16. Mai 2023
Wo auch immer ich die Öffnungszeiten des 9/11 Museums nachgeschlagen habe: es war die falsche Stelle. Da stand jedenfalls nichts davon, dass dienstags geschlossen ist. Und was ist ausgerechnet heute? Genau …
Nun denn, verschieben wir unseren geplanten Besuch eben auf einen der anderen verbleibenden Tage. Stattdessen schauen wir uns die raumgreifende Street Art wenige Meter weiter an …


… und flanieren anschließend bei schönstem Sonnenschein den unteren Teil der Hudson Promenade nach Süden hinunter. Dieses Teilstück fehlt uns nämlich noch in der Sammlung.




Anschließend treten wir am späteren Vormittag die von gestern auf heute verschobene Fahrt mit der kostenlosen Staten Island Fähre an. Wir sind nicht gerade alleine an Bord, auch wenn sich heute deutlich weniger Menschen hier tummeln als am gestrigen Nachmittag. Um diese Tageszeit sind eben keine Pendler, sondern überwiegend Touristen an Bord. Dafür geht die Fähre allerdings auch nur alle 30 statt alle 15 Minuten auf die etwa 25 Minuten dauernde Strecke.
Trotz der Massen geht es an Bord entspannt zu, und wir finden auch einen guten Sitzplatz mit Blick auf die Freiheitsstatue und das Ellis Island Immigration Museum.


Auf Staten Island, dem südlichsten und am geringsten besiedelten Stadtteil New Yorks, halten wir uns nicht sehr lange auf. Die Hauptattraktionen sind mit der Fährfahrt sowie dem Blick auf die Skyline Manhattans und die Freiheitsstatue bereits abgehakt. So geringschätzig, wie es sich vielleicht anhören mag, ist es nicht gemeint! Denn der kurze Trip hierher lohnt unbedingt.
Wir gehen von Bord und huldigen dem nahe des Fähranlegers gelegenen 9/11 Memorial samt Skyline-Blick. Das Denkmal hört auf den Namen Postcards und gedenkt den 274 Einwohnern von Staten Island, die bei den Anschlägen vom 11. September 2001 und auch dem Bombenanschlag auf das WTC 1993 ums Leben kamen. Die Mitte des „Bilderrahmens“ zeigt den Ort, an dem einst die Twin Towers standen.


Nach einem leckeren Mittagessen nehmen wir die Fähre zurück nach Manhattan. Und natürlich sichern wir uns die Pole Position für die besten Ausblicke.



Wieder festen Boden unter den Füßen, geht’s direkt in den Untergrund und von dort aus nach Hause. Dort gönnen wir uns die dringend benötigte Siesta. Denn im Gegensatz zu unseren Kameras machen unsere Akkus nach fast zwei Wochen in dieser faszinierenden, aber auch anstrengenden Stadt so langsam schlapp 😅.
Abends ziehen wir wieder los und mischen uns im Brooklyn Bridge Park unter die überschaubare Fotografen-Schar. Zu sechst machen wir es uns mit unseren Stativen (ich allerdings nur mit dem putzigen, kleinen Gorilla Pod) gemütlich, wobei alles unter großer gegenseitiger Rücksichtnahme vonstatten geht. Im Gegensatz zu unseren Erfahrungen mit so manchen ignoranten Selfie-Kandidaten passen die hier Anwesenden von sich aus auf, dass sie nicht in die Shots der anderen hinein laufen.
Stefan vertieft sich in ein Fachgespräch, ich verharre in kontemplativer Wahrnehmung meiner selbst. Und gemeinsam genießen wir die nette Gesellschaft, die tolle Atmosphäre und allem voran die Aussichten auf die Skyline in der blauen Stunde.
Zeit für Experimente! Angefixt von den Ausführungen eines anwesenden Fotografen übernehme ich die Idee, einmal ein Timelapse-Video (auf gut deutsch Zeitraffer) auszutesten. An dieser Stelle geht mein großer Dank an Stefan, der sich für die Erstellung des Videos mit der ihm eigenen großen Geduld mit DaVinci Resolve (Lightroom stößt da an seine Grenzen) auseinandergesetzt hat. Ohne ihn hätte ich wohl hingeschmissen 😅.
Diesem ersten Versuch folgt die Erkenntnis, dass 27 Einzelaufnahmen nicht wirklich dafür ausreichen. Beim nächsten Mal sollten es dann doch eher 70 oder mehr Aufnahmen sein. Doch fürs Erste bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Als die Dunkelheit das Kommando übernommen hat, packen wir ein und ziehen noch ein wenig durch die belebtere Ecke des Parks jenseits der Brooklyn Bridge. Das hat mal wieder so richtig Spaß gemacht heute!
Das Video sieht super aus! In welchen zeitlichen Abständen hast du fotografiert?
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Danke! Zwischen dem ersten und dem letzten Foto lagen rund 40 Minuten. In dem Zeitraum sind 27 Fotos entstanden. Auf die genauen einzelnen Abstände habe ich nicht geachtet. Rein rechnerisch sind es gemittelt 1 Minute und 48 Sekunden.
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Das Bild „kleinkariert gefällt mir besonders gut. Ohne die laufende Frau wäre es langweilig.
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Freut mich. Ja, ohne Vordergrundmotiv wäre das Foto zu „flach“.
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Fantastische Panoramabilder. Da wäre ich aus dem Fotografieren auch nicht rausgekommen 🙂 Schade um das Museum, aber das könnt ihr sicher noch nachholen 😉
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Danke! Ja, es fiel schwer, die Pfoten vom Auslöser wegzubekommen. Das Museum haben wir am nächsten Tag besucht. Bericht folgt!
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schön gefilmt…könnte länger sein…lass es Dir gut gehn, liebe Elke !
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Danke! @Länge: genau das meinte ich ja mit der Aussage, das 27 Fotos einfach zu wenig sind.
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WOW WOW
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Danke!
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Herrlich!
Die Überfahrt mit der Staten Island Ferry habe ich auch damals sehr genossen. Viel schöner als die Insel mit der Freiheitsstatue zu besuchen. Denn wie meistens wirken große Gebäude aus der Ferne besser 😃
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Ja, die Fahrt mit dieser Fähre ist wirklich klasse. Stimmt, mit etwas Abstand wirken große Gebäude meist besser. Ich war übrigens noch nie auf der Insel selbst, um der Dame zu Kopfe zu steigen 😅. Wer weiß. Vielleicht hole ich das dann doch normal nach beim nächsten Mal.
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Das war auch unsere Erfahrung vor 13 Jahren. Herrje, ist das schon lange her. Trotz Flugscham muss ich da mal wieder hin…
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Ja, nix wie hin mit euch!
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Mir gefällt das Video auch mit den wenigen Bildern richtig gut. Aber ja, man merkt Stefans Feinarbeit. 😅 Die Fahrt mit der Staten Island Ferry hatte ich auch auf der Liste. Hat nicht geklappt. Dafür hatten wir zwei andere tolle Schifffahrten. Nächstes Mal. Die Hudson Promenade ist so schön. Da kann man schön die Seele baumeln lassen. Hach, ich vermisse NY schon wieder ein bisschen.
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Freut mich, Verena! Ja, hol die Fährfahrt unbedingt nach beim nächsten Mal. Es lohnt sich absolut. Die Umrundung von Manhattan ist natürlich noch besser. Da habt ihr ja eine gute Wahl getroffen. Ich vermisse New York auch schon wieder 😅.
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