20. Mai 2023

Unser Rückflug geht erst kurz vor Mitternacht. Dank unseres großzügigen Vermieters José müssen wir nicht bis spätestens 12 Uhr die Wohnung verlassen, sondern dürfen so lange bleiben, wie es für uns und unsere Abflugzeit passt.

Das gibt uns natürlich einen ganz anderen und vor allem entspannteren Spielraum. Zumal es heute, zum ersten Mal während dieser Reise, den ganzen Tag ununterbrochen regnet.

Geflutet

Stefan entscheidet sich für einen gemütlichen Tag in der Wohnung. Ich hingegen fahre kurzentschlossen doch noch mal ins Städtchen zum Shoppen. Ja, ihr habt richtig gelesen! Ein letztes Mal sauge ich die Eindrücke auf dem Weg zur U-Bahn in mich auf. Auf unserem schlicht gehaltenen Hausflur gibt es eine neue Deko, …

Schönheit und Stärke

… im gemeinschaftlichen Waschraum im Erdgeschoss ist an diesem Samstagvormittag ordentlich was los. Der 4 Train Richtung Manhattan kredenzt mir das übliche Publikum der South Bronx. Unter Latinos und Schwarzen falle ich wie immer optisch etwas aus dem Rahmen. Um mich herum dröhnen, auch das ist nichts Neues, lautstarke Telefonate und Musik. Kleine Kostprobe gefällig? Bitte schön!

Tja, Stefan, da haste definitiv einiges an Show verpasst! An der Grand Central Station steige ich aus. Auch hier ist, wie sollte es anders sein, ziemlich viel Leben in der Bude.

Mein Ziel ist nach dem obligatorischen Kaffee ganz klar umrissen. Der UGG Flagstore an der 5th Avenue soll es sein. Denn bei Schuhen habe ich wirklich akuten Nachholbedarf. Während draußen der Regen vom Niesel zum Strömen upgradet, schlüpfe ich hier und da und dort in die unterschiedlichsten Schuhe und greife schlussendlich gleich zwei Paar Treter ab. Soviel auf einmal habe ich seit Jahren nicht mehr geshoppt!

Dermaßen bereichert trete ich den Rückzug in die heimatliche Bronx an, wo ich mich nahtlos in Stefans Chill-Modus einfüge. Dieser komplett verregnete Tag vergeht mit Fußball, Baseball, gemächlichem Kofferpacken, Pizza holen, Futtern und Chillen. Herrlich! Das tut richtig gut nach mehr als zwei Wochen voller Action ohne Pausentag. Tatsächlich haben wir die Wohnung erst am Abreisetag so richtig ausgiebig genutzt. Gerne hätten wir das auch zwischendurch mal getan. Doch das durchgehend gute Wetter ließ uns keine Wahl 😎.

Am Abend ziehen wir von dannen. Terminal 7 am JFK Airport ist überschaubar. Der Check In geht flott und freundlich über die Bühne, die Sicherheitskontrolle geht ebenfalls fix, läuft dafür aber recht unfreundlich ab. Ein Drill beim Boot Camp ist ein laues Lüftchen dagegen. Nun, die Dame in Uniform ist entweder grundsätzlich verhaltensoriginell oder hat einfach nur einen schlechten Tag. Aber auch das prallt lässig an uns ab.

Es geht pünktlich los, wir sind pünktlich da. Nach dem Flug über Nacht landen wir, um sechs Stunden beraubt, gut und unspektakulär am Nachmittag in Berlin. Noch Wochen später schwelgen wir in schönen Erinnerungen an die Zeit in dieser wahnsinnig tollen Stadt. New York, wir werden uns wiedersehen!

Musikalisch kommt das Beste zum Schluss. Im letzten Beitrag zu dieser Reise spendiere ich euch die ultimative New York Hymne. Augen und Ohren auf, Lautstärke hoch und los!

15 Gedanken zu “New York City – See ya!

  1. Na, geschafft und wieder trocken (hinter den Ohren) an den Füßen? Alicia Keys und Jay-Z waren bei Wawos (und den Kids) Reise 2010 der Hit, der an jeder Ecke dröhnte! Und der Times Square sah aus wie auf dem Video…. Yeah!

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  2. wie ich aus diesem Beitrag entnehmen kann war die New York Reise ein voller Erfolg ! Herzlichen Glückwunsch und an die Stadt wirst du dich noch sehr lange erinnern. Schön wenn man ein so tolles Erlebnis mit nach Hause nehmen kann.
    Auch wenn es weit weg von mir ist, habe ich die Beiträge sehr gerne angeschaut ! Super gemacht

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  3. Na bitte, hat dich NY doch tatsächlich zum Shoppen bewegt. Aber bei dem Wetter gab es kaum etwas anderes zu tun und ihr habt die anderen Tage ausgiebig genutzt. Ich glaube gerne, dass du nicht das letzte Mal dort warst 🙂

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  4. Puh, zwei Wochen New York sind aber schon heftig! Mir hat nach drei Tagen Berlin schon die Birne gedröhnt 😀. Kommt halt immer drauf an, was man gewöhnt ist.
    Jedenfalls haben deine Beiträge sogar mir Lust gemacht, da mal wieder hinzugehen.

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    1. Vielleicht hattest du in Berlin zu anstrengende Menschen um dich herum 😇🤣! Würde mich natürlich sehr freuen, wenn du dich tatsächlich mal wieder auf den Weg über den Teich machen würdest. Dann halt ohne Wohnmobil 😁.

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      1. Wobei mich eine Wohnmobiltour durch die Nationalparks der USA schon reizen würde. Wenn nur die Preise nicht wären. 😨
        Und an den Leuten lag es in Berlin sicher nicht. Ich bin einfach das quirlige Großstadtleben nicht gewöhnt.

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        1. Bei einer Tour durch die Nationalparks macht ein WoMo absolut Sinn. Die Preise sind allerdings wohl wirklich durch die Decke gegangen, genau wie bei den Mietwagen. @Großstadtleben: das glaube ich dir sofort. Alles eine Sache der Gewohnheit und der eigenen Lebensumstände.

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  5. Die Zeit im super spannenden
    NY habt ihr in vollen Zügen genossen. Wunderbar und sicher anstrengend! Ich hätte wahrscheinlich einen Ruhetag zwischendurch gebraucht. Mitgebracht habt ihr einen bunten Strauß an unvergesslichen Eindrücken und fantastische Fotos. Danke für deine lebhaften und wunderbar bebilderten Berichte.
    Bin gespannt, wohin es dich /euch als Nächstes verschlagen hat …

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    1. Ja, die Zeit in NY war toll, spannend, intensiv und auch ein wenig anstrengend. Aber wir wollten ja auch keinen Erholungsurlaub machen. Von daher war das schon ok. Aber klar, ein Tag zwischendurch mal nichts tun wäre schon gut gewesen. Doch wir waren zu neugierig und voller Tatendrang 😎. Kleiner Spoiler: der nächste Trip ging in ein europäisches Ziel, das wir sogar mit dem Zug erreichen konnten. Nach einer kleinen Pause geht’s hier weiter mit den Berichten.

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