8. September 2024

Adieu, Las Vegas! Wir schnappen unsere Siebensachen, frühstücken bei Denny’s und holen den Mietwagen am Flughafen ab. Los geht’s!

Ja, wohin eigentlich? Hier ein paar Rahmendaten: Wir werden vier Wochen mit dem Auto unterwegs sein und viele der üblichen Verdächtigen unter den National Parks, National Monuments und State Parks näher unter die Lupe nehmen. Drei US-Bundesstaaten werden wir besuchen: Nevada, Utah und Arizona. Am Ende der Tour nehmen wir noch einen Teil der historischen Route 66 unter die Reifen, bevor sich unser Reisekreis in Las Vegas schließen wird.

Unser erstes Ziel heute liegt praktisch vor den Toren von Las Vegas. Das Valley of Fire, wie die Spielerstadt im Bundesstaat Nevada gelegen, erreichen wir nach etwas mehr als einer Stunde Fahrzeit. Das letzte Stückchen geht über eine Schotterpiste, die jedoch problemlos zu befahren ist.

An diesem Sonntag ist auf der gesamten Strecke erfreulich wenig los. Wie wir wenig später feststellen, trifft das auch auf den State Park selbst zu. Sicher ist dies unter anderem dem Umstand geschuldet, dass das Thermometer auch heute auf 41 Grad klettert und viele Wanderwege wegen der Sommerhitze generell bis 30. September gesperrt sind. Hitze kann tödlich sein!

15 $ kostet die Ein- und Durchfahrt. Gezahlt wird pro Fahrzeug, nicht pro Nase. Nun sind wir drin! Vor uns liegt ein neun Kilometer langer Scenic Drive durch das Valley of Fire, der uns den Atem verschlägt.

Wind und Wetter haben Spuren und einzigartige Steinformationen hinterlassen. Der knallrote Sandstein im Valley of Fire wurde durch große Sanddünen während der Jurazeit geformt. Und wenn die Sonne dann wie heute ihre volle Strahlkraft anwirft, brennen die Farben lichterloh. Der Name ist Programm!

Ein Highlight jagt das nächste. Richtig toll! Wir halten an jeder sich bietenden Parkmöglichkeit und laufen dort jeweils ein wenig herum. Wirklich nur sehr wenig, denn die Hitze ist hier im Valley gefühlt noch mal deutlich heftiger als in Las Vegas. Dort verstärkt zwar der reflektierende Asphalt die Hitze, doch man findet zwischendurch immer mal Abkühlung in den Gebäuden oder im Schatten. Das fällt hier weg. Und egal, wieviel wir trinken, klebt uns doch ständig die Zunge am Gaumen.

Was uns neben der Schönheit der Natur ebenfalls beeindruckt, ist die absolute Stille. Sie bringt etwas Erhabenes in diese tolle, vielfältige Landschaft.

Hach, schön war’s! Am späteren Nachmittag reißen wir uns los und fahren weiter gen Norden. Die Fahrt macht richtig Spaß! Dazu trägt die musikalische Untermalung nicht unwesentlich bei. Denn Stefan hat einen Radiosender entdeckt, der voll unseren Geschmack trifft: LL COOL J’s Rock The Bells Radio wird uns bis zum Ende der Reise die Autofahrten mit klassischem Hip-Hop-Sound versüßen. Und die gute Roxanne Shante, die wir noch aus ihren besten Rap-Zeiten kennen, setzt dem noch die moderierende Krone auf.

Wieder zurück auf der Interstate 15, brauchen wir noch rund eine Stunde, bis wir unser Hotel in Mesquite erreichen. Denn wir wollen es ja auf dieser Reise gemütlich angehen und legen deshalb auf dem Weg zum nächsten Ziel eine Zwischenübernachtung ein.

Dort angekommen, setzt bereits die Dämmerung ein. Wir werfen uns in unsere Badesachen und richten uns häuslich am und im Pool ein. Selbst am frühen Abend umhüllen uns dort noch über 30 Grad. So lässt es sich hervorragend im Pool mit Blick auf die in der untergehenden Abendsonne glänzenden Berge und später auf der Liege aushalten. Hach, mehr brauchen wir jetzt nicht. Was für ein Tag!

4 Gedanken zu “Valley of Fire – Es brennt!

    1. Ja, die Steinformationen da sind wirklich irre. Und das ging dann ja noch wochenlang so weiter. Wir dachten zwischendurch immer mal wieder, ob wir Halluzinationen haben oder ob das, was wir sehen, tatsächlich echt ist.

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  1. Halluzinationen sind bei der Hitze nicht ausgeschlossen 😉 Eine traumhafte Landschaft. Aber da wäre wohl ein eingefleischter Fußläufer wie ich im Auto geblieben. Man mag sich die Hitze gar nicht vorstellen. Und schon gar nicht dort für länger ausgesetzt werden, aus welchem Grund auch immer… vermutlich perlt das Wasser aus allen Poren raus, noch während man es trinkt.

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