Flagstaff ist eine charmante Kleinstadt mit einem kompakten, überschaubaren Altstadtkern, den man locker an einem halben Tag besichtigt hat, wenn man nicht gerade dem Shopping-Wahn verfällt. Hier leben rund 70.000 Menschen. Die legendäre Route 66 führt mitten durch das Städtchen hindurch, leider an diesem Abschnitt zur vier- bis sechsspurigen Straße ausgebaut. 

Neben der Altstadt punktet Flagstaff vor allem mit seiner attraktiven bergigen Natur und seinem sehr angenehmen, warmen und trockenen Klima. Allerdings habe ich gestern Abend zu spüren bekommen, wie empfindlich es nachts dann abkühlen kann. Was ich schon zu Albuquerque, Santa Fé und dem Grand Canyon gesagt habe, gilt auch hier: wir sind auf über 2.000 Metern Höhe. Von daher darf man sich von den bisweilen hohen Tagestemperaturen nicht täuschen lassen. Außerhalb der Altstadt ist Flagstaff eine typische amerikanische Stadt: ganz auf den Autoverkehr ausgerichtet und von breiten Ausfallstraßen durchzogen, an denen sich Motel an Tankstelle an Fast-Food-Restaurant reiht. Nicht mal ein Supermarkt ist in Laufweite zu finden, obwohl mein Hotel wirklich zentral liegt. Ein Minimum an öffentlichem Nahverkehr gibt es in Form von Bussen zu meinem Glück natürlich schon, aber ein gemütliches Flanieren macht nur in der Altstadt Spaß.

Von daher begebe ich mich auf direktem Weg in den historischen Stadtkern, der wirklich schön ist, viel Flair hat und Lebendigkeit ausstrahlt. Dort vertrödele ich dann auch gemütlich einige Stunden. Denn Action hatte ich in der letzten Zeit ja genug :-). Seht selbst, was für ein hübsches Städtchen es ist:
 

Meine traditionelle Tasse Kaffee trinke ich stilvoll und genüßlich in diesem hübschen Etablissement draußen unter einem der gelben Sonnenschirme.

 

 
 Dass Flagstaff auch eine Uni-Stadt ist, merkt man schnell am Publikum und an den Läden. Zudem hat sie einen alternativen Touch, der sicherlich nicht typisch ist für eine Kleinstadt in Arizona. So lande ich dann auch szenetypisch in einem veganen Restaurant, das mir das beste Mittagessen meines bisherigen Trips serviert. Sorry an das tolle brasilianische Restaurant in Albuquerque, das hiermit auf Platz 2 gerutscht ist. „Whyld Ass“ heißt der Laden. Wer mehr wissen will, schaue hier: http://www.whyldass.com . Die Mitarbeiter sind wild tätowiert, freundlich und können gut kochen. Hier ein Schnappschuss für den ersten optischen Eindruck:
 

 
 Und schon ist der Nachmittag da, und ich lasse mich in Richtung Hotel treiben. Während die Waschmaschine des Hauses für mich schuftet, lungere ich draußen am Hotelpool herum und schreibe den schon angefangenen Beitrag zu Tag 22 zuende. Die Dämmerung und die aufziehende Kälte treiben mich dann in mein hübsches Zimmerchen. Tag 23 wird verfasst, nun bin ich wieder up to date. Over and out, zumindest für heute.

19 Gedanken zu “Tag 23 – Flagstaff: Chillen in der Kleinstadt

  1. Also ich glaube ja, dass ich da auch schon mal war. Aber irgendwie sieht sich manchmal manches so ähnlich 😉 Wie machst Du es eigentlich mit unwiderstehlichen Mitbringsel-Erinnerungs-Souvenir-Verführungen, die auf Deinen Stadtbummelwegen lauern ? Muss dafür immer ein Stück aus Deinem Gepäck weichen und wenn ja, in welcher Reihenfolge? Ach, und hier ist es so naß und kalt 😦
    Liebe Grüße!

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    1. Ist doch gut möglich, dass ihr da vor ein paar Jahren auf eurer USA-Reise vorbeigekommen seid. Frag Uwe, der weiß das als Route-66-Fan garantiert noch. Die Frage zu den Mitbringseln stellt sich bei mir nicht, denn ich bin, was das anbetrifft, wirklich völlig immun! Habe bisher genau 2 T-Shirts gekauft – und zwei Hosen für Stefan. Aber letzteres ist nur dem Umstand geschuldet, dass er in Deutschland kaum Hosen findet, die seinen langen Beinen gerecht werden. Die vielen Souvenirläden lassen mich wirklich kalt. Ich schaue mir das zwar manchmal an, amüsiere mich hier und da, finde auch manches schön, aber haben muss ich es dann nicht. Von daher muss auch nix aus dem Köfferchen wandern! Und ja, ich habe schon gehört, mit was für einem gruseligen Wetter ich demnächst in Berlin rechnen muss … Umso mehr ein Grund, mich hier so viel wie möglich draußen an der frischen Luft mit viel Sonne rumzutreiben. Auf Vorrat quasi.

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