Um bei Air New Zealand keine Verwirrung zu stiften, habe ich bei den Buchungen meiner Inlandsflüge auch meinen zweiten Vornamen angegeben. Der steht ja auch in meinem Pass drin. Da wusste ich noch nicht, dass bei Inlandsflügen weder Ausweise noch Handgepäck kontrolliert werden. Jedenfalls ist meine Erheiterung groß, als ich heute morgen meine Bordkarte ausdrucke. Die Beschränkung auf acht Zeichen beim Vornamen hat hier unfreiwillige Komik!

Aber immer noch besser als Wasabi, oder? Nun denn. Hauptsache, der Rest klappt reibungslos. Nach einem überpünktlichen Start landen wir 45 Minuten später in Neuseelands Hauptstadt Wellington, mit rund einer halben Million Einwohnern zweitgrößte Stadt des Landes nach Auckland.

Der Shuttlebus bringt mich nach kurzen Startschwierigkeiten – einer der Passagiere springt kurz vor der Abfahrt wieder aus dem Bus, da er messerscharf geschlussfolgert hat, dass es doch günstiger sei, erst mal den eingecheckten Koffer abzuholen – vom Flughafen in die Stadt. Mein Hotel liegt sehr zentral. Von hier aus kann ich bequem zu Fuß die Innenstadt und auch die Waterfront erreichen. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Petra für den tollen Tipp! Gegen Mittag bin ich dann auch schon am Start.

Im oberen Abschnitt der quirlig-alternativen Cuba Street, in der auch mein Hotel liegt, reiht sich ein Restaurant ans nächste Café an die nächste Bar an den nächsten Second Hand Shop.

„Schöner parken“ ist das Motto einiger Fahrradständer.

Im unteren Abschnitt wandelt sich die Straße zu Wellingtons einziger Fußgängerzone mit entsprechend gemütlichem Flair und genügend Platz zum Verweilen.

Die Bucket Fontain, zu gut deutsch Eimer-Fontaine, zieht immer wieder die Blicke der Passanten auf sich. Nicht nur, aber auch, wenn diese von ihr geduscht wurden.

Die Cuba Street führt direkt auf den Civic Square, an den sich nahtlos die City to Sea Bridge anschließt. Sie führt – Nomen est Omen – direkt an den Hafen. Die originellen Sitzgelegenheiten, die ihr auf dem zweiten Foto seht, stehen im Übergangsbereich von Platz zu Brücke.

Dieser Herr hier demonstriert auf sehr anschauliche Weise, dass wir in der windigsten Stadt der Welt sind. Durchschnittlich weht der Wind mit rund 30 km/h durch die Stadt. An der Hälfte aller Tage pustet er gar mehr als 60 km/h durch die Gegend. Chicago ist ein laues Lüftchen dagegen!

Dem stürmischen Wetter zum Trotz herrscht hier eine sehr lässige Atmosphäre, zu der auch unter den diversen Verkehrsteilnehmern aufgerufen wird.

Sonntags findet am Hafen der Harbourside Market statt. Es gibt hier nicht nur Obst und Gemüse, …

… sondern auch zahlreiche Food Trucks, die Kulinarisches aus aller Welt anbieten. Das passt sehr gut zu dieser multikulturellen Stadt!

Ich ergreife die Gelegenheit beim Schopf und probiere ein vegetarisches indonesisches Gericht bei diesen netten Damen. Beim Bestellen bitte ich ausdrücklich um eine milde Variante. Meine Warnung, ich würde ansonsten auf der Stelle tot umfallen, und zwar direkt vor ihrem Wagen, nehmen sie ernst und kredenzen mir ein Mahl, das meine Zunge gut verkraftet. Sehr lecker!

Frisch gestärkt genieße ich die Aussicht aufs Wasser mal in die eine …

… mal in die andere Richtung.

Dem Shop des Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa – eine Besichtigung wird verschoben wegen des aktuell schönen Wetters – statte ich einen kurzen Besuch ab. Dort bekommt der Alte Sack sein erwünschtes Mitbringsel (siehe heutiges Titelbild). Schließlich muss ich meinen anspruchsvollen Reisebegleiter ja bei Laune halten.

Vorbei an stilvollen Getränkeanbietern …

… schlendere ich immer haarscharf am Wasser entlang in die andere Richtung zu Queens Wharf. Hier ein paar fotografische Impressionen statt vieler Worte:

Die folgende Aufnahme möchte ich mit einer Aufgabe für euch verbinden. Wer als erste/r errät, was das ist, bekommt von mir ein Mitbringsel aus Neuseeland. Aus Gründen der Fairness bitte ich diejenigen unter euch, die schon hier waren und das Objekt kennen, NICHT an der Challenge teilzunehmen. Ich bin schon sehr gespannt auf eure kreativen Ideen!

Als nächstes lande ich am Bahnhof. Ihr wisst schon, dafür habe ich eine Schwäche. Ich freue mich deshalb sehr über dieses hübsche Objekt!

Das gleich dahinter liegende Regierungsgelände hebe ich mir für ein anderes Mal auf. Ein paar Meter weiter werde ich darauf hingewiesen, dass ich einen Tag zu spät hier angereist bin, um am sportlichen Highlight der Woche teilzuhaben.

Der Nachmittag schreitet voran. Der Rückweg zum Hotel ist dann wieder mit zahlreichen Fotomotiven gepflastert. Oh je …

Auf der Zielgeraden nach Hause geht es wieder über den Civic Square.

Am Ziel angekommen, stärke ich mich beim Malaysier gegenüber, während die Waschmaschine des Hotels Frondienste für mich leistet. Ich lasse den Tag gedanklich Revue passieren und muss sagen: Ich bin restlos begeistert von Wellington! „Kann die sich nicht mal entscheiden, welche Stadt ihr nun am besten gefällt“, höre ich manche von euch jetzt seufzen. Nö. Kann sie nicht. Stay tuned!

12 Gedanken zu “Tag 13 – Von Napier in die Hauptstadt: Windy Welly

  1. Oh nein, wie schade. Die Rugby-WM wäre sicher ein tolles Event gewesen. Dafür sind sie mit dem Planet der Affen – Plakat aber auch sehr spät dran. Wow, wieder so ein toller Oktopus! Ach Wellington, ein Träumchen von mir. Irgendwann…und dann sind die Weta Studios fällig! Der windige Typ am Wasser gefällt mir!

    Achja…was könnte das sein? Erinnert mich an „Nummer 5 lebt“ oder „Wall-E“. Vielleicht ein Fernglas?

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    1. Die Frage ist, ob ich für das Spiel überhaupt noch eine Karte bekommen hätte. Falls j: ich wäre ganz sicher dabei gewesen! Wellington wird dir sehr gefallen. Wann geht’s los 😜? @ Fernglas: jetzt biste ja schon schlauer 👍!

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  2. Ui, das fällt mir auch aus der Ferne schwer zu sagen, welche die schickere, schönere Stadt ist.
    Sie scheinen aber No. 1 bei der Größe der Zierkürbisse zu sein. 😀
    @Rätsel: da kommt doch keiner drauf. Ich verrat nix. Denken ist wie googlen nur krasser. Ich habs mir nicht so krass gemacht, in der Hoffnung trotzdem etwas auch NZL zu bekommen. 🤪
    @neuer Begleiter: ach Gott, in süsser Kiwi. Jetzt hat er jemanden zum Schieben seines Rollstuhls. Hauptsache der kleine Neuseeländer bekommt bei der Haltung keine Rückenschmerzen. Dann hast du zwei Geriatrische im Gepäck um die DU dich kümmern musst …

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    1. 😂😂😂 Ja, du bekommst ganz sicher etwas aus NZ, nämlich mich zurück 😘! @ Rätsel: Hast du wirklich erkannt, was es ist? Ich hatte dir doch gar nichts davon erzählt 😳. Gips zu, du hast doch rumgegoogelt statt nachgedacht. @ Kiwi: noch ein zweiter Geriatrischer hat mir gerade noch gefehlt …

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  3. Ach das ist doch einfach:
    – da schmatzt eine Fähre-Landungsbrüche an oder
    – eine Bushaltestelle. Der Doppelstockbus hat nur im Oberdeck eine Tür oder
    – hier rülpst die Stadt ihre Bio-Gase aus der Super-Grün-Verkompostung aus oder
    – das sind Schneekanonen, die bald für Weihnachtsstimmung sorgen oder
    – das sind die Ausgucker der Polizeistation oder so.
    Liebe Elke, viel Spaß weiterhin!

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  4. Schöne bunte Stadt, tolle Bilder. Da unten sind sie wirklich netter beim formulieren von Verbotsschildern …😅zum Rätsel ist mir nichts eingefallen….Weltraumschrott??Abschußrampe für Footballs 🏈,Staubsauger für entlaufene Hunde??Ach, gibt’s Hundebesitzer im Straßenbild….kennst ja meine Präferenzen 😅 Also Elkesabi, sich find Elke-Sabu besser,klingt so afrikanisch….schöne weitere Safari

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    1. Auch sehr kreative Vorschläge für des Rätsels Lösung 😅! @ Hunde: gibt es im Straßenbild. Nicht gerne gesehen sind sie allerdings in Kiwi-Brutgebieten, zumindest nicht ohne Leine. Denn sie reißen nur zu gerne die süßen Jungvögel …

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