Heute morgen verlasse ich Wellington und damit auch die Nordinsel. Sie verabschiedet sich von mir mit stimmungsvollem Licht und tollen Ausblicken.

Die Fähre von Interislander schippert mich in etwas mehr als drei Stunden zur 92 km entfernten Südinsel, auf der ich den Rest meiner Neuseelandreise verbringen werde. Ich habe Glück: die Cook Strait, das ist die Pfütze, die es zwischen den beiden Inseln zu überwinden gilt, gibt sich heute mehr als sanftmütig.

Eine Weile halte ich mich tapfer draußen auf dem obersten Deck.

Dann pfeift mir der Wind doch gar zu sehr um die Ohren. Aber rechtzeitig zur Einfahrt in den Queen Charlotte Sound bin ich natürlich wieder am Start. Die Südinsel empfängt mich mit einem mustergültigen Frühlingstag. Der Sound zeigt sich von seiner besten Seite mit Sonne und 20 Grad.

Und schon sind wir in Picton, dem Dreh-und Angelpunkt zwischen der Nord- und der Südinsel und Verteilerstation zu allen möglichen Zielen auf der Südinsel. Mit seine 4.000 Einwohnern ist es der größte Ort in den Marlborough Sounds. Im Sommer platzt das Städtchen mitsamt seinen Gewässern aus allen Nähten. Aber jetzt im Frühling hält es sich noch in Grenzen. Die Fähre ist zwar proppenvoll mit Leuten, aber die meisten scheinen sich direkt, nachdem sie von der Fähre wieder ausgespuckt wurden, zu anderen Zielen aufzumachen.

Beim Warten auf meinen Koffer bricht große Heiterkeit aus, als ich die kleine Kamera bemerke, die ein Typ auf seinen Gorilla Pod geschraubt hat und sie damit auf die filmische Rundreise auf dem Gepäckband schickt. Das bringt mich ja auf ganz neue Ideen!

Ich beziehe mein Zimmer mit Balkon und grandioser Aussicht auf den Hafen, was mich kurz, aber nur ganz kurz überlegen lässt, ob ich nicht einfach hier auf dem Balkon bleibe! Aber ihr kennt mich. Das halte ich nicht lange durch. Auf nach Downtown Picton, deren Herz im wesentlichen auf der High Street schlägt.

Die sich anschließende Promenade am Hafen ist klein, aber fein, und von hübschen Häuschen gesäumt.

Ich stärke mich in einem der Restaurants und schlendere dann den Rest des Nachmittags immer haarscharf am Wasser entlang. Das macht Lust auf mehr. Ich freue mich schon auf morgen!

13 Gedanken zu “Tag 16 – Von Wellington nach Picton: Die Südinsel

  1. Diese grüne hügelige von Wasser umgebene Landschaft ist einfach ein Traum.😍 Und dann noch dieser blaue Himmel, du Glückspilz. Picton ist mir sympathisch, macht einen charmanten gemütlichen Eindruck. Und der Typ hat die Fahrt auf dem Gepäckband gefilmt? Why? Und warum überhaupt Gepäckband auf einer Fähre?

    PS: nutzt du verschiedene Kameras oder warum sind die Formate der Bilder zum Teil unterschiedlich?

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    1. Die Landschaft ist wirklich grandios! Und das Wetter ist mir bisher mehr als hold. Keine Selbstverständlichkeit hier. Der Typ hat in der Tat die Fahrt auf dem Gepäckband gefilmt 😂. Man checkt sein Gepäck wie beim Flieger ein. Wäre auch mehr als lästig, wenn man es die ganze Zeit mitschleppen müsste. Das ist ja eine riesige Hochseefähre mit mehreren Etagen, Restaurants, Aussichtsdecks, Lounges usw. Man ist mal hier, mal da. Mit Koffer sehr lästig … Die Passagiere mit Auto oder Camper lassen das Zeugs natürlich im Wagen. Ja, ich fotografiere teilweise mit dem iPhone, je nach Situation. Heute z.B. war das häufiger der Fall. Die meisten Fotos fabriziere ich aber mit der Sony. Bei mir auf dem iPad mini sehe ich den Unterschied übrigens gar nicht, wenn ich mir den Beitrag anschaue.

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      1. Da siehst du mal, was ich für ein geschultes Auge habe.😜 Nee Spaß, bei mir auf dem Samsung sind einige normal und einige schmaler/breiter (wahrscheinlich iPhone). Macht ja nix, hat mich nur interessiert. Ja, stimm, bei einer richtig großen Fähre ist es als Fußgänger blöd mit Gepäck an der Backe.

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  2. Oh, wie schön ist es dort! Und auch, dass Du auf dem Schiff zu sehen bist. Die Architektur ist – irgendwie eine Mischung aus USA und wie man sich in Neuseeland historische europäische Architektur vorstellt. Sehr interessant jedenfalls. Ich würde mich am liebsten gleich vom Berliner Hinterhof-Schreibtisch auf eine dieser Inselchen beamen! Gute Nacht.*

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  3. Kaum zu fassen, wie die Zeit vergeht. Schon 16 Tage rum und jeden Tag gibt es wieder wunderschöne Bilder und Kommentare. Mir gefallen die Bilder aus Neuseeland sehr gut, da nun auch mal Menschen zu sehen sind und nicht nur leblose Wolkenkratzer. Besonders natürlich das Bild auf der Fähre. Wir warten auf die nächsten Berichte.

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