8. – 9. Februar 2022

Ein letztes Mal genieße ich morgens meine Runden im Pool. Nach dem Frühstück draußen auf der Hotelterrasse packe ich meine Sachen, checke aus und verziehe mich mit meinem Buch auf eine beschattete Liege am Pool. Am frühen Nachmittag mache ich mich dann auf den 40 Kilometer langen Weg nach Santa Cruz de Tenerife. Dieses Mal siegt die Bequemlichkeit. Und so gönne ich mir eine Taxifahrt dorthin.

Tapetenwechsel! Ich beziehe die gebuchte Wohnung mitten im Zentrum der Inselhauptstadt. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Die kleine Einzimmerwohnung liegt in der siebten und damit obersten Etage. Die dazugehörige Terrasse über den gar nicht so hohen Dächern der Stadt ist großartig und für mich natürlich das Highlight der Unterkunft. Aber auch der Wohnraum ist total schön, großzügig und hell. Hier werde ich mich für die nächsten Tage richtig zuhause fühlen.

Nachdem ich alle Details der Wohnung gründlich inspiziert habe, begebe ich mich auf einen ersten Rundgang durchs Zentrum, um Witterung aufzunehmen. Die Kamera hat derweil frei. Nach einem Mittagessen am spätem Nachmittag kehre ich nach Hause zurück und genieße meine Dachterrasse bei angenehmen 20 Grad bis in den Abend hinein. Mein Programm: Herumlungern, Bier trinken, mein Buch lesen und Musik via YouTube hören. Mehr brauche ich heute nicht, um glücklich zu sein ❤️. Als Bonus obendrauf gibt sich die Sonne auch gehörig Mühe, sehenswert unterzugehen.

Zerrissen

Am nächsten Tag ist der Himmel bedeckt. Doch das Thermometer hält sich im Laufe des Tages konstant bei 22 Grad. Mein Frühstück nehme ich heute in Etappen ein. Den ersten Gang serviere ich mir selbst auf der Terrasse, …

Erster Gang

… und den zweiten Gang lasse ich mir in einem der vielen netten Cafés um die Ecke kredenzen.

Zweiter Gang

Dann ziehe ich los und mache Santa Cruz unsicher. Ein paar Worte zur Hauptstadt: Sie liegt im Nordosten der Insel und ist praktisch der Gegenentwurf zu den künstlichen Ferienorten auf der Insel. Sie wirkt erfrischend untouristisch, gleichzeitig lebendig und geschäftig, aber nicht hektisch. Ich werde heute und auch in den kommenden Tagen das Gefühl nicht los, dass ich als Touristin unter den vielen Einheimischen fast die Ausnahme bilde. Das Leben auf der Straße und in der Gastronomie ist eindeutig in der Hand der Einheimischen. Und das ist auch gut so!

Etwas mehr als 200.000 Menschen leben in Santa Cruz. Die Stadt zieht sich von der Küste aus terrassenförmig die sie umgebenden Berge hinauf. Architektonisch zeigt sich ein gemischtes Bild: Nüchterne Neubauten neben stattlichen Kolonialbauten. Weite Teile der Innenstadt sind als Fußgängerzone angelegt. Es geht entsprechend gemächlich zu. Das wirtschaftliche Schwergewicht der Stadt ist der Hafen. Hier werden Waren und Kreuzfahrttouristen aus aller Welt umgeschlagen.

Nun führt mich mein Weg einmal quer durch die Stadt. Als erstes lande ich im Tenerife Espacio de las Artes, kurz TEA genannt. Das Kunst- und Kulturzentrum ist innen wie außen sehenswert. Neben diversen Ausstellungsräumen beherbergt der schicke Bau eine tolle Bibliothek und ein stylishes Café im Erdgeschoss.

Aufgerollt
Zugespitzt
Erleuchtet

Schräg gegenüber thront die nicht minder ansehnliche Iglesia de Nuestra Señora de la Conceptión.

Gestaffelt

Vorbei an schönen Bauten und einschlägigen Etablissements …

Neben der Spur
Bingo!

… schreite ich weiter meiner Wege und lande wenig später in den städtischen Markthallen, dem Mercado de Nuestra Señora de África. Mit seinen in Ockertönen gestrichenen Fassaden, den Türmchen und dem arabischen Marktflair erinnert er stark an einen maurischen Basar. Hier gefällt es mir, und ich verliere mich ein wenig zwischen den Ständen, den Angeboten und Gerüchen. Wie wunderbar! Der Markt hat es dann auch gleich aufs heutige Titelbild geschafft.

Markttag

Weiter geht’s durch das charmante und vielfältige Städtchen. Ich spüre einen angenehmen Flair in der Stadt, auch wenn das Stadtbild in Teilen eher unspektakulär daherkommt. Da sehe ich doch gerne über ein paar eigentlich unübersehbare Bausünden der 1970er Jahre hinweg. Hier ist das jedoch bei weitem nicht so auffällig wie in Puerto de la Cruz. In Santa Cruz de Tenerife findet man deutlich mehr schöne Architektur, …

Makellos
Treppenkunst
Abgerundet
Edle Villa
Blickfang
Bauchig
Hinter Gittern
Verfallen

… und Kunst …

Gesicht zeigen
Henry am Werk
Im Kugelhagel
Beim Chirurgen

… und last but not least lauschige Plätze mit dekorativen Sitzgelegenheiten.

Froschparty

Gegen Ende meiner heutigen Tour zieht es mich ins Grüne. Da kommt mir der Parque García Sanabria gerade recht.

Badetag

Katzenaugen
Frosch in Pose

Auf dem Weg zurück zur Wohnung passiere ich den Hafen, wo mein Blick auf eines der schon erwähnten Kreuzfahrtschiffe fällt. Gefühlt werden die Teile immer fetter 😅!

Kussmund

Ab dem späteren Nachmittag mache ich es mir wieder auf meiner Dachterrasse gemütlich. Ich lese, plane grob den nächsten Tag und chille. Kurzum tue ich das, was ich am liebsten mag und am besten kann: das Leben genießen 😎.

13 Gedanken zu “Teneriffa – Auf in die Hauptstadt!

  1. Wie immer wunderbare Bilder (+Texte) 😊 Ich erinnere mich nur noch lückenhaft an Santa C. – schon lange her…..
    Der Pott „Kussmund“ ist in der Tat beunruhigend. Wenn so ein Ding voll ist und sich entlädt (erlebe das immer wieder in Dalmatien 😉), kann man nur rennen. Dieser Gigantismus müsste schleunigst eingehegt werden. Sorry, meine Meinung, selbst wenn dann eben nicht mehr Hinz und Kunz zu Discountpreisen jedes Jahr einen auf Jet-Set und Neureich machen können (end of my political incorrect comment🤷‍♂️😇) LG 🙋‍♂️

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  2. Also in Santa Cruz war ich nicht bei meinem Aufenthalt ! Natürlich kann man sich diese anschauen und auf Tour gehen aber ich glaube mein Fall wäre sie vielleicht nicht so ganz. Du weißt , mit Kunst und Kultur habe ich es ja nicht so !
    Sehr gut würde mir aber die „edle Villa“ gefallen. Da lässt es sich sicherlich gut aushalten !!

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  3. So ein Kreuzfahrtschiff ist ja wie mittelgroße Stadt… Wahnsinn, was da so bewegt wird. Hm, ich gebe zu, ich war noch auf keinem, aber je mehr ich darüber höre, umso weniger Lust bekomme ich darauf. Wenn Kasia mal auf sowas landet, müsste es schon was richtig originelles sein. Über die Milchstraße zum Mond zum Beispiel. Oder so.

    Ansonsten, schönes Städchen, wirkt so herrlich normal. Es ist erfrischend zu sehen, dass Orte einfach für sich existieren können, ohne einzig für den Touristen inszeniert worden zu sein. Denn in der Regel will der Tourist das gar nicht 😉

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    1. Diesen Kreuzfahrtschiffen stehe ich ja auch mehr als skeptisch gegenüber. Ich habe mal eine einzige Nacht auf so einem Ding verbracht. Die Fähre von Oslo nach Kiel besteht nämlich aus so einem ausrangierten Teil. Und ich muss sagen: dieses kurze Experiment hat mir und auch Stefan gereicht 😅. Müsste ich so schnell nicht noch mal haben. Zu viele Leute auf einem Haufen. Zuviel Massenabfertigung. Zuviel Entertainment und Shopping-Gedöns, das nicht nach meinem Geschmack ist. Insgesamt halt ein Zuviel an Kunstwelt. Und ewig nur aufs Meer starren wird auf Dauer auch ganz schön langweilig. Aber wer weiß? Vielleicht landen wir beide eines Tages dann doch noch via Kreuzer auf dem Mond 😂.

      Ja, Santa Cruz war wirklich herrlich normal. Mag sein, dass der eine oder andere Tourist tatsächlich nicht mag, dass da was für ihn inszeniert wird. Doch in der Masse scheint ja da ein anderes Bedürfnis da zu sein, sonst hätten sich diese vielen Kunstwelten vermutlich nicht so verbreitet und etabliert.

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  4. Hi Elke,
    das Beitragsbild erinnert mich an den Eingang zu Disney-World oder anderen Freizeitparks. Was die Vielfalt der Architekur und deren Schönheit angeht – da kann man sich in diesem Land eine Scheibe von abschneiden.
    Selbst die eher kühlen und meistens seelenlosen Glas und Betonkisten wirken dort 10x schöner als in Deutschland..

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