6. Mai 2022

Wir Early Birds nutzen die morgendliche Ruhe, um in der Pláka umherzustreifen. Als Starthilfe muss bei mir allerdings zwischendurch noch ein Kaffee in einem der vielen charmanten „Treppen-Cafés“ her.

Starthilfe

Kaum habe ich das köstliche Gebräu genossen, entdecke ich nur wenige Meter entfernt eine etwas andere Art des Kaffeegenusses. Wie mir der stolze Besitzer des Stilllebens verrät, handelt es sich hier um ein klassisches griechisches Frühstück 😎.

Frühstück auf griechisch

Dann drehen wir weiter unsere Runden durch Athens touristisches Kernstück, das sich wirklich jeder Besucher anschaut. Müssen wir da also auch noch durch? Ja! Wir müssen! Weil Athen hier nun mal am schönsten ist.

Die Pláka ist im übrigen der einzige Stadtteil Athens, der seit mehr als 3.000 Jahren durchgehend bewohnt ist. Ihren historischen Charme hat sich diese Ecke der Stadt trotz der unübersehbaren touristischen Ausrichtung erhalten. Kurioses, Street Art und die Kunst der effizienten Parkplatznutzung kommen natürlich auch nicht zu kurz.

Aufgeklappt
Durchgesessen
Geschlängelt
Zugeparkt

Anschließend besichtigen wir die römische Agora. Sie fungierte einst als Verwaltungszentrum der Stadt unter den Römern. Ave Caesar!

Unter Römern

Von hier aus bietet sich ein kleiner Spaziergang durch die beiden In-Viertel Thissio und Gazi an. Hierbei interessiert uns besonders die Technopolis, ein in einem ehemaligen Gaswerk untergebrachtes Kunst- und Kulturzentrum. Gleichzeitig ist das Gelände einer der größten Athener Veranstaltungsorte, auf dem Konzerte, Workshops und Messen stattfinden. Auch ein Gründerzentrum und ein lokaler Radiosender sind hier untergebracht.

Wie sich herausstellt, ist die Technopolis bis einschließlich Sonntag von einer Bio-Messe in Beschlag genommen. Wir könnten zwar Tickets dafür kaufen und reingehen. Doch das ganze ehemalige Industrieareal ist vollgestellt mit weißen Zelten. Und die stören beim Fotografieren 😅. Deshalb begnügen wir uns mit ein paar Fotos von außerhalb und verschieben den Besuch des historischen Industriegeländes auf ein anderes Mal.

Ausgepumpt
Graue Eminenz

In unmittelbarer Umgebung des Kulturzentrums entdecken wir auch richtig gute Street Art, die sich großflächig auf dem Mauerwerk verewigt hat.

Blickkontakt
Handzeichen
Zugriff!

Direkt gegenüber befindet sich das Archäologische Museum Kerameikos auf dem Gelände eines alten Friedhofes, das wir dann auch noch „mitnehmen“. Doch hier gibt es nicht nur Morbides und alte Steine, sondern auch Quicklebendiges in Form von Blumen und Landschildkröten 😎.

Geblümt
Auf Wanderschaft
Erblüht

Und dann machen wir uns auf den Weg zu der bekanntesten Sehenswürdigkeit Athens, nein, ganz Griechenlands. Wenn von der Akropolis die Rede ist, ist in der Regel Athen gemeint. Doch im eigentlichen Wortsinn bezeichnet ‚Akropolis‘ ganz allgemein und ohne genaue geografische Zuordnung jede griechische Festung oberhalb einer Stadt. Über die ehemalige Verteidigungsanlage, wahrhaft eine steingewordene Machtdemonstration auf dem Götterfelsen, könnte ich der Worte vieler verlieren. Doch das würde hier den Rahmen sprengen. Wer alles ganz genau wissen will, kann sich gerne hier einlesen.

Nachdem wir den Felsen erklommen haben, stürzen wir uns ins antike Getümmel.

Abgestützt

Wir sind nicht gerade alleine hier oben, aber dennoch hält sich der Andrang in Grenzen. Im Sommer zur Hauptsaison möchte ich hier allerdings nicht herumlaufen! Dann rettet den Besucher nur eine ganz frühe Besichtigungszeit davor, mehr Menschen als Säulen und Steine zu sehen.

Gut besucht

Nun, was soll ich sagen? Die Anlage ist natürlich sehr beeindruckend, vor allem das Odeon des Herodes Atticus am Fuße des Akropolis-Hügels, wo bis heute Konzerte stattfinden.

Was für ein Theater!

Die eigentliche Anlage oben auf dem Felsen haben wir uns im Vorfeld etwas größer und weitläufiger vorgestellt. Auch die Möglichkeiten, dort herumzulaufen, sind doch eher limitiert. Das ist aber wohl angesichts der jährlichen Besuchermassen auch nicht anders zu handhaben.

Der Parthenon als Herzstück ist zur Zeit weitgehend eingerüstet. Diverse Baugerätschaften sind im Inneren sichtbar. Doch andere Bauwerke, darunter das sehenswerte Erechtheion, sind ohne einschränkende Bautätigkeiten zu bewundern.

Under construction
Flagge zeigen
Hinter Ketten
Antike Schönheit
Papa Razzo
Reihenweise
Stein auf Stein
Balance
Abgerüstet

Als sehr willkommener Nebeneffekt bietet die auf 150 Metern Höhe gelegene Akropolis auch phänomenale Ausblicke auf die Stadt. Wie ihr euch sicher denken könnt, lassen wir auch diese nicht aus.

Häusermeer

Nachdem wir uns auf dem Götterfelsen ausgetobt haben, lassen wir uns selbigen wieder hinab rollen und überlegen, was wir noch mit dem Rest des Tages, sprich dem späten Nachmittag bei schönstem Licht, anstellen könnten.

Wir sind noch fit und laufen gleich weiter zum Panathenaic Stadion, dem ersten Olympiastadion der Neuzeit. Eine gute Entscheidung! Denn das hufeisenförmige Sportstadion ist wirklich sehr beeindruckend. Und jetzt, kurz vor Ende der Besuchszeit, ist auch nicht allzu viel los. Immerhin bleibt uns noch eine ganze Stunde, die wir auch weitgehend ausnutzen bis buchstäblich kurz vor Toresschluss.

Hufeisen
Aufs Treppchen!
Gelockt
Kurvenstar

Auf dem Rückweg zur Wohnung werden wir Zeugen des Wachwechsels vor dem Parlament und dem Grabmal des Unbekannten Soldaten. Was haben wir gelacht! Nur heimlich natürlich, denn wir wollen ja nicht respektlos erscheinen. Warum? Nun, mit dem streng militärischen Gehabe des Londoner Pendants hat die Show hier nur wenig zu tun. Bommelschuhe mit ‚Steppsohlen‘ werden lautstark über den Boden geschleift, wenn nicht gerade die bestrumpfhosten Beinchen ungelenk nach vorne in die Höhe geschleudert werden. Viel eindrücklicher als jeder Versuch einer Beschreibung jedoch ist das nachfolgende Video. Schaut es euch unbedingt an!

Nun ist es aber endgültig Zeit für den Feierabend. Genug erlebt für heute! Diesen total schönen und erlebnisreichen Tag lassen wir auf unserer heimeligen Dachterrasse ausklingen. Morgen stürzen wir uns wieder ins städtische Abenteuer!

13 Gedanken zu “Athen – Auf den Spuren der Antike

  1. Auch hier muss und kann ich nur ein Lob aussprechen ! Ich war noch nie in Athen aber was du hier geschrieben und vor allem fotografiert hast ist großes Kino.
    Fasziniert hat mich das Foto“Kurvenstar“ und “ Hufeisen“. Was für eine mega Perspektive !
    Auch ein griechisches Frühstück entgeht dir nicht ! Sowas liebe ich einfach !
    Allein schon die Idee zu haben es abzulichten ist nur bemerkenswert. Ich kann es nur bewundern und sowas sieht man nicht alle Tage !! Mit der Antike habe ich es nicht wo wie du weißt, für mich sind das alles einfach nur Steine aber darum geht es auch nicht. Mir gefallen einfach deine Fotos und ein Profi macht sie nicht besser meiner Meinung nach. Wenn ich einen Beitrag von dir auf dem Reader habe weiß ich einfach was mich erwartet, nämlich ein großes Kino !! So genug gelobt sonst stehst du heute Abend im Bett !!

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    1. Wow, Manni, dieser Kommentar hat mich natürlich riesig gefreut! Tausend Dank! Und ja, da muss ich tatsächlich aufpassen, dass ich nicht abhebe 😁. Und all das antike Zeug muss man ja auch gar nicht zwingend mögen. Ich könnte mir vorstellen, dass dir Athen trotzdem durchaus gefallen könnte.

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      1. Also ich muss dazu mal was sagen !
        Ich vertrete die Meinung, dass wenn mir was nicht gefällt ich dies auch äußern darf, das bezieht sich aber lediglich auf meine Person !
        Es soll kein Tadel oder ähnliches sein , sondern nur mein Interesse an bestimmten Dingen.
        Gleichzeitig kann ich aber auch Lob erteilen wenn mir was gefällt und ich möchte dies zum Ausdruck bringen. So bin ich eben !
        Ich kann tadeln aber auch loben alles zu seiner Zeit.
        Ich weiß noch Diskussionen wo es um das Thema Bücher und lesen gegangen ist. Da musste ich Kritik und Unverständnis einstecken ! Ganz ehrlich , mich interessiert das nicht !
        Ich lese nicht gerne und damit basta. Warum soll ich mich rechtfertigen wenn ich es eh nicht tue.
        Ich habe eben andere Interessen und steh dazu.
        Mich begeistern einfach andere Dinge und bin damit bisher ganz gut klargekommen.
        Also ich muss nach Athen definitiv !

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  2. lach, das Frühstück auf griechisch könnte auch Stefans Frühstück sein…
    Deine Bilder der Akropolis, vor allem die beiden ersten, gefallen mir sehr, sie haben so eine eigentümliche Dynamik. Die Beiträge machen Lust auf Griechenland. Das Touristenviertel ist in der Tat richtig hübsch. Nur, wenn ich überlege, wie voll es dort sonst sein mag.. wie auch immer, schließlich ist dieses geschichtliche Wunder etwas, das man gesehen haben sollte. Egal, über wie viele Touristen man dabei auch stolpern mag 😉

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    1. Hehe, mir fallen auf Anhieb da auch ein paar Kandidaten ein, die dem griechischen Frühstück nicht abgeneigt wären. MEIN Stefan gehört da allerdings nicht dazu. Er ist nicht nur Nichtraucher, sondern auch Nichtkaffeetrinker. Da bleibt dann nur noch das Wasser übrig 😅. Schön, dass dir die Fotos von der Akropolis gefallen. Danke! Ja, man muss sich schon gut überlegen, wann man sich in Athen blicken lässt. Im März bei meiner Zwischenlandung aus Santorini war es noch krass kalt. Aber Anfang Mai fand ich sowohl von den Temperaturen als auch vom „Füllstand“ her perfekt.

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