14. Februar 2024

Downtown Dubai haben wir in den letzten Tagen zur Genüge abgegrast. Jetzt erweitern wir den Radius und schauen uns ein wenig in den etwas abseits gelegenen Teilen der Stadt um. Das bedeutet in dieser weitläufigen Stadt, …

… dass An- und Abreise etwa mehr Zeit in Anspruch nehmen. Stefan nimmt es sportlich und will unbedingt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Süden der Stadt. Zu unserem ersten Ziel, Palm Jumeirah, gelangen wir mit einer langwierigen Fahrkombination aus U-Bahn, Tram und Monorail. Letztere erreicht man nur durch eine kurios anmutende Passage mitten durch ein Parkhaus. Speziell die Monorail entpuppt sich an diesem fortgeschrittenen Vormittag als Touristenhölle par excellence 🙈. Die Bahn ist knüppeldickevoll, einige größere Reisegruppen drängen gefühlt gleichzeitig in die Wagen.

Ich kenne Palm Jumeirah schon von meiner vorherigen Reise, möchte Stefan das künstlich angelegte Touristen-Eldorado jedoch nicht vorenthalten. Auch wenn mir schon im Vorfeld klar ist, dass es ihm, genau wie mir, nicht sonderlich zusagen wird. Doch ich finde, man sollte die gigantische Kunstpalme schon gesehen haben, wenn man hier ist. Ihr entnehmt meinen Ausführungen, dass diese Ecke der Stadt nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Zielen gehört. Deshalb halte ich mich auch mit Infos dazu zurück.

Doch wenn ihr ein wenig mehr wissen möchtet, schaut gerne hier! In dem verlinkten Beitrag ist auch eine aussagekräftige Luftaufnahme der riesigen Insel zu sehen, die euch eine etwas konkretere Vorstellung vermittelt.

Wir fahren mit der Monorail bis zur Endstation am sichelmondförmigen Ende der Insel, schauen uns ein wenig um, laufen an der Strandpromenade entlang …

… schauen uns kurz in der Mall um und machen uns dann auf den Weg zu unserem eigentlichen heutigen Ziel. In der Tat, so finde ich, reicht die Fahrt mit der oberirdischen Einschienenbahn, um sich einen Eindruck zu verschaffen und die Aussichten zu genießen. Wenn ihr allerdings auf Badeurlaub, Shopping und Entertainment aus seid, dann wäre die Palme schon eher was für euch. Schaut gerne mal in das offizielle Video rein und genießt die Fahrt!

Per Monorail und kurzer Tramfahrt nähern wir uns der Dubai Marina. Wir steigen eine Station früher aus, weil uns dort noch ein paar Fotomotive locken.

Den Nachmittag verbringen wir damit, gemächlich in der recht beschaulich-ruhigen Marina herumzuschlendern, zu schauen und zu fotografieren. Ich mochte die Gegend schon anno 2018, und auch heute finde ich sie wieder sehr ansprechend. Auch Stefan ist zufrieden.

Hach, schön war’s! Für die Rückfahrt können wir von hier aus wieder die U-Bahn nehmen, ohne weitere Umstiege in andere Verkehrsmittel. Ich erinnere mich nur noch vage daran, in welcher Höhe der Straße die nächste Station liegt. Da konsultiere ich doch lieber schnell mal Google Maps. 650 Meter und so viele Haken schlagen auf dem Weg? Das verwundert mich dann doch.

Da ist eine Portion Misstrauen und ebenso der gesunde Menschenverstand gefragt. Wir laufen einfach geradeaus weiter. Und siehe da: die Station liegt fast direkt gegenüber! Manchmal weiß Tante Google eben doch nicht alles besser.

Die Rückfahrt treten wir gegen 18:30 Uhr in der besten Rush Hour an. Selbst in unserer edlen Gold Class ist es brechend voll. Zu gerne hätte ich euch ein Beweisfoto geliefert. Doch mein Bewegungsradius reicht nicht aus, um mein Handy aus der Tasche zu ziehen 😅.

Als wir wieder zurück im Hotel sind, schauen wir auf einen gechillten Tag außerhalb der wuseligen Downtown zurück, der uns sehr gefallen hat. Morgen, an unserem letzten Tag in Dubai, werden wir wieder auf eher ungewöhnlichen Pfaden unterwegs sein. Stay tuned!

12 Gedanken zu “Dubai – Bring mich auf die Palme, Marina!

  1. Die Aufnahmen sehen teilweise so überirdisch aus, als hätte sie eine KI konstruiert. Vor allem jene, wo die Menschen über den Zebrastreifen gehen. Dieses undefinierbare, gleißende Licht und die Wolkenkratzer im Hintergrund, dazu das Fehlen jeglichen Grün und Natürlichkeit… ich bin noch dabei, zu entscheiden, ob ich fasziniert, erschrocken oder sonstwas bin… Ist auf jeden Fall etwas, was man selbst gesehen haben muss, denke ich.

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    1. Ja, teilweise wirkt das Ambiente tatsächlich etwas surreal. Das spezielle Foto, das du ansprichst, wurde allerdings mit dem Handy gemacht. Da sind die Farben in der Tendenz eh etwas zu grell, speziell bei Gegenlicht. Grün gibt es stellenweise schon, aber natürlich immer nur künstlich angelegt. Die Emirate sind nun mal buchstäblich auf Sand gebaut. Natur heißt dort: Wüste, aber auch eine ganze Menge Meer 😎.

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  2. Ich war auch mal auf der Palme, da kann man ökonomisch und besonders ökologisch gern drei Fragezeichen dran machen, aber gesehen haben, muss man das schon mal. Eben auch, um darüber nachdenken zu können. Das verrückte ist ja, dass die Menschen dort für das „Land“ bezahlt, obwohl sie aber eigentlichen auf einer Sandbank hocken.
    Spoooooky

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  3. wow was sind das wieder für Häuserfassaden. Die Architektur ist nicht mehr zu überbieten.
    „stapelware“ einfach grandios. Im Wandel des Licht`s mega schön. Ich könnte solche Motive stundenlang anschauen.
    Super Beitrag

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