Morgens brechen wir die motorisierten Zelte ab und machen uns auf den Weg nach Portimão, rund 30 km weiter östlich gelegen. Die Strecke an sich ist ja sehr überschaubar.

In der Stadt selbst allerdings verzettelt sich unser Navi. Und so landen wir mit unserem Monster-Truck im endlosen Gewirr enger Altstadtgässchen, die zumeist auch noch Einbahnstraßen sind. Nach einigen Manövern landen wir schlussendlich aber doch auf dem im Vorfeld schon ausgesuchten Parkplatz.

Portimão selbst hat nichts Besonderes zu bieten. Nur aus zwei Gründen sind wir hier: Strand und Höhle!

An der Promenade erstehen wir zwei Tickets für die geplante Bootstour. Da uns bis dahin noch etwas Zeit bleibt, schlendern wir entlang der hübschen Promenade, die uns den einen oder anderen sehenswerten Anblick bietet.

Kopfsprung
Korbkarussell

Den fast 2 Kilometer langen Fußmarsch zur Praia da Rocha bei sengender Hitze versüßt uns gelungene Street Art auf dem Weg.

Stadtkulisse
Zimmer mit Aussicht

Besagte Strandbucht steht auf Stefans berühmt-berüchtigter To-See-Liste, die uns bisher immer zuverlässig zu den lohnenswerten Spots geführt hat. So soll besagte Praia dem geneigten Betrachter formschöne Felsen bieten.

Was wir dort allerdings vorfinden, erinnert vor allem in Sachen Füllungsgrad eher an die Playa de Palma mit Hochhauskulisse und Felsen 😅. Pech für uns, dass in Portugal nicht nur immer noch Sommerferien sind, sondern heute auch Sonntag ist! Und so tobt hier am Strand und rund um die sich aneinanderreihenden Fressbuden das Leben! Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon das fette Grinsen im Gesicht derjenigen unter euch, die oftmals schon unsere menschenleeren Fotos beklagt haben 😂.

Aber alles halb so wild, denn soo toll ist diese Bucht auch wieder nicht. Wir sind mittlerweile ja verwöhnt. Nichtsdestotrotz beeindruckt sie durch Details und abwechslungsreiches Farbenspiel.

Kunterbunt
Fels ohne Brandung
Stein im Weg

Zurück zur Marina und rein ins nasse Vergnügen! Vor uns liegt eine rund zweistündige, sehr coole Fahrt mit einem Schnell-Schlauchboot. Wir genießen sowohl den kühlenden Fahrtwind als auch die tolle Küstenszenerie mit ihrem zerklüfteten Relief und den unzähligen Höhlen in vollen Zügen. Sieht doch klasse aus, oder?

Startrampe?
Von Felsen und Höhlen
Oben ohne
Wildschwein oder Igel?
Kein Schimmel

Der Höhepunkt der Tour ist – die Kenner unter euch ahnen es schon – die grandiose Höhle von Benagil, die Stefan mit seinem fetten Weitwinkelobjektiv gekonnt abgelichtet hat.

Die Kathedrale unter den Höhlen

Wieder zurück an Land, flanieren wir entlang der teilbeschatteten Promenade …

Lochmuster

… zurück Richtung WoMo, essen auf dem Weg dorthin noch eine Kleinigkeit und rollen dann vom Acker. Im Städtchen dann noch eine nicht zu übersehende Huldigung an die wahren Nationalhelden Portugals:

⚽️⚽️⚽️

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel passieren wir zwei sehr unterschiedliche und schöne Brücken.

Verspannt
Gebogen

Und schon sind wir am späten Nachmittag in Silves, einem wunderschönen Örtchen im hügeligen Hinterland der Algarve, rund 16 Kilometer von der Küste entfernt. Hier wollen wir heute auch übernachten.

Guter Dinge nähern wir uns dem Stellplatz am Fluß. Und dann das: geschlossen! Geschlossen? Laut Schild gilt das eigentlich nur für Juli und August wegen der üblichen Hitze. Heute aber schreiben wir den 1. September 🧐. Nun gut, fahren wir eben zum nächsten Stellplatz unterhalb des Castelo. Geschlossen. Kommentarlos.

Wieder zurück zum ersten Stellplatz, da neben diesem der schönere und zentralere Parkplatz liegt. Und so richten wir uns ein auf eine Nacht in der Illegalität. Freies Campen ist nämlich in Portugal verboten. Unsere akute Wasserknappheit wird uns hoffentlich nicht bis morgen zum Verhängnis.

Auf zu einem Spaziergang durchs wunderschöne Örtchen. Ihr habt euch heute auch noch nicht genug bewegt? Dann kommt mit!

Licht trifft Farbe
Schwere Last
Rot-Weiß ohne Pommes
Castelo
Mädchenhaft
Farben und Formen
Keine Montage
Grüne Technik
Straßenszene
Rund und blau

Am Ende unseres Rundgangs kühlen wir unsere durstigen Kehlen auf der Dachterrasse des wunderschön gelegenen Café Inglês und genießen bei einem Drink den tollen Blick über Stadt und Land.

Zurück zum WoMo und vorbei am weiterhin geschlossenen Stellplatz. Zufällig wirft Stefan einen Blick auf das Schild an der Einfahrt. Und liest dort, was mir vorhin entging: der deutliche Hinweis auf einen geöffneten Stellplatz 700 Meter weiter 😅! Nichts wie hin mit uns! Platz, Wasser, Strom und Ruhe 👍. Uff, der gefühlten Obdachlosigkeit gerade noch mal von der Schippe gesprungen. Bis morgen!

11 Gedanken zu “Tag 9: Lagos – Portimão/Benagil – Silves

  1. also ganz ehrlich sehr beeindruckende Fotos ! Ich mag halt besonders die Küstenbilder mit den tollen Felsen. Auch die Kathedrale sehr beeindrucken ! Ein Foto ist dabei da tippe ich statt Wildschwein schon auf einen Igel !
    Auch die S/W Bilder super gemacht !!!

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  2. Wo findest du nur immer die knuffigen kurvigen Damen?😍 Was hat es mit dem Korbkarussell auf sich?
    Silvester scheint ja ein toller Ort zu sein, schöne Skulpturen und nette Streetart!
    Die Höhle ist natürlich bekannt. Schönes Foto. Aber das Lochmuster finde ich auch gelungen.😉

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, irgendwie finden mich die Kurven-Modelle immer auf mysteriöse Weise 😅. Dieses allerdings konnte man nicht übersehen. Es stürzt sich direkt an der Promenade mutig ins Getümmel. Ja, Silves ist wirklich klasse!

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  3. so, endlich dazu gekommen Deine und irgendwie auch meine Urlaubserinnerungen aufzufrischen. Benagil und Silves-so schön! Ich habe dieses Jahr Ferragudo für mich entdeckt….gegenüber von Portimao, toller Strand, tolles Nest….solltest Du nochmal in die Gegend kommen. LG Sandra

    Gefällt 1 Person

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