Anfang Juli habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin für zwei Tage in die thüringische Landeshauptstadt gereist. Der ICE bringt mich bequem und komfortabel in 1 Stunde und 45 Minuten ans Ziel. Den knappen Kilometer vom Hauptbahnhof bis zu meinem Hotel an der Krämerbrücke laufe ich, mit nur minimalem Gepäck bestückt, zu Fuß und verschaffe mir schon mal einen ersten Eindruck von der Stadt.

Die Landeshauptstadt und mit 200.000 Einwohnern gleichzeitig größte Stadt des Bundeslandes punktet mit einem weitläufigen mittelalterlichen Stadtkern und zahlreichen Fachwerkhäusern. Martin Luther sorgte durch sein Wirken für den Bekannheitsgrad der Stadt, die im Mittelalter wegen ihrer 43 Kirchen und 35 Klöstern auch das deutsche Rom genannt wurde.

Das Städtchen macht schon auf den ersten Metern Eindruck und wird es auch weiter tun, wie sich im Laufe der beiden Tage hier herausstellen wird. Die Atmosphäre ist lebhaft, aber nicht hektisch. Und, für mich ja immer wichtig: sehr fußgängerfreundlich. Von Anfang an fallen mir überall in der Innenstadt verteilte, sehr vertraute Gestalten auf, die ich kommentarlos hier immer mal wieder einstreuen werde. Zum Beispiel diese beiden hier:

Nach kurzem Boxenstopp im Hotel treibe ich mich an Erfurts Wahrzeichen, der Krämerbrücke herum, eine beidseitig mit Fachwerkhäusern bebaute Brücke. Man kann über sie und um sie herum schlendern, oder es sich am Wasserlauf der Gera gemütlich machen, was bei den sommerlichen Temperaturen wahrlich nicht die schlechteste Option ist.

An einem ihrer Enden, direkt gegenüber der Ägidienkirche, verschaffe ich mir aber erst einmal eine andere Art von Abkühlung. Der Eiskrämer lockt mit ungewöhnlichen und sehr leckeren Eissorten.

Ich entscheide mich für Mapinou und Salziges Toffee-Karamell und genieße die Kalorienbombe auf dem schmalen Bänkchen direkt vor der Tür.

Derart gestärkt, schwinge ich mich auf zur Turmbesteigung der Ägidienkirche. Doch nicht der Kalorienverbrauch, sondern die phänomenale Aussicht aufs Städtchen ist mein Anreiz. Ein Treppchen nach dem anderen windet sich im Inneren nach oben, eines schmaler als das andere. Auf einem der „Zwischendecks“ widerstehe ich nur mühsam der – verbotenen – Versuchung, in die Vollen zu hauen.

Oben angekommen, erfreue ich mich stattdessen an dem tollen Blick über die Stadt bis hin zum Thüringer Wald.

Wieder unten auf dem Boden der Tatsachen, genieße ich das sommerliche Flair rund um die Ägidienkirche am Wenigemarkt …

… und lasse mich weiter durch die Altstadt treiben.

Kurz träume ich mich in die Situation, Schöner Wohnen am Wasser zu realisieren …,

…, bewundere die Blumenkunst mitten im Wasser, …

… ziehe dann weiter und lasse Blumen, nein, Fotos sprechen.

Kurzer Abstecher zum Anger, wo man shoppen kann, was das Zeug hält. Mich interessiert aber anderes. Ihr wisst schon …

Next stop: Fischmarkt. Doch von dem schuppigen Getier ist weit und breit weder was zu sehen noch zu riechen. Bekommt das Rathaus eben meine volle Aufmerksamkeit – und ein kleiner, grüner Wichtigtuer.

Anschließend ein kleiner Schlenker über die charmante Waagegasse mit der Alten Synagoge …

… und wieder zurück Richtung Rathaus.

Die Marktstraße, die von dort zum Domplatz führt, ist zur Zeit komplett Baustelle. Aber ein schmales Gässchen für Flaneure wie mich ist geblieben, ebenso der unverbaute Blick auf die Allerheiligenkirche.

Und dann stehe ich vor der sicherlich bekanntesten Sehenswürdigkeit Erfurts, dem Dom, flankiert von der St. Severikirche, der sich majestätisch über der Stadt erhebt.

Ein Blick auf die Uhr treibt mich zurück ins Hotel. Fix unter die Dusche und gleich wieder los! Ich bin mit Birgit verabredet, die in der Johannisklause, einer berühmt–berüchtigten Kneipeninstitution auf mich wartet. Norbert und Max halten, was Birgit versprochen hat: ein skurriler, witziger Laden mit verdammt viel Lokalkolorit 😎. Sollte es euch eines Tages nach Erfurt verschlagen, schaut ruhig mal bei den beiden Jungs vorbei: http://www.johannesklause.de/

Nachdem wir unsere hungrigen Mägen gefüllt und ausgiebig gequatscht haben, lockt Birgit mich noch zu einem weiteren kleinen Rundgang durch die Stadt, die jetzt im sanften Abendlicht noch besser zur Geltung kommt.

Vor Bodos Staatskanzlei am Hirschgarten lassen wir uns gemütlich nieder. Nichts geht über einen lauschigen Sommerabend! Am Wenigemarkt um die Ecke meines Hotels lassen wir den Abend mit einem weiteren leckeren Eis ausklingen. Danke, liebe Birgit, für die schöne Zeit mit dir!

A propos: jetzt ist aber höchste Zeit fürs Bettchen! Muss ja morgen wieder fit sein. Mit dem Dom im Abendlicht entlasse ich euch in die virtuelle Nacht. Fortsetzung folgt!

2 Gedanken zu “Tag 1: Erfurt – Thüringens Schönste

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