Tag 16

Seit gestern plagen Stefan Halsschmerzen, die auch über Nacht nicht schwächer geworden sind. Und so entschließt er sich, heute einen gemächlichen Tag mit viel heißem Tee in und vor dem WoMo zu verbringen.

Ich ziehe gleich morgens los zum Strand …

Schutz und Respekt

… und genieße eine Stunde lang die Leere und das atemberaubende Spiel der Wellen.

Anschließend spaziere ich entlang der Promenade Richtung Altstadt. Dort sind die Gassen gerade so breit wie die Autos. Sobald sich eines hier hindurch quetscht, bleibt den Fußgängern nichts weiter übrig, als sich flott an die Wand zu pressen. Zum Glück kommt es nicht allzu häufig vor.

Ich genehmige mir einen Eis-Cappuccino in einem Café an der Promenade und gehe danach hinunter zum nächsten Strand. Der aufmerksame Rettungsschwimmer steht immer in den Startlöchern, wenn sich jemand dem Wasser nähert. Denn die Wellen sind mannshoch. Und wieder einmal ist die gelb-rote Flagge gehisst. Eine grüne wird vermutlich selten benötigt 😎. Dies hier ist zwar kein Surferstrand, aber Schwimmen scheint hier auch eher schwierig.

Hoch in die Altstadt durch teils bekannte, teils noch nicht bekannte Gässchen, …

Schöner eintreten
IAA – Internationale Auto-Altstadt
Vorzeige-Fassaden

… immer mal wieder die Küste …

Felsengrün

… und auch Verspieltes im Blick.

Monströs

Zeit für einen Mini-Lunch! Ich vertilge einen Wrap mit Avocado, Tomate und Rucola in einer urigen Surferkneipe namens Sunset Bamboo Bar mit ihrem originellen Fassadenschmuck…

Bullig

… und mache mich anschließend wieder auf den Rückweg Richtung Campingplatz.

Der Nachmittag vergeht entspannt im Schatten des WoMos. Die wilde Surfer-Jugend gegenüber grillt und erfreut uns mit guter Musik, die so gar nicht zu der Altersklasse passen will: Blues, Rock und diverse alte Klassiker 👍.

Am späteren Nachmittag packe ich weitestgehend unsere Sachen. Je weniger wir morgen früh erledigen müssen, desto besser.

Abends noch kurz runter zum Strand. Dort genießen wir ein letztes Mal den romantischen Sonnenuntergang und sehen der letzten Nacht im WoMo entgegen.

Tag 17

Der Wecker klingelt früh. Denn wir müssen nicht nur uns und unser restliches Hab und Gut startklar machen, sondern auch das WoMo in einen abgabefähigen Zustand versetzen: Chemie-Toilette leeren und reinigen, verbrauchtes Wasser ablassen, frisches Wasser einfüllen und eine schnelle Grobreinigung innen vornehmen. In Ruhe frühstücken muss natürlich auch noch drin sein.

Um 9 Uhr muss das Teil wieder vor den Toren der Vermietung in Sintra stehen. Bis dorthin sind es überschaubare 32 Kilometer. Doch so mitten im Berufsverkehr wissen wir nicht, was uns eventuell in die Quere kommt.

Seit ein paar Tagen macht ein Running Gag bei uns beiden die Runde. Wir sind hier in einem Land, in dem die Menschen tendenziell später schlafen gehen und entsprechend morgens auch später aus den Federn kriechen. Wir sind der Gegenentwurf dazu 😅.

Und so fantasiert Stefan seit Tagen davon, am frühen Morgen einmal aus reiner Boshaftigkeit „Bom dia, ihr Schlafmützen!“ über den Campingplatz zu schmettern. Heute wäre eine gute Gelegenheit dazu, doch letztendlich verkneift er es sich doch. Die Nachteulen dieser Welt haben da bekanntlich eher weniger Hemmungen 😅.

Kurz vor dem Ziel wird die Kiste noch vollgetankt und kurze Zeit später abgegeben.

Spiegelbild

Wir kriegen vom Vermieter einen Transfer zum Bahnhof in Sintra und nehmen den nächsten Zug nach Lissabon.

Aus traditionellen Gründen gönnen wir uns ein Getränk bei Starbucks im Bahnhof Rossio. Wie immer ein Quell der Freude!

😎😎😎

Auf zum Hotel, wo wir von einem großzügigen kostenlosen Upgrade überrascht werden. Gebucht hatten wir ein Studio, und nun beziehen wir ein großes 2-Zimmer-Apartment mit Küche 👍.

Und hier endet meine Berichterstattung über unsere dreiwöchige Portugalreise, auch wenn uns noch ein paar Tage vom Rückflug nach Berlin trennen.

Die nächsten Tage machen wir Lissabon unsicher, wo ich zwei Jahre zuvor bereits alleine ein paar Tage verbracht habe. Meine Eindrücke von „damals“ (acht eigene Berichte und einen Gastbeitrag) findet ihr hier.

Ich übergebe hiermit feierlich den Staffelstab an Stefan! An unserer diesjährigen gemeinsamen Zeit in der portugiesischen Hauptstadt wird er euch mit einer exklusiven Auswahl seiner Fotos virtuell teilhaben lassen. Freut euch darauf!

2 Gedanken zu “Tage 16 und 17: Ericeira und Szenenwechsel

  1. Aaaaah, da isser ja.🤣 Oder ist das etwa ein Sonnenaufgang?
    So ein Feigling, der Stefan. Das wäre doch DIE Gelegenheit gewesen. Nochmal passiert das sicher nicht, zumindest nicht auf einem Campingplatz, wa?😉
    Ich bin gespannt, was er uns Lissabonfototechnisch so bieten wird.

    Gefällt 1 Person

    1. Nee, das war in der Tat ein Sonnenuntergang! @ Feigling: er hat stattdessen die nächste Gelegenheit ergriffen und beim „Auszug“ aus unserem Hotel in Lissabon die „Bom dia, ihr Schlafmützen“-Nummer am frühen Morgen im Flur vor den Zimmern abgezogen 😂. Und ja, auf einem Campingplatz wird er die Chance wohl nicht mehr kriegen. Zumindest nicht mit mir 😜.

      Gefällt 1 Person

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