11. – 12. März 2022

Am Morgen meines letzten Tages auf dieser schönen Insel erwarten mich Sonne, ein toller Himmel und eine Steigerung der Eiszeit. Das Thermometer zeigt vier Grad an. Dazu gesellt sich der Wind mit bis zu 40 km/h. Ich ziehe alles übereinander an, was passt. Und los!

Mit einem Kaffee wärme ich mich im Ilios in Imerovigli von innen und außen auf, laufe nach Firá und nehme von dort den Bus zum Red Beach. Letzteren wollte ich vorgestern nach dem Besuch der Ausgrabungsstätte schon mit meiner Anwesenheit beehren. Doch wegen des Regens habe ich davon abgesehen.

Auf dem kurzen Weg zu meinem Ziel halte ich mal hier, mal da an, um die Aussicht und die Stille zu genießen.

Von Streifen und Rauten
Rettungsschirm
Bitte nur EIN Kreuz nehmen!“

Und dann erreiche ich den berühmten Strand, der sich zu Füßen einer spektakulären Felslandschaft entlang schmiegt. Er ist wirklich wunderschön! Und auch hier ist so gut wie nichts los, was ich gerade so richtig gut genießen kann 😎.

Schöner baden

Nach einer Weile schlendere ich zurück, ohne irgendjemandem zu begegnen. Ach nee, halt! Zwei neugierige, junge Hunde fordern meine Aufmerksamkeit. Sie schubsen mich von hinten an und laufen mir gezielt zwischen die Füße. Was habe ich mich erschrocken 😅!

Für den Rückweg entscheide ich mich, entlang des mit Tavernen bestückten Ufers zu laufen. Zur Zeit erwecken die Lokale eher den Eindruck von Lost Places. Aber dennoch oder gerade deswegen ergeben sie tolle Fotomotive.

Leerzeile
Bretterbude
Umgekippt
Gestapelt

Der Bus bringt mich auch zu meinem nächsten Ziel. Gerade scheint Schulschluss zu sein, denn fast der ganze Bus ist von kichernden Teenies bevölkert. Mögen sie ihren Spaß haben!

Next Stop Pyrgos, bis 1800 Hauptstadt Santorins. Vom höchsten Dorf der Insel hat man einen grandiosen Blick über das gesamte Eiland. Der alte Ortskern thront auf einem 350 Meter hohen Bergkegel. Hier pfeift der Wind noch ein wenig heftiger. Und auch hier ist kaum was los in den lauschigen Gassen.

Bergdorfschönheit

Ich nehme es vorweg: Pyrgos stürmt auf meiner persönlichen Santorin-Hitliste in Rekordtempo auf Platz Eins unter all den wunderhübschen Dörfern der Insel! Die Hanglage, die Kirchlein, die Gässchen, generell die Architektur, der Ausblick über Insel und Meer. Der Hammer! Und Sonne und Himmel spielen heute auch mit. Bummelt doch einfach mit mir durch die steilen Gässchen und lasst eure Blicke schweifen.

Beim Glockenschlag
Weißheit
Mehr Blick
Gebrauchsspuren
Unter Palmen

Fahnenflucht
Wie geleckt!
Eingeläutet

Gegen Ende meines Rundgangs zieht es sich zu, der Himmel bewölkt sich. Die Luft wird eisiger, feuchter. Und dann erlebe ich, womit ich zumindest im Süden Griechenlands im Leben nicht gerechnet hätte: ich stehe mitten in einem Schneegestöber 😅! Ihr glaubt mir nicht? Seht her:

Echt jetzt 😅?

Nach eineinhalb Stunden in Pyrgos bin ich dann endgültig komplett durchgefroren. Im Bus zurück nach Firá taue ich zumindest an, aber erst zuhause in der Wohnung komplett auf. Da half echt nur noch eine ausgiebige, heiße Dusche. Aber egal, denn es war ein wunderschöner Tag! Für ein letztes Foto in der Dämmerung laufe ich noch einmal ein paar Meter die Straße hinunter und verabschiede mich von der Insel. Sie dankt es mir mit diesem Anblick 😎.

Stimmungsvoll

Am nächsten Morgen geht mein Flug nach Athen in aller Herrgottsfrühe. Um kurz vor fünf Uhr stehe ich auf. Wie gut, dass ich gestern Abend unter die Dusche gehüpft bin! Denn heute morgen gibt es im Gegensatz zu gestern morgen zwar Wasser, aber es ist kalt 😁.

Auf zum Flughafen, der innerhalb weniger Minuten mit dem Taxi erreicht ist. Dort ist sowohl am Check In als auch an der Sicherheitskontrolle die Hölle los. Kein Wunder bei dem Flugaufkommen im Laufe des Tages!

Voll ausgelastet

Es geht pünktlich los. Und nach einem wahrlich präsentablen Sonnenaufgang entschwebe ich in die Lüfte und werfe einen letzten Blick auf dieses wunderschöne Eiland. Schon bald taucht Athen auf. Dort ist es schon wunderbar sonnig – und noch kälter als auf Santorin. Doch um meinen Weiterflug muss ich nicht bangen. Die Maschine nach Berlin wird erfolgreich enteist.

Unter den Rotoren
Ice Age

Ein kurzer Abstecher zu den sanitären Anlagen im Athener Flughafen erheitert mich sehr. Denn dort haben sie auch an die kleinen Fluggäste gedacht und bieten diesen eine Toilette an, die sie vermutlich weitgehend ohne fremde Hilfe benutzen können.

Bonsai-Klo

Im Flieger nach Berlin setzt sich fort, was mir schon während der gesamten letzten Woche auf Santorin vergönnt war. Platz und Ruhe! Und so lege ich mich lässig quer über alle drei Sitze in meiner Reihe und hole mit einem Nickerchen den Schlaf nach, der mir heute morgen wegen des frühen Abflugs geklaut wurde.

Bettreif

Pünktliche Ankunft in Berlin. Dort erwarten mich sonnige und frühlingshafte 12 Grad. Stefan und mein Zuhause haben mich wieder!

Fazit: Santorin? Immer wieder gerne! Die Insel ist wirklich ein Traum. Beim nächsten Mal allerdings eher einen Monat später. Der April sollte sowohl von den Temperaturen als auch vom „Öffnungsgrad“ der Lokale und Geschäfte her besser sein – solange man vor Beginn der Osterferien dorthin reist. Denn dann fällt der Startschuss in die Saison. Und dann wird’s deutlich voller, als mir lieb sein kann 😎.

11 Gedanken zu “Santorin – Letzte Runde: Red Beach und Pyrgos

  1. ich sehe schon, du warst nicht das erste mal auf der Insel ! Da gibt es sicherlich mal eine Wiederholung und zwar bei Sonne und vor allem wärmeren Temperaturen. Schneeflocken auf Santorini, das geht mal gar nicht !!
    Herrliche Fotos und kann mich für ein Lieblingsfotos nicht entscheiden. Doch kann ich , zwar sehr schwer aber in nehme das Bild “ Eingeläutet“ . Das wäre reif für einen Kalender !!
    Ich denke der Monat Mai wäre auch eine gute Option !
    Habe mal geschaut auf einer Karte wo „Pyrgos“ liegt. Durchgefahren bin ich mit Sicherheit aber nicht durchgelaufen.
    Wie schon geschrieben ich war in Kamari, Oia, und Fira. Mit dem Auto vom Flughafen die Ostküste abgefahren. Auf der Karte habe ich jetzt auch den Fels Skaros entdeckt !!
    Also ich gehe davon aus, dir hat es gefallen und das ist gut so !!

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    1. Danke, Manni! „Eingeläutet“ steht auch bei mir ganz oben in der Gunst. Da war auch so ein tolles Licht. Ja, vermutlich ist Mai auch eine gute Zeit für Santorin, zumindest wettertechnisch. Warm, aber noch nicht zu heiß. Aber ich könnte mir vorstellen, dass da in normalen Reisejahren schon was los sein wird. Aber natürlich nicht so wie im Sommer! Durch Pyrgos bist du vermutlich gefahren, als du auf dem Weg zum Profitis Ilias warst. Da liegt das Örtchen auf der Strecke. Und ja, es hat mir richtig gut gefallen auf Santorin 😎.

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  2. Herrlich, die Ruhe und Einsamkeit. Und die blau-weißen Fotos! Aber, dass du bei diesen Temperaturen nicht den Mut verloren hast, ist schon beachtlich. Respekt. Schade, dass so wenig griechische Lokale geöffnet waren. Ich erinnere mich an einen Urlaub auf Korsika im Oktober, wo wir auch lange nach einem Restaurant suchen mussten. Aber später wirds dann halt gleich sehr voll. Schwierig, genau den richtigen Zeitpunkt abzupassen.
    Jedenfalls hast du uns wieder einen Punkt auf die Todoliste gesetzt 😂

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    1. Ja, Ruhe und Einsamkeit hatten durchaus was. Wenn dann noch zwischendurch wie von Zauberhand ein Kaffee oder was Leckeres zu essen vor meinem gierigen Schlund aufgetaucht wäre, wäre es geradezu perfekt gewesen 😁. @ Temperaturen: normalerweise bin ich da gar nicht so zimperlich. Ich war halt klamottentechnisch nicht drauf eingestellt. Was ich aber mit wilder Entschlossenheit dann wieder wettgemacht habe 😅. Ja, so isses: den perfekten Zeitpunkt gibt’s wohl nicht.

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