21. – 23. Februar 2026
Am Samstag wechsele ich das Quartier. Die Wandergruppe von Wikinger …
… ist in einem Hotel im Valle Gran Rey untergebracht. Und somit auch ich. Ich habe Glück und kann mein Zimmer schon gegen Mittag beziehen. Alle anderen aus der Gruppe werden erst gegen Abend anreisen. Es wird spät werden.
Zu spät für ein erstes Treffen, das erst morgen nach dem Frühstück stattfinden wird. Doch davon erfahre ich im Vorfeld nichts. Kommunikationspanne! Die Jungs und Mädels an der Rezeption händigen mir den schon vor Tagen für mich abgegebenen Umschlag unseres Reiseleiters nicht aus, obwohl ich explizit nach für mich abgegebenen Infos frage. Aber egal. Das Hotel ist klein, der Speisesaal ebenfalls. Und so finde ich die Gruppe am nächsten Morgen quasi automatisch.
Die Wandergruppe besteht aus insgesamt 18 Leuten, davon sechs Männer. Die Altersspanne ist recht homogen, ich passe da gut hinein. Die jüngste Teilnehmerin ist 56, der älteste Teilnehmer 70 Jahre alt. Mein erster Eindruck von der Gruppe ist sehr gut, und das wird sich im Laufe der Woche auch so bestätigen.
An diesem Sonntag geht es nach einer ersten kurzen Besprechung gleich los. Nein, nicht mit einer Wanderung! Denn diese einwöchige Reise beinhaltet auch einen meereskundlichen Teil quasi direkt vor der Haustür. Für die meeresbiologische Führung an der Küste braucht es Ebbe. Und die haben wir an diesem Morgen. Ich bin schon sehr gespannt, was wir in der nächsten Stunde entdecken werden.
Während wir uns auf wackeligen Füßen über den steinigen Untergrund bewegen, sehe ich nichts aus dem Bereich der Fauna. Da braucht es tatsächlich den fachmännischen Blick des Meeresbiologen, der seine hiesigen, gut versteckten Pappenheimer kennt und weiß, wo sie sich verstecken.
Wahnsinn, was sich da alles tummelt – und was man als Laie alles übersieht! Tarnung ist in dem Zusammenhang fast alles. Die einen verbergen sich hinter an die Umgebung angepassten Tarnfarben, die anderen durch schlichte Winzigkeit. Andere wiederum hängen schüchtern in ihren Behausungen oder unter Steinen ab. Hier ein paar Eindrücke von Bewohnern, die sonst eher kamerascheu daherkommen. Dass wir alle später wieder aus der durchsichtigen Schale entlassen haben, muss ich sicher nicht gesondert erwähnen, oder?





Diese Biologiestunde der etwas anderen Art ist richtig spannend. Und lehrreich! Wusstet ihr zum Beispiel, dass Seesterne aktive Räuber sind? Sie jagen Seeigel, und das auf ziemlich spektakuläre Weise: der Stern stülpt sich über den Igel und stülpt dann seinen eigenen Magen nach außen, um den Igel zu verdauen. Kein Umweg über Mund und Geschmacksnerven. Total effizient – und irgendwie auch genussfrei, oder?



Am Montag steht die erste Wanderung auf dem Programm. Sie startet ab Arure, hoch oben über dem Valle Gran Rey. Moderate zehn Kilometer, ebenso jeweils moderate 300 Höhenmeter rauf und runter warten auf uns. Vor allem aber serviert uns die Strecke richtig schöne Aussichten. Die Sicht ist gut, wir blicken in tiefe Abgründe. Noch tiefer als die meiner schwarzen Seele 😃.
Dazu gesellt sich – natürlich! – der Problemklassiker auf Gruppenreisen. Kaum nimmst du dir zehn Sekunden Zeit, ein Foto mit dem allzeit griffbereiten Handy zu schießen, schon wirste nach hinten durchgereicht. Da muss man die Fotosegel streichen. Egal, bin ich eben hinten! Und ein paar Schnappschüsse habe ich dann doch noch eingefangen.













Das war wirklich ein gelungener Wanderauftakt! Und ein Walvortrag am Abend stellt sicher, dass wir an diesem Tag nicht nur unsere Körper, sondern auch unsere Gehirne in Bewegung bringen. Morgen ist Kontrastprogramm angesagt. Zumindest für mich. Stay tuned!
Ich glaube es nicht. Die individualtouristische Elke in einer Wandergruppe, schon wieder. Bald erzählst du uns noch von deinem Ausflug mit dem Kegelclub auf Mallorca 😇😉. So langsam habe ich den Verdacht, dieser Blog wurde von einem Bot übernommen, der mit KI die Elke simuliert.
Ich bekomme ein Bild nicht mehr aus dem Kopf: wie ich mit ausgestülptem Magen vor meinem Nutellabrot sitze. Danke dafür.
Aber die Fotos sind mal wieder klasse, also wohl doch ein Original von Elke.
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