17. Oktober 2025
Heute wollen wir hoch hinauf. Doch die touristische Welt dreht sich manchmal zu schnell für Spontane wie mich.
„Tickets für den Sky Garden musst du unbedingt mehrere Wochen im Voraus buchen“, warnte mich eine Bekannte im Vorhinein. Doch woher soll ich Wochen vorher wissen, wann wir Lust haben werden, den Sky Garden anzuschauen und vor allem, ob dann auch das Wetter mitspielt?
Tja, also wird das nichts mit dem himmlischen Garten. Doch wir haben eine ebenfalls kostenlose und deutlich weniger frequentierte Alternative in der Planungstasche. Nur wenige Schritte weiter kann man London ebenfalls aufs Dach steigen. The Garden at 120 ist (noch) ohne Reservierung erklimmbar. Die Schlange vor den Fahrstühlen hält sich sehr in Grenzen. Und so erfreuen wir uns schon bald an der grandiosen Aussicht auf die Umgebung in alle möglichen Richtungen.
Und sogleich erschließen sich uns noch zwei weitere Vorteile. Zum einen sieht man von hier aus das formschöne, auch als Walkie Talkie bekannte Gebäude, in dessen oberstem Stockwerk der Sky Garden angesiedelt ist. Und zum anderen bewegt man sich hier im Freien. Im Gegensatz zum Sky Garden stören deshalb keine lästigen Scheiben beim Schauen und Fotografieren. Ich kann diese Alternative wirklich empfehlen.




Zurück auf dem Boden der Tatsachen, schauen wir uns noch ein wenig in der näheren Umgebung um, erhöhen im nächsten Café den Teein- und Koffeinlevel, werden Zeugen eines spektakulären Wildtierausbruchs …

… und steigen anschließend hinab in den Untergrund. Dort erliege ich wie so oft dem Reiz der Formen. Schnell die Kamera gezückt und ausgelöst!



Raus an der Waterloo Station. Dort wartet der coolste Tunnel Londons auf uns. Auf dem Gelände der Leake Street Arches, das die Lower Marsh Street mit der York Road verbindet, ist wirklich jeder Zentimeter mit Streetart verziert. 2008 wurde der Tunnel vom englischen Künstler Banksy während des Cans Festivals eingeweiht. Auch wenn das Sprühen gesetzlich verboten ist, so wird es hier doch mehr als toleriert.
Was soll ich sagen? Es ist einfach genial! Und wer zwischendurch eine Pause braucht, kann gerne das Restaurant, das Café oder ein kleines Theater besuchen – alles innerhalb des Tunnelsystems.






Auf der anderen Seite des Tunnels stolpern wir über einen kleinen, fast dörflich anmutenden Straßenmarkt, gelegen in einer kleinen Fußgängerzone mit bunt verzierten Häuschen. Richtig schön!


Überhaupt entpuppt sich das Viertel rund um die Waterloo Station als ein richtig interessantes Fleckchen London.



Zu Fuß geht’s weiter zur Millennium Bridge. Dort waren wir zwar schon häufiger, doch Stefan hat mit dem Wetter noch eine Rechnung offen, die heute glücklicherweise mit marmoriertem Himmel beglichen wird. In der Zwischenzeit beschäftige ich mich damit, mir die zahlreichen Flaneure anzuschauen, die an mir vorüberziehen.




Von hier aus laufen wir in der zweiten Reihe, sprich parallel zur Flusspromenade bis zur London Bridge Station. In deren Umgebung geht es baulich sehr kontrastreich zu. Besonders springt mir jedoch dieses traditionelle Häuschen ins Auge, das im Erdgeschoss ein Pub beheimatet.

Am späteren Nachmittag entschließen wir uns noch zu einem kurzen Abstecher. Auf zum Covent Garden, wo es uns gestern so gut gefallen hat. Doch schon nach kurzer Zeit reicht uns der Trubel. Time to go home – aber erst morgen 😎. Stay tuned!
Wow klasse Fotos dabei was die Tunnel betrifft.
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