Am frühen Sonntagmorgen mache ich es mir auf meinem Sitz am Notausgang bequem. Nix geht über ordentliche Beinfreiheit auf einem Neun-Stunden-Flug. Drei Mahlzeiten, zwei Nickerchen und eine Turbulenz später landen wir dann auch schon pünktlich und unspektakulär auf dem zweitgrößten Flughafen der USA in Chicago.

Das Einreiseprocedere verläuft dieses Mal deutlich schneller als letzten Herbst in New York. Als ESTA-Wiederholungstäterin darf ich mich zu den Inländern in die wesentlich kürzere Schlange einreihen und die Sache am Automaten selbst erledigen. Der Mann am Zoll nimmt mir wortlos und müde lächelnd ein Zettelchen ab, und schon bin ich drin.

Die Blue Line (U-Bahn) bringt mich flott in die Stadt. Ich werfe kurz meine Sachen im Hotel ab und mache mich gleich auf den Weg zu einem ersten kleinen Rundgang durchs Städtchen. Durch die Zeitverschiebung mit sieben zusätzlichen Stunden beschenkt, habe ich noch den ganzen Nachmittag vor mir.

Während in Berlin seit kurzem der Herbst Einzug gehalten hat, geht in Chicago der Sommer in die Verlängerung. Der leichte Wind, der hier immer weht („the windy city“) bringt nur unwesentlich Abkühlung. Aber ich will mich da gar nicht beschweren …

Auf dem Navy Pier herrscht an diesem schönen Sonntagnachmittag relaxte Stimmung bei regem Betrieb am Lake Michigan. Ich streife noch den Nordrand der Innenstadt und schlendere am Wackerdrive den Chicago River entlang. Was für eine beeindruckende Häuserkulisse! Ich schaffe es dann noch, mir ein Ticket für die Bootsfahrt der Architecture Foundation morgen Früh zu besorgen und gehe zurück ins Hotel. War ein langer Tag! Over and out.


 
 
 
 
 
 
 
 
 

16 Gedanken zu “Tag 1 – Jetzt geht’s los!

  1. Dieses mal war der Flug ja eher langweilig (keine dicke Bäckersfamilie an Board?). Eine U-Bahn vom und zum Flughafen. Ich bin beeindruckt. Vielleicht sollte die neue Berliner Regierung, welche das auch immer sein wird, eine große Delegation schicken, die sich das mal anschaut. 😀 @Fotos: da kann ich mich den Vorschreiber/innen nur anschliessen! Guter Azubi 👌🏼

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  2. Lass es Dir gut gehen und schau bloß nicht nach den Wahlergebnissen! @Tman: Du erinnerst mich an einen Artikel im Postillon zum Futur III: „“Ich werde nächstes Jahr im Sommer nach Mallorca in den Urlaub geflogen wären gewesen“…. Erst das Futur III ermögliche dem Sprecher, ein Ereignis in der Zukunft zu beschreiben, das höchstwahrscheinlich nicht eintrifft, weil es ohnehin verschoben wird, nach offizieller Sprachregelung aber eigentlich zutreffen müsste. Beispiele für eine korrekte Verwendung des Futur III sind „Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich gerade meine Koffer aufgegeben hätten gehabt“ oder „Wenn der Pfusch am Bau nicht bald aufhört, wird Hartmut Mehdorn die längste Zeit BER-Manager wären gewesen.““ Und Mehdorn ist jetz welche Vergangenheit?
    Schlaf gut!

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    1. Ja Frau M. aus ach sie wissen schon. Das Futur 2 ist ja schon lange belegt als „Futur bei Sonnenaufgang“. Siehe hier auch die Jodelschule (Loriot). Von daher ist der Postillion seiner mal wieder voraus – klingt aber sehr gewöhnungsbedürftig für meine Ohren!! 😩 Grüße aus dem dicken B.

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    2. Zu spät. Spiegel online hat mich gnadenlos mit den Wahlergebnissen konfrontiert. War aber nicht sonderlich überrascht. Was bin ich froh, dass du und Tman gemeinsam das hohe Lied der korrekten Grammatik anstimmen! Dann kann ich mich weiter ungestört meinen Fehlern widmen 🤓.

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  3. und was ist jetzt: es könnte gewesen worden sein?
    – BER
    – GroKo
    Egal. Mrs. BlueSky macht tolle Bilder und zaubert alle Menschen und Bäume weg. Gilt das mit dem Persönlichkeitsrecht auch auf der anderen Seite des Atlantiks?
    Viel Spaß und weiterhin gutes Wetter die nächsten Tage. Bald spüren die dort auch die Kälte des nahenden Winters…

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    1. Keine Ahnung, ob man hier Persönlichkeitsrechte verletzt, wenn man Leute auf Fotos verewigt. Bisher bin ich jedenfalls noch nicht verhaftet worden 🤓. Denn es sind ja schon Leute auf den Fotos. Schau mal genau hin. Aber es stimmt schon, ich versuche es instinktiv zu vermeiden.

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