je länger die Route, desto mehr Punkte füllen das Konto. Und ganz wichtig: die vorgegebenen Strecken sollten möglichst vollständig bereist werden. Ihr wollt detaillierter wissen, was abgeht? Da steht’s.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: mit dem Zug durch Nordamerika zu reisen, ist eine tolle Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen. Meine letzte Reise dieser Art habe ich 2016 unternommen. Es ging von Chicago mit einem „kleinen“ Abstecher nach Minneapolis grob entlang der alten Route 66 bis zu deren Ende in Los Angeles bzw. Santa Monica. Von dort aus verschlug es mich noch kurz nach San Antonio/Texas und dann nach Hause. Habt ihr verpasst? Dann bitte hier entlang.

Nun packt mich doch ein wenig Wehmut. Denn in ziemlich genau einem Monat wollte ich wieder eine Zugreise durch die USA antreten. Der Plan war, die komplette Strecke des „California Zephyr“ abzufahren. In Chicago sollte es losgehen und nach einigen mehrtägigen Zwischenstopps fünf Wochen später in San Francisco enden. Nun, daraus wird nichts. Zumindest nicht in diesem Jahr. Hoffentlich in 2021!

Habe ich darauf Einfluss? Vielleicht nicht in der Realität. Aber spielerisch kann ich mich ja schon mal herantasten. Ich brauche nur noch ein paar wagemutige Mitstreiter. Zeit und Lust, mit mir mal eben kurz die Welt zu retten? Dann runter mit dem Deckel eines Spiels, das zwar bereits aus 2009 stammt, aber aktueller kaum sein könnte.

Bei „Pandemie“ spielt man nicht gegen-, sondern miteinander. Jeder bringt seine spezifischen Stärken und Fachkompetenzen ein. Zusammen sind wir ein hochkompetentes Seuchenbekämpfungsteam, das gleich vier tödliche Seuchen bekämpfen muss. Es liegt viel Arbeit vor uns, denn es gilt, um die ganze Welt zu reisen, Infektionsgefahren einzudämmen und die Grundlagen für die Erforschung der Gegenmittel zu legen. Dabei sitzt uns die Zeit arg im Nacken. Genau wie im echten Leben.

„Das Schicksal der Menschheit liegt in Ihrer Hand“, steht dick gedruckt auf der Rückseite der Schachtel. Die Last der Verantwortung wiegt schwer. Und wie in jedem Spiel geht es um alles oder nichts, um Sieg oder Niederlage. Wir können dieses Spiel nur gewinnen, wenn wir Gegenmittel zu allen vier Seuchen gefunden haben. Ein lässiges „Ach, drei wären doch auch schon ein schöner Erfolg“ zählt nicht. Geben wir uns alle Mühe! Im echten Leben wie im Spiel.

15 Gedanken zu “Spielend die Welt …

  1. Liebe Elke, ich bin endlich mal wieder aktuell mit Deinem Blog. Schöne Beiträge zu den Fotowochen! Ich hatte danach fast aufgehört zu lesen, aber glücklicherweise habe ich diesen Beitrag noch gesehen. Was für tolle Spiele! Wenn die Social Distancing-Zeit vorbei ist müssen wir uns auf eine Runde „Finden Sie Minden“ verabreden! Das klingt super. Schöne Grüße an Euch zwei…

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    1. Schön, dass du weiter hier mit dabei bist. Sehr gerne können wir uns auf eine Runde „Finden Sie Minden“ treffen. Wir spielen ja total gerne. Ich freue mich schon drauf! Hoffentlich bald wieder live …

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  2. Also der „Watzmann“ liegt im Berchtesgadener Land bzw. bei Berchtesgaden. Minden weiß ich nicht ganz genau aber ich tippe auf Nordrhein Westfalen. Ich habe definitiv nicht geschummelt !
    USA kenn ich mich leider gar nicht aus, zumindest in den Details !
    Krass das Pantemiespiel ! Tolle Spiele

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    1. Mit dem Watzmann und auch mit Minden hast du schon mal goldrichtig gelegen 👍. Um „Zug um Zug“ zu spielen, muss man sich nicht in den USA auskennen. Bei dem Spiel geht es mehr um Taktik und ein glückliches Händchen. Ja, „Pandemie“ mutet gerade in den momentanen Zeiten wirklich krass an … Mit so viel Bezug zur Realität haben die Erfinder „damals“ sicher nicht gerechnet.

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  3. „Watzmann“ und „Minden“ hätte ich gewußt!!!! Alte Spiele wieder hervor holen… fantastische Idee! Wenn wir uns wieder treffen können, möchte ich mit Dir „Pandemie“ spielen!

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  4. Zug um Zug gehört zu meinen Lieblingsspielen, liebe Elke. Es steht auch noch im Zimmer meines Sohnes im Regal. Wir haben es tatsächlich vor kurzem erst gespielt. 🙂 Ich drücke die Daumen, dass du 2021 deine Reise nachholen kannst. Ich hoffe auch, dir entstehen keine Kosten für die Stornierung dieses Jahr. 🙂
    Einen schönen Wochenbeginn, Susanne

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    1. Danke! Ist ja witzig, dass Zug um Zug auch zu deinen Lieblingsspielen gehört. Ich stehe auch total drauf und habe es nicht nur wegen des Bezugs zum Reisen für den Blogartikel benutzt.@Stornokosten: das ist noch nicht endgültig klar, aber wie es so aussieht bleibe ich, wenn überhaupt, nur auf einem überschaubaren Betrag sitzen. Bleibt spannend …

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          1. Da hast du recht, wenn ich richtig gerechnet habe, kämen wir auf 700 Euro, wenn wir die Stornokosten tragen müssten. Das ist zwar nicht schön, aber gerade noch akzeptabel. Ich denke aber, dass wir die Kosten, wenn wir nicht reisen könenn, auch nicht tragen müssen. 🙂

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