Den Abstecher in die Twin Cities habe ich in meine Route eingebaut, um Colette endlich mal wieder zu sehen. Wir kennen uns aus der gemeinsamen Jobzeit bei Ecologic und haben uns dort angefreundet. Sie lebt seit einigen Jahren mit ihrer Familie in den USA. 

Es ist nicht so einfach, mich morgens am Hotel zum gemeinsamen Frühstück abzuholen. Die halbe Stadt ist eine Baustelle. Ich hatte mich schon gestern Abend beim längeren Marsch von der Tramhaltestelle zum Hotel über die endlosen Baustellen auf den Straßen und über die vielen gesperrten Abschnitte gewundert, was mich gestern zu mehreren Umwegen in Schlangenlinien gezwungen hat. Die nette Dame an der Hotelrezeption klärt mich auf: In zwei Jahren hat die Doppelstadt die Ehre, den Super Bowl auszurichten. Für diejenigen unter euch, die mit Unkenntnis in Sachen US-Sport gesegnet sind: das ist das Finale der American-Football-Profiliga (NFL) der USA. Und bis dahin muss die Infrastruktur ausgebaut und aufgepeppt werden. Ein langwieriges Unterfangen … 

Nach der ersten Wiedersehensfreude schwingen wir uns auf zum Frühstück im Tiny Diner. Nachdem es morgens eine ordentliche Runde geregnet hat, klart das Wetter jetzt auf, so dass wir im schönen Innenhof des Diner sitzen und klönen können. Anschließend bringt Colette mich in den wunderbaren Park Minnehaha Falls – Danke für diesen klasse Tipp, Colette! Wir verabreden uns für morgen und ich erkunde auf eigene Faust diese grüne Oase. Nach einer Woche Großstadt genießen mein grüner Begleiter und ich den Weg entlang des Wasserfalls bis runter an den Mississippi sehr!
 


 
 Doch der idyllische Rundweg bietet noch mehr: unerwartete Waldbewohner, intensive Farbenspiele auf Sandstein und den sichtbaren Beginn des Herbstes.
 


 
 Nach dem Genuss von so viel frischer Luft zieht es mich zurück in die Stadt. Am U.S. Bank Stadium, der neuen Heimat der Minnesota Vikings (dem hiesigen American Football Team), steige ich aus und bewundere mal wieder die tolle Architektur inklusive Kunst am Bau.
 


 
Dreht man sich um 180 Grad, bietet sich dieser Anblick auf die Downtown von Minneapolis.
 
 
 Auf zum nächsten Tipp von Colette, der Stone Arch Railway Bridge am Mississippi River mitsamt der sehr gelungenen Parkanlage Mill Ruins, die an die Vergangenheit der Stadt mit ihrer ehemals größten Getreidemühle der Welt erinnert.
 


 
 Voller schöner Eindrücke dieser Stadt, von der ich so gar keine Vorstellung hatte, kehre ich quer durch die an diesem Sonntagnachmittag recht verwaiste Innenstadt zum Hotel zurück. Hier noch zwei hübsche Hütten, die meinen Rückweg zierten. Ich kann es nicht lassen :-).
 


 
 Mit diesem Blick aus meinem Hotelfenster auf die Skyline in der Dämmerung sage ich Tschüss für heute. Gute Nacht!
 
 

 

9 Gedanken zu “Tag 8 – Minneapolis: Rendezvous, Natur und Stadt

  1. Ui, ui, ui, wie hast du es geschafft den alten Sack aka „grüner Begleiter“ davon zu überzeugen die Dame mit dem „S“ aka Supergirl nicht einfach mit zu nehmen auf die Reise, so im dunklen Koffer? Im Dunkeln ist gut … 😝

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  2. diese „Naturbilder“… fantastisch! Immer wieder eine Wonne hier auf dieser Seite zu verweilen…
    bin schon gespannt auf die nächsten Bilder, aus meiner Sicht gerne mehr Natur…

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    1. Ja, dann nix wie hin mit dir, die Farm aufreißen! @ Selfie: hauptsächlich ging es mir um die Texttafel. Das Selfie und das Schiffchen sind sozusagen Nebeneffekte. Das war vor dem Stadion der Vikings, den American Footballern der Stadt. Deshalb das Boot mitten in der Stadt.

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