Dachtet ihr wirklich, ihr kämt davon? Dann kennt ihr mich aber schlecht!

Heute wollen wir austesten, was die Londoner Kunst- und Museumsfront aktuell für uns bereithält. Wir beginnen im Stadtteil Westminster, wo direkt gegenüber des Marble Arch das Moco Museum seine Heimat hat. Es ist, ihr könnt es euch schon denken, für moderne Kunst bekannt.

Werke von Warhol, Picasso, Haring, Banksy, KAWS, Koons, Hirst (um nur die Bekanntesten zu nennen) gehören zum Repertoire des Museums. Die Sammlung, bzw. das, was gerade davon zu sehen, ist klein, aber fein. Und auch ziemlich originell!

Die größte Überraschung erwartet uns jedoch im obersten Stockwerk, wo die Sonderausstellungen gezeigt werden. Aktuell sind hier Werke von Robbie Williams zu sehen. Eine zufällige Namensgleichheit? Weit gefehlt! Es ist tatsächlich der Sänger, der hier mutig und offen seine Fassade ablegt und sich mit den Mitteln der Kunst ernst und zugleich selbstironisch mit Themen wie psychische Gesundheit, Angst, Selbstliebe und Körperbild auseinandersetzt.

Ich zeige hier eine kleine Auswahl der ausgestellten Werke, die beispielhaft verdeutlichen, zu welchen ungewöhnlichen Stilmitteln er gegriffen hat. Verletzlichkeit als Stärke wäre auch ein guter Titel gewesen. Doch er wählte eine unverblümtere Ausdrucksweise. Die Ausstellung ist übrigens noch bis zum 9. März 2026 im Moco Museum in London zu sehen.

Jetzt brauchen wir eine kleine Stärkung, die wir im Café Feya zu uns nehmen, das gleich um die Ecke des Museums liegt. Mit viel Liebe zum Detail wird hier der Tisch für uns gedeckt.

Nun nehmen wir den Bus ins schicke South Kensington. Auf dem Weg dorthin passieren wir auch das nicht minder schicke Knightsbridge. Mit einem guten Platz im Oberdeck gesegnet, verbringen wir eine sehr kurzweilige Fahrt mit guten Aussichten.

Unser nächstes Ziel ist das National History Museum. Es ist eines der größten naturhistorischen Museen weltweit, bekannt für seine beeindruckende Architektur und seine riesige Sammlung von über 80 Millionen Objekten. Wer sich schon immer einmal näher mit Evolution, Ökologie und Erdgeschichte beschäftigen wollte, kann hier locker etliche Stunden verbringen. Der Eintritt ist, wie in vielen anderen Museen Englands, kostenlos. Doch Spenden sind sehr willkommen.

Zugegeben: unser Hauptfokus liegt hier auf der Architektur. Doch wir schauen uns natürlich auch ein paar Ausstellungsräume an. Allzu lange halten wir aber nicht durch, denn das Museum ist mehr als gut besucht, vor allem von der größten Zielgruppe: Familien mit Kindern. Was für ein Gewimmel und Gewusel! Beeindruckend ist es als Gesamtkonzept aber allemal.

Anschließend laufen wir die Brompton Road in Richtung Innenstadt entlang. Dabei passieren wir das edel-altmodische Kaufhaus Harrods

… und schärfen ganz nebenbei unseren fotografischen Blick für alltägliche Szenen einer Großstadt.

Unser Rückweg führt uns vorbei am Hyde Park, wo wir sogleich die U-Bahn zurück ins Hotel nehmen. Kein gepflegter Spaziergang durch die berühmte Grünfläche? Nö. Denn heute begleitet uns schon den ganzen Tag zwar trockenes, aber sehr graues und vor allem feuchtkaltes Wetter. Der Herbst ist da. Und wir bleiben London noch ein wenig erhalten. Stay tuned!

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