Am Donnerstag steht die letzte Wanderung auf dem Plan. Wir starten in einem hübschen, kleinen Örtchen namens Puntallana, …

… das ich euch in einem der nächsten Beiträge noch etwas genauer vorstellen werde. Denn ich habe den Ort noch einmal in Ruhe besucht. Der Gruppenzeitdruck, ihr wisst schon … Dennoch will ich euch einen kleinen optischen Eindruck vermitteln.

Schon bald kehren wir dem Örtchen den Rücken. Nun flankiert der Obst- und Gartenbau für eine Weile unseren Weg. Der Tisch ist reich gedeckt. Her mit dem Obstkorb!

Wenig später führt unser Weg sehr dekorativ oberhalb der Steilküste gen Norden entlang, schöne Ausblicke inklusive. Den Weg hinunter zu dem einsamen Strand müsste man sich sicher sehr hart erarbeiten. Vermutlich hätte man ihn dann aber auch für sich alleine.

Dann folgt der Teil der Wanderung, vor der ich etwas Respekt habe. Wir werden in den Barranco (Schlucht) Nogales hinab- und auf der anderen Seite wieder hinaufsteigen. Uns erwarten auf einer nicht allzu langen Strecke 500 Höhenmeter hinab und wieder hinauf auf nicht ganz einfachem Gelände. Etwas Kondition, Trittsicherheit und ein aufmerksames Auge können hier nicht schaden. Ich muss hier eindeutig meine Komfortzone verlassen. Doch das kann grundsätzlich nicht schaden. Und die Schönheit der Landschaft wird mich mehr als entschädigen!

Bevor wir in die Schlucht hinabsteigen, besteht noch die Möglichkeit, ein Stoßgebet zum Himmel zu schicken, …

… und dann geht’s abwärts – und nach einer verdienten Pause unten in der Talsohle wieder aufwärts. Die Schlucht ist fordernd und wunderschön, der Himmel mal blau, mal bewölkt.

Uff, geschafft! Wir verlassen die Schlucht, doch noch sind wir nicht am Ziel. Nun geht es weiter bergan, allerdings überwiegend über Asphalt. Nun bieten sich andere, nicht minder interessante Fotomotive.

Und dann geht es auf die Zielgerade! Wir erreichen das winzige Örtchen San Bartolo, wo uns in einer kleinen Bar warme und kühle Getränke mit und ohne Alkohol kredenzt werden. Diese Belohnung lasse ich mir doch gerne gefallen nach der heutigen Wanderung, dem herausfordernden Meisterstück dieser Woche.

Der Freitag macht seinem Namen alle Ehre: es ist ein freier Tag. Fakultativ bietet unser Guide Mathias eine Stadtführung in der nahegelegenen Hauptstadt Santa Cruz an. Doch da klinke ich mich aus, denn Städtchen schaue ich mir doch lieber alleine an. Zudem werde ich morgen für ein paar Tage dort wohnen.

Nach dem traditionellen Entspannungs-Triathlon mit den Disziplinen Frühstücken, Trödeln, Kaffee trinken laufe ich schlussendlich alleine in die Hauptstadt. Dorthin führt ein rund vier Kilometer langer, einfach zu laufender Weg direkt oberhalb der Küste entlang. Ich verschaffe mir einen ersten Eindruck von der Stadt, nehme später den Bus zurück zum Hotel in Los Cancajos, installiere mich am und im Pool und widme mich noch ein wenig meinem Krimi.

Hier und da tauchen im Laufe des Nachmittags noch ein paar Mitreisende aus der Gruppe auf, was auch sehr schön ist. Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen verbringen wir den Rest des Abends in der Hotelbar. Fast alle gesellen sich dazu. Ein gelungener Abschluss dieser Wanderwoche!

Am späten Samstagvormittag steht der Abschied an. Während alle anderen zum Flughafen aufbrechen, mache ich mich mit Sack und Pack auf den Weg in die entgegengesetzte Richtung. Die Hauptstadt ruft! Nun beginnt der Solopart dieser Reise. Stay tuned!

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