16. Juli 2021

Gewitter und Starkregen – eigentlich schon für gestern Abend angekündigt und dann doch ausgefallen – gehen gleich am frühen Morgen an den Start und machen uns die Abreise leicht. Der geplante Cafébesuch ein paar Querstraßen weiter fällt aus. Schon nach wenigen Metern wären wir komplett durchnässt gewesen. Stattdessen machen wir es uns nach dem Frühstück im Hotelzimmer gemütlich, während draußen die Welt untergeht.

Feuchte Angelegenheit

Am späten Vormittag legt der Regen eine Pause ein. Gut so! So kommen wir trockenen Fußes zum Bahnhof. Auf unserem Bahnsteig ist ordentlich was los. Im Zug ebenfalls! Doch dieses Mal haben wir mehr Glück mit unseren Sitzen: kein Tischplatz mit Zwangsgesellschaft! Wir haben jeweils einen Platz am Gang. Die Sitznachbarn sind ruhig – und geben durchaus die eine oder andere philosophische Anregung 😎.

Auch das noch!

Und so verläuft die Rückfahrt erfreulich unspektakulär. Allerdings nur bis zur Grenze! In Frankfurt an der Oder endet die Fahrt – zumindest vorläufig.

Diese Zwangspause, deren Ende lange Zeit nicht absehbar ist, nutze ich dazu, mir draußen auf dem Bahnsteig die Zeit mit frischer Luft und interessanten Gesprächen mit diversen Mitreisenden zu vertreiben. Währenddessen hält Stefan drinnen im Zug die Stellung, inhaliert einen Film und behält das Gepäck im Auge.

Lange werden wir im Unklaren gelassen, woran genau die Weiterfahrt nach Berlin scheitert. Doch dank investigativer Recherchen zweier Jungs an Bord erfahren wir kurz vor der Weiterfahrt den Grund: An der Grenze findet immer ein Personalwechsel statt. Das polnische Personal übergibt hier an das deutsche. Doch die deutschen Kollegen sind nicht da! Denn sie befinden sich noch an Bord eines Zuges in Gegenrichtung, der wegen einer technischen Panne irgendwo auf der Strecke liegenblieb.

Und so wurde kurzerhand unsere Lok abgekoppelt, die sich dann auf den Weg macht, um die vermissten Kollegen einzusammeln. Währenddessen harren die nun führerlosen Waggons mit sämtlichen Fahrgästen am Bahnsteig auf die Rückkehr. Das dauert – und bringt uns geschlagene zwei Stunden Verspätung ein.

Puh! Nach rund acht Stunden Unterwegssein mit Maske und ohne landschaftliche Anreize draußen vor dem Zugfenster sind wir dann doch recht froh, am Abend wieder zuhause zu sein. Der Inder um die Ecke kocht lecker für uns. Und so findet der Tag und damit auch die Reise ihren guten Abschluss. Bis zum nächsten Trip!

2 Gedanken zu “Warschau – Rückfahrt mit Tücken

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