Der Montag beginnt mit einer sozialen Tat. Nein, nicht meinerseits! Vielmehr bin ich die Nutznießerin. Als wir auf dem Weg zur U-Bahn an einem kleinen …

… Bistro vorbeilaufen, kommt eine Mitarbeiterin lächelnd heraus und spricht mich an. Sie habe versehentlich einen Kaffee zu viel zubereitet und möchte ihn nicht wegschütten. Ob sie ihn mir wohl schenken dürfe? Fast kommt es mir vor, als ob sie mir meine durch akuten Koffeinmangel verursachte Not angesehen hätte! Erfreut und dankbar nehme ich ihr Angebot an. Und werde mich an einem anderen Tag auch prompt mit einem weiteren, bezahlten Besuch revanchieren. Den Namen des Ladens finde ich übrigens auch genial. Wer die Kultserie Peaky Blinders kennt, versteht, warum.

Heute wollen wir uns etwas außerhalb des klassischen Londoner Zentrums umsehen. Wir fahren gen Osten zur Canary Wharf auf der Isle of Dogs. Schon bald landen wir im Herzen der Docklands, dem ehemaligen Hafengebiet Londons. Heute befindet sich hier ein modernes Finanz- und Geschäftszentrum mit zahlreichen Shopping- und Freizeitmöglichkeiten, aufgelockert durch zahlreiche grüne Oasen und viel Wasser. Kunst und Kurioses haben ebenfalls ihren Platz. Insgesamt, so unser Eindruck, geht es hier eher untouristisch zu.

Das berühmte Londongrau hält sich heute deutlich hartnäckiger als in den vergangenen Tagen. Doch später produzieren ein paar Wölkchen wenigstens einen schön marmorierten grauen Himmel. Na dann los!

Ein Highlight des Areals um die Canary Wharf herum habe ich noch gar nicht erwähnt. Die westliche Spitze der ehemaligen Docklands bietet phänomenale Ausblicke auf die wenige Kilometer entfernte Skyline der Innenstadt. Auf einer langen, zumindest unter der Woche nur wenig besuchten Promenade kann man entspannt flanieren und die Aussicht genießen. Hier entstand auch das heutige Titelfoto.

Der Blick in die entgegengesetzte Richtung hingegen zeigt, auf was Anrainer bei niedrigem Wasserstand blicken.

Nun zu den Freizeitmöglichkeiten! Da bietet die wasserreiche Umgebung einschlägige Alternativen, je nach Temperaturempfinden.

Als wir am Nachmittag den Abschied einläuten, springt uns beim Warten auf die nächste Bahn noch ein schönes Fotomotiv ins Auge. Das lassen wir uns natürlich auch nicht durch die Lappen gehen!

Jetzt geht es für uns noch ein Stückchen weiter gen Osten. Stefan möchte gerne noch einmal die Thames Barrier sehen, die wir schon anno 2012 besucht hatten. Na gut!

Die Thames Barrier im Londoner Stadtteil Woolwich gehört zu den weltweit größten Sturmflutsperrwerken. Ihr Job ist es, London vor einer übergriffigen Nordsee zu schützen. Ganz nebenbei sieht das Wunder der Technik auch noch ziemlich gut aus. Und auch die Aussicht gen Westen kann sich sehen lassen.

Der Rückweg zum Hotel zieht sich. Kein Wunder, sind wir doch ganz schön weit draußen im wilden Osten gewesen. Schön war er, unser Kontrasttag außerhalb der klassischen Sights! Morgen sind wir wieder im touristischen Epizentrum unterwegs. Stay tuned!

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