Der heutige Tag ist schnell erzählt. Den Morgen lasse ich langsam angehen, packe meine Sachen und checke aus. Den Koffer deponiere ich im Schließfach unten am Fährterminal, von wo nachher auch mein Bus abfahren wird. Ich gönne mir ein leckeres herzhaftes Frühstück in der Picton Village Bakkerij …

… und schlendere noch ein wenig im Städtchen herum. Dabei komme ich am verwaisten Bahnhof vorbei, der zur Zeit nur von Subway belebt wird. Der Zug nach Christchurch, den ich liebend gerne genommen hätte, wird wohl aufgrund der massiven Erdbebenschäden vom letzten Jahr erst ab 2018 wieder fahren.

Ich drehe noch eine kleine Runde an der schönen Uferpromenade …

… und schwinge mich dann mitsamt meinem Gepäck an Bord des InterCity-Busses. Vorbei an erbaulichen Landschaften (Fotos durchs Busfenster geschossen) …

… und kleinen Ortschaften …

… geht es in rund zweieinhalb Stunden nach Nelson. Beim Check In im Motel gerate ich an die resolute Kathie, die mich gleich mit Infos rund um Nelson und den Abel Tasman National Park versorgt. Da brauche ich mich ja glatt auch nicht mehr zu beeilen, die Touristeninfo aufzusuchen, die hier wie überall in Neuseeland bereits um 17 Uhr die Pforten schließt.

Kurzentschlossen buche ich am Telefon den morgigen Ausflug in den Abel Tasman und schlage dann wieder in der Rezeption auf, um zu fragen, wie wir das wegen des Frühstücks morgen handhaben könnten. Ich würde nämlich nicht direkt am Motel abgeholt, sondern soll zu einem Sammeltreffpunkt kommen, der für mich noch rund 15 Minuten Fußweg bedeutet. Und so früh gäbe es dann noch nichts zu futtern für mich.

Da hat der Touranbieter aber die Rechnung ohne Kathie gemacht! Sofort greift sie zum Hörer und ruft dort selbst an. Es ginge ja wohl überhaupt nicht, dass Gäste auf ihre Empfehlung hin eine Tour buchen und dann noch nicht mal vor der Tür abgeholt würden. Soll die jungen Dame (!) etwa alleine in aller Frühe über die vierspurige Straße laufen müssen? Da ist zwar um diese Zeit nix los, wie sie mir hinter vorgehaltener Hand verrät, aber sie sieht es trotzdem nicht ein. Sie macht so lange Druck, bis der Anbieter sich bereiterklärt, mir ein Taxi zum Treffpunkt zu bezahlen. Nun denn … Die Frühstückszeit verlegt Kathie für morgen trotzdem vor, damit ich mich nicht so hetzen muss. Was für eine tolle Gastgeberin!

Beim ersten kurzen Spaziergang durch die Stadt befolge ich natürlich auch ihren Rat, bei „Cod & Lobster“ zu essen. Das Restaurant sieht nicht nur von außen hübsch aus, …

… sondern kocht auch lecker für mich. Die Gnocchi mit Kürbis und getrockneten Tomaten schmecken richtig gut. Noch ein kurzer Ausflug zur auf einem Hügel gelegenen Cathedral (heutiges Titelbild), und dann geht es zurück ins Motel. Auf dem Rückweg entlang des Flusses entdecke ich im Gebüsch noch etwas Kunst, die ich euch nicht vorenthalten will.

Gute Nacht!

8 Gedanken zu “Tag 18 – Von Picton nach Nelson

  1. Watn Service von den NZlern (in diesem Falle Kathie und der Veranstalter). Und man/frau scheint ja auch recht gut vegetarisch durch das zweigeteilte Land zu kommen, oder? Wie klappts denn unterdessen mit dem Akzent? Schon dran gewöhnt? Oder sprichtst du auch schon so …. 😁

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    1. Ja, mit dem vegetarischen Essen war es bisher überhaupt kein Problem. Man hat zwar nicht die Riesenauswahl, aber irgendetwas finde ich immer. Hier in Dunedin z.B. habe ich direkt downtown ein vegetarisches Café entdeckt, das auch warmen Mittagstisch anbietet. Habe ich dann gestern gleich zugeschlagen 😀👍. An den Akzent habe ich mich gewöhnt. Er ist bei den Leuten auch unterschiedlich ausgeprägt. Bestimmte „Merkwürdigkeiten“ wiederholen sich. Man schaltet dann bald schneller… Beispiel: das E mitten im Wort wird wie ein langgezogenes iiiiiii gesprochen. On the liiiiiift statt on the left mit kurzem e. Ich werde allerdings garantiert nie so sprechen 😂😂😂. Der Amislang ist mir ja bedeutend angenehmer und verständlicher.

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