Für die erste Nacht in einer anderen Zeitzone haben wir relativ gut geschlafen. Man muss dann wohl doch einfach nur müde genug sein. Trotzdem sind wir natürlich recht früh wach und auch zeitig unterwegs auf den Straßen der Stadt.

Unsere Wohnung ist zwar nicht die tollste, aber die Lage ist super zentral. Direkt um die Ecke werfen wir einen kurzen Blick ins Eaton Centre, eine Shopping Mall mit über 350 Läden.

Und gleich nebenan schlägt das Herz der Stadt, der Nathan Phillips Square (heutiges Titelbild) mit altem …

… und neuem Rathaus.

Wir lassen uns entlang der quirligen Queen Street mit ihren bunten Läden, Cafés, Restaurants und eigenwilligen Fassadengestaltungen treiben …

und biegen dann wenig später nach Norden ab, um das schicke Gebäude der OCAD University zu bewundern.

Gleich dahinter liegt die Art Gallery of Ontario, auf die ich später noch einmal zurück kommen werde. Nehmt hier schon mal den Anbau von Frank Gehry, der das Ensemble seit 2008 bereichert.

Direkt gegenüber der AGO verfolgt uns Vincent van Gogh mit seinem durchdringenden Blick. Der Effekt der konkaven Gestaltung ist wirklich verblüffend!

Das konvexe Gegenstück auf der Rückseite ist nicht minder beeindruckend.

Auf dem Weg zurück in südlicher Richtung begegnen uns noch das eine oder andere Graffiti und andere farbenfrohe Fassaden und Gebäudeteile.

Klasse sind auch die teils nostalgischen, teils modernen Straßenbahnen, die hier auf einem erstaunlich dichten Netz unterwegs sind.

Jetzt nähern wir uns dem Entertainment District in Höhe der King Street und streifen in der Gegend um die Roy Thomson Hall herum.

Puh, es ist ganz schön drückend schwül geworden um die Mittagszeit herum. Zeit für eine kurze Siesta im Schatten am Fuße der Berge.

Das denkt sich auch dieser Zeitgenosse, der es in der Mittagspause offenbar gerne etwas lässiger angeht.

Hier wird jedoch nicht nur gechillt, sondern auch all derer gedacht, die beim Bau der Stadt unter oftmals tragischen Umständen ihr Leben gelassen haben.

Wir laufen gen Osten und landen im Financial District um die Bay Street herum. Hier an der Wall Street Kanadas geben sich zahlreiche Bürotüme die Ehre.

Das ungekrönte Prachtstück in dieser Ecke der Stadt ist jedoch der Brookfield Place mit der Galleria von Calatrava. Das Teil ist doch der Hammer, oder?

Wir sind so fasziniert von der Architektur, dass wir um ein Haar diesen imposanten Herrn in voller Montur übersehen hätten:

Nach einem leckeren Futterstopp bei Copper Branch lassen wir uns weiter gen Osten treiben und streifen die Altstadt. Das Flat Iron (auch bekannt als Gooderham Building) …

… hat nicht nur eine interessante Geschichte, sondern auch eine originelle Rückseite zu bieten.

Vor dem Eingang zu dem heute als privates Bürogebäude genutzten Bau kommen wir mit Mr. Andrews ins Gespräch, der hier nicht nur als Wachmann, sondern auch als CEO (in dem Fall Chief Elevator Officer 😎) tätig ist. Stolz bittet er uns hinein und zeigt uns einen der letzten und ältesten noch von Hand betriebenen Fahrstühlen der Stadt. Das schicke Teil ist aufwendig mit Holz und bunter Glaskunst gestaltet. Nachdem wir einiges über den Namensgeber Mr. Gooderham erfahren haben, ziehen wir weiter.

Der St. Lawrence Market hat heute geschlossen. Doch der Anblick von außen ist auch nicht zu verachten.

Dann stolpern wir mehr oder weniger zwangsläufig über diese Fundstücke:

Gleich um die Ecke lauern das Sony Centre for the Performing Arts …

… und die gegenüberliegende ultimative Attraktion für alle Eishockeyfans, die Hockey Hall of Fame.

Auf zur Waterfront, wo wir ein wenig abhängen und uns einen ersten Eindruck verschaffen wollen.

Schon etwas fußlahm – am Ende des Tages wird sich herausstellen, dass wir heute schlappe 19 Kilometer gelaufen sind -, schaffen wir es immerhin noch, Karten für Freitagabend zu reißen. Wofür? Das erfahrt ihr noch früh genug 😜! Nun aber auf in die U-Bahn, die zwei erschöpfte Touris in die temporäre Heimat bringt. Bis morgen!

8 Gedanken zu “Tag 4: Toronto – einmal querbeet

    1. Danke! Und ja, Calatrava erfreut immer 😎. @ Lake Ontario: Antwort Nummer 2 ist richtig. Sein Ufer befindet sich heute rund 800 Meter weiter südlich, da im 19. und 20. Jahrhundert der größte Teil des inneren Hafens durch Landgewinnung aufgefüllt wurde.

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    1. Nee die Mapple Leafs spielen nicht im Sommer. Da ist Baseball-Zeit. Mit der NHL (für weniger Versierte: Eishockey) da geht es m. E. erst wieder Anfang Oktober los und endet dann so Anfang April 2019.
      Ups, jetzt habe ich es verraten … 😕

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  1. Der Brunnen ist ja geil.😂 Wie sie alle den Knochen anhimmeln. Die Brick Wall gab mir ebenfalls Rätsel auf…nun bin ich ja schon schlauer. Interessant auch die akzentuelle Darbietung der Orange!😜 Was ich mich noch gefragt habe: diese Uni, ziemlich am Anfang deines Beitrags, sieht ja sehr originell aus, aber…wie kommt man denn in die aufgesetzte obere Etage?
    Alles in allem macht Toronto einen guten ersten Eindruck! Weiter so!👍

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    1. Ja, der Brunnen ist echt klasse! An einer Stelle sitzt auch noch eine Katze, die völlig konsterniert aus der Wäsche guckt 😂. Die Uni-Frage hat sich ja durch Zeitablauf schon erledigt, wie ich eben gelesen habe 😅. Freut mich, dass dir Toronto bisher gefällt!

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