Seit vier Tagen bin ich nun zurück in Berlin. Den Kälteschock habe ich überwunden, den Jetlag großteils, aber noch nicht ganz. Noch lange bin ich nicht so weit, all die intensiven, schönen Erlebnisse der letzten Wochen komplett verdaut zu haben. Trotzdem ist es nun an der Zeit, ein erstes Fazit meiner vierwöchigen Reise durch die USA zu ziehen. 

Zahlen, bitte: 

Ich war in sieben Bundesstaaten unterwegs: Illinois, Minnesota, Missouri, New Mexico, Arizona, Kalifornien und Texas. Mit Wisconsin, Colorado und Kansas habe ich drei weitere durchfahren, ohne einen Fuß reingesetzt zu haben.

Sieben Zugfahrten (Tagesausflüge nicht mitgerechnet) habe ich genossen mit vier verschiedenen Amtrak-Zügen: Empire Builder, Lincoln Service, Missouri River Runner und Southwest Chief. Hinzu kamen zwei Fahrten mit Grand Canyon Railway. Zusammengerechnet habe ich dabei rund 5.400 Kilometer zurückgelegt. Darunter waren auch zwei Fahrten über Nacht.

Zwei Inlandsflüge habe ich genutzt. Die Strecke von Los Angeles nach San Antonio war mir zu lang und landschaftlich zu unattraktiv. Der Flug von San Antonio nach Chicago war Teil meiner Rückreise.

Zehn unterschiedliche Hotels haben mir als temporäre Heimat gedient. Keines davon hat mich enttäuscht.

Drei unterschiedliche Zeitzonen haben meine innere Uhr auf Trab gehalten. Während der Tour war ich zwischen sieben und neun Stunden hinter euch in Deutschland zurück.

 

So weit die nüchternen Fakten. Nun zum emotionalen Teil. 
 
Was ich vermisse:

Die Sonne! Den ganzen Tag draußen sein, ob in der Stadt oder in der Natur. Die Freundlichkeit und Gelassenheit der Leute und ihre angenehme Fähigkeit zum Small Talk aus dem Stehgreif. Die tolle, mutige moderne Architektur in den Städten. Die grandiose Natur und die schier endlosen Weiten der Landschaft. Die Abwesenheit von Hundekacke auf den Straßen :-).

 
Was ich nicht vermisse:

Die ständige Frage von Tour Guides „Are you guys having fun?“ und die Aussage „Oh nein, da kannst du nicht zu Fuß hin laufen.“ Das Essen („Whyld Ass“ natürlich ausgenommen 😀).
 

 

Meine ganz persönlichen Highlights

Beste Architektur: Chicago

Schönste Seenlandschaft: Minneapolis

Beste Ausstellung: „Route 66“ in St. Louis

Größte positive Überraschung: Innenstadt von Kansas City

Bestes kulturelles Event: Balloon Fiesta in Albuquerque

Schnuckeligste Kleinstadt: Santa Fé

Beeindruckendste Landschaft: Grand Canyon

Leckerstes Essen: „Whyld Ass“ in Flagstaff

Schönste Wanderung: Umgebung von Sedona

Schönster Strand (und das nicht nur, weil es der einzige auf der Reise war): Santa Monica/ L.A.

Stadt mit dem besten Flair: San Antonio

Beglückendste zwischenmenschliche Begegnungen: Colette, Torben, Carola, Kevin und Fabio 🙂
 
Es hat mir riesigen Spaß gemacht, euch live und in Farbe virtuell an meiner Reise teilnehmen zu lassen. Herzlichen Dank an alle Leser und ganz besonders an all die fleißigen Kommentatorinnen und Kommentatoren! Eure Beiträge waren mir nicht nur Ansporn, weiter zu schreiben, sondern auch das Salz in der Blog-Suppe, ohne das sie nur halb so gut geschmeckt hätte.

Der Alte Sack lässt auch recht herzlich grüßen. Er ist froh, wieder sein beschauliches Leben mit seinem geliebten Eiffelturm (nun ergänzt um den Heisenberg-Magneten) auf dem heimischen Schreibtisch führen zu können. Bisweilen war ihm die Reise zu abenteuerlich und unruhig geraten. Ist halt ein – Nomen est omen!

Was mich betrifft, so ist mein Reisefieber erst mal behandelt und im Griff. Aus Erfahrung weiß ich allerdings, dass diese Krankheit immer wieder in Schüben auftritt und nicht lange auf sich warten lässt. Nach der Reise ist vor der Reise. In diesem Sinne: bis bald hier auf diesem Blog!
 
PS: Zu guter Letzt noch ein Beitrag aus der Rubrik „Deleted Scenes“ nach guter alter Filmtradition.

 
 Fünf Beispiele aus der Schublade „Versehen, vergeigt und unscharf“:
 


 
Und hier ein Exemplar aus der Serie „Eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht“:

 

Hintergrund: Flashmob „In voller Klamottenmontur in den Pool stürzen“, in memoriam an Jahrzehnte zurückliegende Urlaubserlebnisse von V. aus B.

12 Gedanken zu “Epilog – Eine Nachlese

  1. Elke, lieben Dank für diesen Rückblick. Und ganz ehrlich, die zuvor „aussortierten“ Fotos am Ende sind ein schöner Ausklang Deines so bilderreichen Urlaubs, an dem Du uns in Wort und Bild hast teilhaben lassen. Danke nochmals dafür.

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  2. Hahahaha. Absolut genial! Also ich finde ja auch, dass das deine besten Fotos sind. Besonders natürlich das letzte. :))

    Ich freue mich schon auf den nächsten Blogeintrag und bin gespannt, wo es dich hinverschlagen wird!

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  3. Vielleicht ein Abstecher nach Kolumbien?Landschaftlich sehr sehr reizvol…lol…dann aber mit spanischer Fuehrung von Fabio…schoen das du hier warst..heute morgen dacht ich so…letzte Woche um diese Zeit waren wir mit Elke in La Panaderia….und Kevin erwaehnt hier und da ALTER SACK….

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    1. Ja, Mittel- und Südamerika fehlen mir ja noch in meiner Sammlung :-). Komme dann gerne auf Fabio zurück. Denke auch noch an die schöne Zeit mit euch! Hehe, Kevin und der Alte Sack, eine Freundschaft fürs Leben 🙂

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  4. Kurz und knapp, aber trotzdem ausführlich. Dein Blog war anregend und versetzte mich in eine gefühlte angenehme Zuhörersituation…
    Vielen Dank für die Möglichkeit der Teilnahme an Deinen Erlebnissen.

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  5. und mir fehlt jetzt „Elke unterwegs“ – was lese ich nur jetzt jeden Morgen?
    Wunderbare Bilder vom Grand Canyon, beeindruckende Architektur z.B. aus Kansas…Impressionen vom „alten Sack“…
    aber was mich tröstet: ich kann Elke in Berlin persönlich treffen! Yeah!

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  6. As time goes bye……schwups is die ELK wieder in der Heimat.Danke für den tollen Bericht und die schönen Bilder.Hat Spaß gemacht.Und Tman ist wieder happy.💝Wohin es dich wohl das nächste Mal zieht?Bin auf jedem Fall dabei.LG nach Berlin.

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    1. Ja, die Zeit ist verdammt schnell vorbei geflogen. Danke, dass auch du hier mit an Bord warst, Spaß hattest und auch sehr aktiv kommentiert hast. Davon lebt letztendlich ein Blog! Ja, bin selber auch schon gespannt, wo es mich beim nächsten Mal hin treibt. Irgendwas wird mir schon einfallen 😀.

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