12. Juni 2022

Heute nehme ich Abschied von Boulder. Danke für ein paar schöne Tage! Es war mir ein Fest.

Gleich morgens steige ich in den Bus zurück nach Denver. Vom dortigen Busbahnhof aus nehme ich den kostenlosen Shuttle Service namens Mall Ride in Anspruch, der von frühmorgens bis spätabends in einer Endlosschleife das zwei Kilometer lange Outdoor-Shopping Paradies, die 16th Street Mall, auf und ab fährt. Die komplette Strecke ist als Fußgängerzone gestaltet. Zahlreiche Restaurants und Cafés ergänzen das Angebot, sich finanziell zu verschlechtern. Außer den Bussen verirrt sich hier kein Fahrzeug her. Sehr angenehm und eine absolute Seltenheit in den USA!

Mein Hotel liegt nicht weit von einer der Haltestellen entfernt. Jetzt am späten Vormittag bin ich natürlich deutlich zu früh dran für einen regulären Check In. Doch ich habe Glück und kann mein Zimmer schon beziehen. Mein Eckzimmer im 17. Stock begeistert mich sofort! Es ist geräumig, schön eingerichtet und bietet mir tolle Aussichten über die Stadt.

Room with a view
Convention Center

Fast bin ich geneigt, mich bequem auf meinem Bettchen in dem angenehm temperierten Zimmer auszustrecken und es bei der Aussicht zu belassen. Denn draußen lauern schwülheiße 36 Grad auf mich. Das gleiche Schicksal wird mich auch morgen ereilen. Schon jetzt ist deshalb klar, dass ich mein geplantes Pensum aus humanitären Gründen nicht werde durchziehen können 😅.

Also mache ich mich mental locker und lasse es langsam angehen. Hilft ja alles nichts bei dieser Affenhitze, die vom Asphalt, Stahl, Glas und Beton dieser Großstadt auch noch gnadenlos reflektiert und verstärkt wird. Muss ich eben auf einer meiner nächsten USA-Reisen noch mal einen Stopp hier einlegen. Nichts lieber als das!

Ein paar Worte zu Denver: Die Hauptstadt des Bundesstaates Colorado gibt rund 600.000 Menschen ein Zuhause. Im Großraum der Stadt tummeln sich allerdings rund zweieinhalb Millionen Einwohner. Das entspricht rund der Hälfte aller Einwohner Colorados. Die Stadt liegt auf rund 1.600 Metern Höhe über dem Meeresspiegel, was ihr den passenden Namen The Mile High City eingebrockt hat.

Die charmante Stadt hat eine Menge zu bieten. Neben der unschlagbaren Lage zu Füßen der Rocky Mountains ist sie bekannt für ihre hohe Lebensqualität, schöne Wohnviertel, und eine sehr vielseitige Kunst- und Kulturszene. Insbesondere die Innenstadt ist gespickt mit viktorianischen Gebäuden, die einen reizvollen Kontrast zu den Riesen aus Stahl, Glas und Beton darstellen.

Ich muss gestehen, dass sich mein bisheriges Wissen über die Hauptstadt Colorados hauptsächlich aus der 80er-Jahre-Kultserie Der Denver-Clan speiste 😅. Doch das wird sich nun endlich ändern.

Nach einem Iced Latte lasse ich mich an diesem Sonntag die 16th Street Mall hinunter treiben – immer mit kleinen Abstechern hier und da, wenn mich ein besonderer Anblick lockt. Letztendlich verliere ich mich immer mehr in den kleinen Seitenstraßen. Kommt mit!

Milchig
Mut zur Lücke
Schöner halten
Getürmt
Larimer Square
Kleidsam
Wurst und Bier
Alle zusammen

Und hier finde ich in einer kleinen Gasse auch einen passenden und sehr kontrastreichen Standort für mein im Mai in Athen begonnenes Janus-Projekt.

Schließlich erreiche ich den Denver Performing Arts Complex, das landesweit größte Zentrum für Darstellende Künste. Ein 25 Meter hohes Glasdach überspannt und verbindet zehn Veranstaltungsräume auf dem 12 Hektar großen Gelände. Hier wird performt, was das Zeug hält: von der Oper über Theater, Konzerte, Ballett, Broadway-Shows, Kabarett bis hin zu experimentellen Produktionen ist alles vertreten. Und natürlich überzeugt der Gebäudekomplex auch durch seine beeindruckenden architektonischen Details.

Performt
Angeeckt
Überdacht
Gewölbt
Graziös

Hinter dem Heiligen Gral der Künste erstreckt sich eine ausgedehnte Grünanlage. Dort tanzen zwei Skulpturen ausgiebig und unermüdlich aus der Reihe. Schaut, wie anmutig sie sich bewegen!

Auch auf meinem weiteren Weg durch die Stadt ist die Kunst allgegenwärtig. Und so landet das eine oder andere Motiv auf meinem Speicherchip.

Glitzer
Pferdebox(er)

Auf der Zielgeraden zurück zum Hotel passiere ich das Colorado Convention Center, dem ich mich unter anderem wegen der jetzt ungünstigen Lichtverhältnisse erst morgen widmen werde. Doch das knuffige blaue Bärchen – es hört offiziell auf den Namen I see what you mean – ist heute schon dran.

Käpt’n Blaubär

Oder?

Am späteren Nachmittag wird es immer drückender und heißer. Ich bin platt! Und so entscheide ich mich für den Rückzug ins Hotel, um dort für den Rest des Tages abzuhängen und ausgiebig die formidable Aussicht zu genießen. Der kurz darauf einsetzende Nieselregen macht mir die Entscheidung noch leichter. Und morgen ist ja auch noch ein Tag!

Abgedunkelt
Am Ende des Tages

14 Gedanken zu “Denver – The Mile High City

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