18. November 2021

Meine heutige Tour startet auf „meiner“ Seite des Guadalquivir, dem Stadtviertel Triana mit seinen bunten Häusern und historischen Kirchen. Triana ist einer der ältesten Stadtteile Sevillas. Er steht für die Tradition der Seefahrer und Töpfer und gilt als Geburtsstätte des Flamencos. Seinen modernen Touch verleiht ihm sein Ruf als quirlige Ausgehmeile.

Ich schlendere am Ufer entlang und biege dann ab in die an diesem Morgen noch recht verschlafenen Gässchen. An vielen Stellen fallen mir die wunderschönen Azulejos (durch Fliesen gestaltete Wandbilder) auf.

Fliesenleger
Kirchgang
Farbenfroh
Rosarot
Verkuppelt

Anschließend überquere ich die Puente de Triana und riskiere vom anderen Ufer aus ein paar ausgiebige Blicke auf die sehenswerte Brücke und das Kunstwerk vor meinen Augen.

Verbogen

Am zur Innenstadt gelegenen Ufer laufe ich bis zum Torre del‘Oro, den aufmerksame Leserinnen und Leser bereits in den vorangegangenen Berichten über Sevilla zu Gesicht bekamen. Dort erstehe ich gegen Mittag ein Tagesticket für den Hop-On Hop-Off Bus und lasse mich gemütlich durch die doch recht weitläufige Stadt gondeln. Interessiert lausche ich den über Kopfhörer zugeführten Infos, bis ich am Stop 8 den Bus verlasse. Dort wartet nach ein paar Hundert Metern ein kulturelles Highlight der Stadt auf mich, das ich mir auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen möchte.

La Cartuja blickt auf eine lange und recht abwechslungsreiche Karriere zurück. Sie begann im 15. Jahrhundert als Kloster für Kartäusermönche. Im 19. Jahrhundert schulte es zur Keramikfabrik um und agiert heute als Zentrum für zeitgenössische Kunst.

Was soll ich sagen? Die weitläufige Anlage ist der Hammer! Es ist erfreulich wenig los mitten in der Woche und mitten am Tag, aber auch nicht völlig ausgestorben. Den verwunschenen kleinen Park hinter dem Gebäudeensemble habe ich fast für mich alleine. Dieser Stopp hat sich absolut gelohnt!

Vielseitig
Geschlotet
Handarbeit
Ausgestellt
Ist das alles?
Betschwestern
Rauchverbot

Nachdem ich mich dort ausgetobt habe, nehme ich den nächsten Bus und fahre die Tour „zu Ende“. Etwas außerhalb der Altstadt steige ich aus – und fühle mich gleich in eine Filmkulisse versetzt! Inmitten der weitläufigen Grünanlagen des Parque de María Luisa stehe ich vor einem halbrunden Gebäude mit einem Durchmesser von sagenhaften 200 Metern. Hier an der Plaza de España steht das Hauptgebäude der Ibero-Amerikanischen Ausstellung von 1929. Es beherbergt heute zumindest teilweise Regierungsinstitutionen.

Ihr könnt es euch sicher schon denken: hier komme ich eine ganze Weile nicht weg! Hört das denn nie auf mit den Fotomotiven? Nein, offenbar nicht😅!

Der Barde
Im Halbrund
Lampenfieber
Gekachelt
Um Himmels Willen!

Eine ganze Weile später lasse ich mich mehr oder weniger ziellos durch den üppig begrünten Park treiben, …

Frohnatur

… bis ich an der nicht minder sehenswerten Plaza de América lande. Dieser Platz wurde ebenfalls im Zusammenhang mit der genannten Ausstellung von 1929 angelegt.

Elle
Rund und eckig

Im weiteren Verlauf der großen Verkehrsachsen im Anschluss an das Parkgelände reihen sich schier endlos weitere sehenswerte Gebäude wie Perlen an der Kette auf, die die einzelnen teilnehmenden Länder repräsentierten.

Aztekisch

Ach, noch ewig könnte ich hier weiter flanieren! Doch mein Kopf ist voll. Zudem setzt langsam die Dämmerung ein.

Ein letztes Mal nutze ich mein Tagesticket für den Hop-On Hop-Off Bus. Am Stop namens ‚Jacinto‘ steige ich aus und genieße das abendliche Flair im Triana, wo meine Tour heute Morgen begann. Ich werfe noch einen Blick von außen auf die Stierkampfarena, …

Kullerauge

… zoome mich an den rosa umschmeichelten Torre Sevilla heran, …

Es dämmert

… und beende den Tag am Ufer des Guadalquivir, von wo aus ich die im Abendlicht besonders schöne Brücke von Triana bewundern kann. Was für ein stimmungsvoller Abschied von dieser grandiosen Stadt ♥️! Denn morgen ziehe ich weiter. Das Meer ruft!

Interstellar

13 Gedanken zu “Sevilla – Von Ufer zu Ufer

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