Für den heutigen Dienstag habe ich spontan umgeplant. Denn gestern Abend erfuhr ich auf explizite Nachfrage, dass …

… die für heute angesetzte dreieinhalb- bis vierstündige Walbeobachtungstour auf einem Boot ohne Toilette stattfinden wird. Sorry, aber da bin ich raus! Meine Blase ist für derlei Herausforderungen einfach nicht geschaffen.

Aber halb so wild. Erstens habe ich schon mehrere solcher Touren mitgemacht. Zweitens kommt mir auf einer Gruppenreise etwas Me-Time zwischendurch nicht gerade ungelegen. Und drittens ergibt sich bestimmt auf einer meiner nächsten Reisen wieder eine Gelegenheit, diese faszinierenden Meeressäuger in Action zu erleben.

Stattdessen unternehme ich einen kleinen Spaziergang landeinwärts durchs sanft ansteigende Barranco. Mein heutiges Ziel liegt überschaubare drei Kilometer von unserem Hotel entfernt. Auf dem Weg dorthin begegnet mir außer einem Zwei- und einem Vierbeiner niemand. Ruhe pur!

Gemütlichen Schrittes erreiche ich El Guro. In dem kleinen, förmlich am Hang klebenden Dörfchen gibt es abgesehen von der unterhalb des Ortes gelegenen Durchgangsstraße keine Straßen und somit keine Autos. Als Fußgänger bewegt man sich munter auf und ab, nach rechts und links über kleine Pfade und zahlreiche Treppen. 130 Stufen sind zu erklimmen, um überhaupt erst einmal in den Ort zu gelangen.

Geschäfte, Restaurants oder Cafés sucht man abseits der besagten Durchgangsstraße vergebens. Stattdessen serviert El Guro Stille, die nur durch Vogelzwitschern und gelegentliches Rauschen der Palmwedel unterbrochen wird. Die Hauptattraktion des Ortes ist jedoch die Kunst! Denn El Guro war schon immer das Dorf der Maler, Bildhauer und Handwerker.

Genug erzählt! Nun lade ich euch ein, mit mir eine Runde durch dieses wunderschöne Künstlerdörfchen zu drehen.

Na, was sagt ihr? Hat doch was, oder? Für mich jedenfalls hat sich der kleine Ausflug total gelohnt. Auf dem Rückweg lege ich noch einen Einkaufsstopp in einem mitten in den Feldern gelegenen Biolädchen ein …

… und vertrödele den Rest des Nachmittags am Pool. Schön war’s! Morgen und übermorgen steht wieder das Wandern im Vordergrund. Stay tuned!

4 Gedanken zu “La Gomera – Unter Künstlern

  1. Wale da unten hätt ich auch nicht vermutet…da muss die Pipeline eben vorher trainiert werden… VIEL GLÜCK…da ist dann wenigstens noch ne Brise…nicht wie bei diesem Dschungelwetter momentan… 🐳🐋🐬🕊️⛵🛥️⛱️

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  2. Das Problem mit der Blase kenne ich gut 😳. Hätte früher nie gedacht, dass das mal ein Kriterium wird, welche Aktivitäten taugen und welche man besser lässt.

    Die Regenrinne ist ja genial! Da muss man erstmal drauf kommen, so ein Rohr zur Kunst zu nutzen.

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