Hier ist die versprochene Fortsetzung. Beim Einsteigen in den Bus, der uns vom Festivalgelände zurück in die Stadt bringt, werden alle auf der Liste abgehakt, damit niemand zurück bleiben muss. Der Tourguide ruft über Micro alle auf. Elk Tesch ist auch rechtzeitig an Bord und zügig geht es Richtung Downtown. 

Nach einer längeren Skype-Runde mit Stefan treibt mich der Hunger raus. Die kleine, überschaubare Altstadt, nicht zu verwechseln mit Downtown, wo ich wohne, ist ein kleines Stückchen von der Innenstadt entfernt, aber gut zu Fuß zu erreichen. Wenn man denn den Weg gefunden hat … Die Richtung ist erst mal klar, aber die angebliche Meile (1,6 km), die der Weg bis dahin betragen soll, kommt mir verdammt lang vor. Zumal auch nirgends Hinweisschilder sind. Ich frage einen entgegenkommenden Herrn, der mir weiterhilft. Das kriegen zwei andere Damen mit, die ein paar Meter hinter mir laufen. Und schon habe ich nette Gesellschaft in Form von zwei Lehrerinnen aus Los Angeles, die mal eben fürs Wochenende nach Albuquerque geflogen sind wegen, na was wohl, der Balloon Fiesta. 

Unsere Schicksalsgemeinschaft erweitert sich kurz darauf noch um einen japanischen Studenten, der auch keine Peilung hat. Auf dem Weg in die Altstadt stellen wir fest, dass uns jetzt nur noch jemand aus Afrika und Australien fehlt, um alle Kontinente zu repräsentieren. In Sachen Hautfarben sind wir schon komplett. Amerika wird mit Nord- und Südamerika gleich doppelt vertreten, denn eine der Lehrerinnen stammt aus Ecuador. Als wir erfolgreich die Altstadt gefunden haben, reden und lachen wir noch eine Weile zusammen und gehen dann unserer Wege. 
 


Die Altstadt von Albuquerque ist klein, überschaubar und schnuckelig. Vielleicht ein wenig zu viel touristische Infrastruktur und von daher etwas überladen, aber trotzdem nett. Albuquerque ist ansonsten eine Stadt von mittlerer Größe mit rund 600.000 Einwohnern, die recht zersiedelt und weitläufig ist. Aber Innen- und Altstadt liegen laufbar beieinander. Das ist die Hauptsache. 

Ich lande auf dem zentralen Platz, der mich mit einem putzigen Mariachi-Konzert empfängt. Was mich erstaunt, ist der Umstand, dass da auch Frauen mitmischen. Ich hielt das bisher für eine reine Männerangelegenheit. Vermutlich ist das in Mexico auch noch so, hier aber nicht.

 
 
 Gleich gegenüber befindet sich eine wunderschöne Kirche, die Sant Felipe de Neri Church.
 
 
 Jetzt aber erst mal was essen. Beim Mexikaner, wo sonst :-). Dann lasse ich mich durch die Altstadt treiben, wo aus allen Ecken und Enden Livemusik schallt. Der kuriose Höhepunkt ist für mich eine der weltweit unvermeidlichen peruanischen Bands (da unterscheidet sich die Altstadt von Albuquerque nicht von der Fußgängerzone in Essen), die unter anderem eine Arie aus Puccinis „Turandot“, das Nessun Dorma, auf der Panflöte interpretieren :-).

 
 Hier ein paar Impressionen aus der Old Town:
 


 
 Nicht schlecht ist auch die Bandbreite an Autos, die hier zur Schau gefahren werden.
 


 
 Am hinteren Ende der Altstadt klären zwei Schilder über die geographische Situation auf.
 

 
 Bei einer meiner Pausen, die ich im Schatten verbringe, meldet sich der Alte Sack zu Wort. Es gab ja im Vorfeld der Reise schon Ärger, weil ich ihm verwehrt habe, seinen Eiffelturm mitzunehmen (siehe meine Blogbeiträge zu Paris). Nun fordert er sein Recht und will was Eigenes haben. Kriegt er in Form eines Magnetstickers.
 

 
 
 Jetzt ist er zufrieden. Und à propos Heisenberg. Hier schon mal eine Vorankündigung zu morgen. „Breaking Bad“ Fans wissen Bescheid. Alle anderen können es ignorieren.
 

 
 
 Auf dem Rückweg Richtung Innenstadt komme ich mit einem Parkwächter ins Gespräch, der mich vor den wilden Autofahrern warnen und beschützen will. Er erzählt mir noch ein paar Fakten zu Albuquerque und meint dann unvermittelt. „Hast du dich denn heute auch schön mit Sonnenschutz eingecremt?“ Gefolgt von einem Kurzvortrag über erhöhte Hautkrebsraten in dieser hoch gelegenen, sonnenverwöhnten Stadt. Nun denn, ich lüge mich aus der Bredouille und gelobe innerlich Besserung für morgen …
 Auf dem Rückweg laufen mir noch ein paar hübsche Fotomotive über den Weg. Eines davon mit etwas mehr Grünzeug, wie von manchen von euch gefordert :-).
  


 
Das wars für heute. See you tomorrow!

6 Gedanken zu “Tag 15b – Albuquerque: Alte Zeiten

  1. Das sieht doch alles sehr authentisch aus. Wie man es aus amerkianischen Filmen und TV-Serien gewohnt ist. In Sachen «Breaking Bad» kommt Spannung auf. Auf den Fortgang des Sequels «Better call Elke» bin ich jedenfalls schon sehr gespannt.

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