Der frühe Vogel fängt den Wurm. Besonders wenn man mit so einer riesigen Kiste unterwegs ist wie wir!

Für die 38 Kilometer, die wir zu unserem heutigen Ausflugsziel zurücklegen müssen, benötigen wir mehr als eine Stunde über kurvige, enge Sträßchen und durch kleine Ortschaften. Immer wieder lotst uns das Navi innerhalb von Ortschaften in enge Einbahnstraßen und Wohngebiete.

An der Praia da Adraga angekommen, ergattern wir den einzigen WoMo-tauglichen Parkplatz auf dem kleinen, engen Parkareal vor der Bucht. Um diese Uhrzeit ist noch wenig los. Und so haben wir den traumhaften Strand und die nicht benötigten Aschenbecher fast für uns alleine.

Sauberer qualmen
Gähnende Leere
Wilde Brandung
Durchblick

Später machen wir uns auf den Wanderweg Richtung Cabo da Roca. Unser Ziel, die Praia Ursa, befindet sich nur nur 4 Kilometer von unserem Startpunkt entfernt. Doch die Strecke ist sportlich etwas anspruchsvoller. Weniger wegen der Auf und Abs, sondern eher wegen der trocken-rutschigen, gerölligen Wegbeschaffenheit. Hinzu kommt die Mittagshitze, der sich heute kein natürlicher Gegner namens Wind entgegenstellt.

Oben auf dem Plateau bieten sich uns sensationelle Ausblicke auf die Küste.

Cabo da Roca
Wilde Schönheit
Praia Ursa
Steinerner Gigant

Wie ihr sehen konntet, hat sich die Praia Ursa auch schon in unser Blickfeld geschoben. Stefan hat natürlich noch den Abstieg hinunter zum Strand im Sinn.

Doch als ich die Wegebeschaffenheit auf der Strecke von oben sehe, entscheide ich: für mich ist hier Schluss! Zu steil geht es bergab auf losem Geröll. Nichts für mich. Und so zieht Stefan alleine weiter.

Ich laufe zurück über kleine aussichtsreiche Umwege und genieße auch dabei die Aussichten.

Grünes Idyll
Aussicht, die begeistert
Pause gefällig?
Strand, einsam

Wieder an der Praia da Adraga angekommen, genehmige ich mir erst einmal im Strandrestaurant ein kühles Getränk und eine Kleinigkeit zu essen. Danach sitze ich eine Weile am Strand und kann mich an der Brandung kaum satt sehen.

Wellenschlag

Zwischenzeitlich verziehe ich mich in den Schatten, verfolge nebenbei eine amerikanisch-portugiesische Hochzeit, …

Die trauen sich was!

… und fotografiere bei einsetzender Ebbe die Stellen zwischen den Felsen der Bucht, die heute morgen noch von der Flut abgeriegelt waren.

Freigelegt
Fels ohne Brandung

Und dann werde ich so langsam unruhig, da Stefan vier Stunden nach meiner eigenen Rückkehr immer noch nicht da ist.

Und plötzlich kommt er angekrochen, auf dem letzten Loch pfeifend 😅. Er hat sich beim abenteuerlichen Auf und Ab sowie dem einen oder anderen Umweg ordentlich verausgabt! Die letzten zehn Höhenmeter ging es so steil auf glattem Stein bergab, dass er auf allen Vieren plus Hinterteil buchstäblich zum Strand der Praia Ursa herunterrutschte. Inklusive 12 Kilo schwerem Fotorucksack auf dem Rücken.

Aber wer fährt denn auch ewig durch die Botanik, keult bei sengender Hitze ohne Schatten bergauf und bergab durch die Landschaft, um dann zehn Höhenmeter vor dem Ziel aufzugeben? Nicht mein Abenteurer! Und er ist zufrieden mit seiner Fotoausbeute. Hat sich sein Einsatz doch gelohnt! Oder? Das heutige Titelfoto (Panoramafoto des Blogbeitrags) ist übrigens auch von ihm.

Der Abstieg
Die Spur der Steine
Zipfelmütze in Schwarzweiß

Zurück mit dem WoMo auf ebenso abenteuerlicher Streckenführung wie auf dem Hinweg. Ab einem gewissen Punkt ignorieren wir letztendlich die allzu absurden Routenvorschläge und fahren der Nase nach weiter. Am späten Nachmittag landen wir wieder in Ericeira. Das Abendprogramm: kochen, draußen futtern, quatschen mit unseren Freiburger Nachbarn, Radler trinken und auf dem iPad Deutschland gegen die Niederlande schauen ⚽️⚽️⚽️. Was für ein abwechslungsreicher Tag!

3 Gedanken zu “Tag 14: Ericeira – Praias Adraga und Ursa

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