Das Packen gestaltet sich dieses Mal für meine minimalistischen Verhältnisse recht komplex. Dank des umfangreichen Equipments, das die Tour durch die Wüste erfordert (siehe heutiges Titelbild), lande ich bei sagenhaften 18 Kilo. Dazu gesellt sich der kleine Rucksack als Handgepäck, der mit weiteren 6 Kilo zu Buche schlägt. Diese 24 Kilo gilt es bis zum Abflug irgendwie zu bewältigen, bevor ein Großteil davon im üppigen Bauch des Fliegers verschwindet.

Tag 1:

Es war eine gute Entscheidung, schon einen Tag vor Abflug nach Frankfurt zu fahren. Denn bereits in Berlin startet mein Zug mit satten 40 Minuten Verspätung wegen eines technischen Defekts am Triebkopf. Aus dem gleichen Grund kann der angeschlagene Zug auf der weiteren Strecke auch nicht beschleunigen. Und wie sich kurz vor meiner Ankunft herausstellt, entfällt deswegen heute auch der Halt im Hauptbahnhof Frankfurt 😳. Denn dieser ist ein Kopfbahnhof, in dem die Züge die Richtung wechseln müssen. Schwierig, wenn der Triebkopf nicht mitspielt.

Egal, muss ich eben von Frankfurt Süd aus ein paar Stationen mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof fahren, in dessen Laufweite mein Hotel liegt. Insgesamt eine Stunde später als geplant erreiche ich dann mein Ziel. Aber alles entspannt: bis zu meiner Verabredung heute Abend ist noch genügend Zeit.

Den Rest des Tages verbringe ich mit Freunden bei leckerem persischen Essen. Tausend Dank für den schönen Abend, Tončica und Andreas! Das schreit nach Wiederholung 😎.

Tag 2:

Da mein Flug erst am frühen Nachmittag startet, kann ich heute ausschlafen, gemütlich frühstücken und im Hotel herumtrödeln. Am späten Vormittag mache ich mich dann in Begleitung meiner 24 Kilo Gepäck vom Acker. Ein paar Minuten Fußweg zum Hauptbahnhof und 10 Minuten S-Bahn-Fahrt liegen vor mir. Theoretisch. Praktisch steht die Bahn eine Weile untätig im Bahnhof herum. Irgendwann geht es weiter: wegen „betriebsfremder Personen auf der Strecke“ über eine Ausweichstrecke. So lande ich statt im Regionalbahnhof im Fernbahnhof des Flughafens, was mir ein paar Meter mehr Fußweg einbringt. Aber egal, ich habe Zeit.

Per Bus geht es hinüber zum Terminal 2, wo ich mein Hauptgepäck endlich dem gefräßigen Schlund des Fliegers übereignen kann. Bei der Sicherheitskontrolle geben die Jungs und Mädels dann alles. Musste ich bisher immer nur Flüssigkeiten und mein iPad mini auspacken, wollen die Herrschaften hier alles sehen, was irgendwie mit Elektronik zu tun hat. In meinem Fall also fast alles: iPad, Handy, Kamera, das zweite Objektiv, sämtliche Kabel und Adapter und Ersatzakkus landen in einem Körbchen, der nun fast leere Rucksack einsam und verlassen im anderen.

Doch damit nicht genug. Meine Wanderschuhe muss ich ausziehen, damit sie ebenfalls durchleuchtet werden können. Nachdem die gründliche Dame auch unter meinen Fußsohlen und um meine Knöchel herum keinen Sprengstoff entdecken kann, darf ich mitsamt meinem Krempel von dannen ziehen.

Die verbleibende Wartezeit bis zum Abflug nach Dubai nutze ich, um meine diverse Korrespondenz zu erledigen und um in meinem Portemonnaie die vertrauten Euros gegen omanische Rial zu tauschen.

Und dann darf ich endlich den Flieger meiner Träume besteigen: den fettesten Vogel der Airbus-Flotte, den doppelstöckigen A380, der, so informierte mich heute morgen Spiegel Online so passend, künftig nicht mehr produziert wird. Zu komplizierte Technik, zu aufwändig, zu wenig Absatz.

Da ich Holzklasse fliege, muss ich mich mit einem Platz im Unterdeck zufrieden geben. Immerhin am Gang. Und ich muss sagen: hier wird doch etwas mehr Beinfreiheit geboten, als ich das sonst so auf Langstrecken in Economy gewohnt bin 👍.

Die rund sechs Stunden Flug vergehen nach dem verspäteten Start schnell mit Essen, Blogbericht schreiben und einem Film, den ich in Berlin bisher zu schauen versäumt habe. „Bohemian Rhapsody“ ist wahrlich großes Kino! Dem Hauptdarsteller ist die Rolle des Freddy Mercury wirklich auf den Leib geschrieben. Sehenswert, auch für Nicht-Fans von Queen wie mich.

Mit 45 Minuten Verspätung landen wir in Dubai, mithin also schon an Tag 3. Was euch erwartet? Na, die spannende Frage: kriegt sie ihren Anschlussflug oder nicht? Was mich an Tag 3 erwartet, ist zumindest in Sachen Temperatur schon klar.

To be continued!

19 Gedanken zu “Tage 1 bis 2: Berlin – Frankfurt – Dubai – …

  1. Oh, schön es geht wieder los. Spannende Berichte und schöne Fotos werden hier sicherlich zu lesen bzw. sehen sein. Kannste nicht einen Satelliten anzapfen? Für die Liveberichte aus der Wüste. 😏 🐪🐫

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  2. Oh, es geht los. Ich wünsche dir ganz viele besondere Momente auf deiner Reise, in dieses exotische Land. Die Geldscheine, so schön bunt, versprechen schon einiges. Immer den Kopf behüten….🌞🌞🌞🌞🌞

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  3. Wie gut, dass der Beginn Deiner Reise einen Zwischenstopp in Frankfurt geboten hat! Danke auch Dir für den Abend voller Neuigkeiten, vor allem über die anstehende Wüstenwanderung. Übrigens, habe mir im Schnelldurchlauf den NDB Beitrag angeschaut, und war sehr angetan von der Art des Auftretens des Reiseleiters. Bin schon gespannt, was Du berichten wirst. BTW: wie ist der Wechselkurs: wie oft muss man sagen Ohmann Ohmann Ohmann für ein euro?

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  4. Oh Gott, 30 Grad!😱
    Bohemian Rhapsody ist großartig! Aber ich bin im Gegensatz zu dir auch ein riesiger Queen-Fan.😉
    Die Rial-Scheine sind hübsch, so schön bunt. Folgen noch A380-Fotos? Falls nicht, dann bitte auf dem Rückflug. Ich hatte ja noch nicht das Vergnügen, was er bald wohl nur noch mit Emirates geben wird. Ich hatte dir berichtet.
    Das mit der Bahn ist wieder ein Knaller! Bestätigt aber mal wieder, dass man doch lieber sehr viel früher losfahren sollte, wenn man vor hat den Flieger zu erwischen.😏

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    1. Heute sind es nur 26 Grad, aber die Schwüle drückt einen nieder 😅. Bei Fotos vom 380 muss ich passen. Vom Abfluggate aus sah man ihn nicht, nur den vorderen Teil der Pilotenkanzel. Und das Unterdeck sieht mit seiner 3-4-3-Bestuhlung aus wie jede andere Holzklasse auch. Der einzige Unterschied: zu den vorderen Toiletten muss man drei Stufen hochgehen. Der Zugang zum sicherlich wesentlich interessanteren Oberdeck mit Business und First war mir leider verwehrt. Und ja, die Deutsche Bahn 😅 … Dabei fahre ich sooo gerne mit dem Zug!

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  5. Oh die Bahn die Bahn! Wir (Stefan und ich) wollten mal guten Willen beweisen. Du weißt schon, Umwelt und so. Und sind mit dem ICE von Mannheim nach München gefahren. „Das wird so viel stressfreier.“ Hatte er gesagt. „Das wird schön entspannt.“ Hatte er gesagt. Der Zug hatte erst eine Stunde Verspätung wg. „technischem Defekt“. Fuhr dann gar nicht, wg „technischem Defekt“. Ein Ersatzzug wurde herangekarrt. Damit kamen wir dann irgendwann schweißgebadet in München an. Glücklicherweise haben wir uns mehr Zeit als nötig eingeplant, sonst wäre das nix geworden mit dem Flieger.

    Langer Rede kurzer Sinn, wir nehmen von nun an das Auto…

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    1. Ja, mit der DB kannst du deinen ganz speziellen Spaß haben! Ich bin innerhalb Deutschlands ja meistens mit ihr unterwegs. Wir haben kein eigenes Auto, weil wir in Berlin keins brauchen. Nur wenn ich mit Stefan unterwegs bin, mieten wir ab und zu einen Wagen. Ich muss sagen, dass ich bisher gar nicht so viele schlechte Erfahrungen mit diesem speziellen Verein gemacht habe. Anderen scheint es da wohl öfter so zu gehen, wie du es mit eurer Tour nach München beschrieben hast. Wenn es aber darauf ankommt, ich also einen Flug kriegen muss, gehe ich immer auf Nummer Sicher und reise möglichst schon am Vortag an. Wenn ich zu meinen Eltern ins Saarland fahre und den Anschluss in Mannheim verpasse, ist das nicht so tragisch. Nehme ich halt den nächsten Regionalzug. Die fahren ja stündlich. Und meine Eltern lassen mich auch ein Stündchen später noch ins Haus 🙂. Kann aber sehr gut verstehen, dass ihr im Zweifel jetzt lieber auf eure eigenen vier Räder setzt!

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  6. so ich habe bereits angefangen und die Anreise verlief ja schon mal nicht problemlos, aber sie halten sich in Grenzen. Gut ein Tag vorher anreise ist immer auf die sichere Seite gehen DB hin oder her !
    Was die Sicherheitskontrolle betrifft sehe ich das immer so ! Ja wenn es dich trifft nervt es und wenn sie dich auf dem Kicker haben gleich doppelt ! Trotz allem für mich macht es einfach Sinn !
    Also in so einem Vogel würde ich auch mal fliegen wollen aber da habe ich mit meinen Flügen in Europa schlechte Karten !
    Temperaturunterschied klar der macht einem zu schaffen vor allem in der kurzen Zeit .
    Auf dem Titelfoto habe ich Medikamente gesehen und hast gut vorgesorgt soweit dies möglich ist.
    Also morgen kommt der nächste Tag !!

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    1. Ja, ich gehe in der Tat bei der Anreise lieber auf Nummer Sicher und bin lieber zu früh vor Ort. Der Riesenvogel wird ja wohl, wenn ich noch auf dem aktuellen Stand bin, in absehbarer Zeit aus dem Verkehr gezogen wegen Unwirtschaftlichkeit. Umso froher bin ich, dass ich wenigstens einmal das Vergnügen hatte! Ja, bei dieser Tour war es besonders wichtig, bestimmte Medikamente rein vorsorglich dabei zu haben. Denn wir waren ja eine Woche so weit von der Zivilisation entfernt, dass ein Gang zur Apotheke „mal eben schnell“ nicht möglich gewesen wäre. Zum Glück habe ich nichts davon gebraucht!

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      1. Ich stimme dir voll zu was die Anreise betrifft ! Ich habe auf den Flughafen Stuttgart 20 min. Fahrzeit, lasse ich aber immer mit dem Auto hinbringen weil die Parkgebühren enorm teuer sind am Flughafen. Würde ich von Frankfurt oder München fliegen sind das schon mal 200 km ! Stau hin oder her, ich kenne jemand denen ist das Auto unterwegs kaputtgegangen. Nicht großes aber der Flieger war definitiv weg ! So kann es auch gehen per Anreise mit dem Auto !!!
        Klar Medikamente müssen sein, damit man wenigstens für Notfälle gerüstet ist. Es wäre eine Nichtmitnahme schon grob fahrlässig !!!
        Also heute kommt der Teil 3 noch dran !!!

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        1. Ja, man kann mit allen Arten von Verkehrsmitteln bei der Anfahrt zum Flughafen scheitern. Von daher sollte man immer mehr als rechtzeitig starten, egal, auf welche Weise man anreist. @Medikamente: absolut richtig und wichtig! Lieber umsonst mitgenommen als darauf angewiesen sein und nichts Passendes dabei haben.

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