Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Dieser an ein Gedicht von Goethe angelehnte Spruch passt hier gleich doppelt. Goethe und Leipzig kann man getrost in einem Atemzug nennen. Und Berlin und Leipzig trennen nur 65 Zugminuten. Nichts wie hin mit uns!

Und so machen wir uns am ersten Freitag im August auf den bequemen Weg in diese quirlige und zugleich gemütliche Stadt in Sachsen, die mir schon vor fünf Jahren ans Herz gewachsen ist. Seinerzeit hatte ich die große Ehre, zwei Mal aus meinem Buch über meine Australienreise auf der Buchmesse vorlesen zu dürfen.

Kaum sitzen wir im Zug, steigen wir auch schon wieder aus. Das Stadtzentrum, das weitgehend aus Fußgängerzone besteht, liegt direkt zu Füßen des Hauptbahnhofs. Da wir diesen Teil der Stadt schon kennen, lassen wir uns mehr oder weniger durch die Gassen treiben. Na ja, natürlich nicht so ganz 😅, denn wir sind ja immer auf der Jagd nach moderner Architektur, die auch in Leipzig einen attraktiven Kontrast zu den schönen Altbauten bildet.

Vor dem Museum der bildenden Künste bietet sich diese charmante Dame für eine Großaufnahme an.

Vorbei geht´s am traditionsreichen Riquet-Haus

… bis hin zu der ältesten und sicher prächtigsten noch erhaltenen Ladenpassage der Stadt, dem Specks Hof.

Nicht ganz zufällig führt uns unser Weg zum Gelände der Universität, das die Stadt von ihrer modernen Seite zeigt.

Gleich nebenan thront der MDR, stilistisch gut dazu passend.

Sehr sehenswert ist auch die Passage Petersbogen, eines der vielen weiteren Schmuckstücke der Leipziger Passagenwelt.

Doch wir wollen nicht shoppen, sondern was von der Stadt sehen. Weiter zum Neuen Rathaus am Burgplatz, erbaut auf Teilen des Geländes der mittelalterlichen Pleißenburg. Ein optisch wahrhaft wehrhafter Rathausbau!

Gleich gegenüber das stilistische Kontrastprogramm: die Neue Probsteikirche St. Trinitatis, der größte katholische Kirchenneubau der neuen Bundesländer. Sehr gelungen, wie ich finde.

Ein kurzer Abstecher jenseits des Wilhelm-Leuschner-Platzes führt uns – Stefans Vorab-Recherchen sei Dank – zum Firmensitz der KPMG. Trotz seitlicher Baustelle eine Augenweide!

Schräg gegenüber reiht sich ein kurioser Laden an den anderen. Originell ist auch die eine oder Fassadengestaltung 😎.

Ein Blick auf die Uhr sagt uns, dass es langsam Zeit ist für das Nachmittagsprogramm: erst ein Mittagessen, dann in den berühmten Zoo! Dieser rühmt sich nicht nur, mit seinem einmaligen Konzept einer der modernsten Zoos der Welt zu sein, sondern auch artgerechte Tierhaltung, Artenschutz und Bildung gut unter einen Hut zu bekommen.

Dem Besucher bieten sich naturnah gestaltete Lebensräume inklusive der Tropenerlebniswelt Gondwanaland. Mehr Werbung gibt es hier.

Auf dem Weg zum Haupteingang fällt uns dieses Gebäude ins Auge. Sein offensichtliches Motto: Schöner Parken!

Vorbei am Eingangsgebäude, …

… und schon sind wir drin. Ich bekenne mich ja gleich zu mehreren Lieblingstieren. Doch meinen absoluten Favoriten dürftet ihr schon auf dem Titelbild bewundern. Stundenlang könnte ich dem Chamäleon zuschauen, wie es mit den Augen rollt, sich im gechillten Zeitlupentempo meditativ bewegt, …

… oder auf geschmackliche Tuchfühlung zu gepanzerten Kollegen geht.

Doch Stefan mahnt zu Recht an, dass es noch eine Menge anderes zu sehen gibt. Diese liebreizenden Gesellen zum Beispiel:

Etwas länger halten wir uns im wirklich gut gemachten, feuchtwarmen Gondwanaland auf, wo es auch viel Tropenlandschaft zu sehen gibt, ebenso wie dubiose Zweibeiner und ihre Artgenossen.

Der restliche Nachmittag vergeht viel zu schnell! Hier meine mühsam reduzierte Fotoausbeute exklusiv für euch:

Kurz vor Ende der Öffnungszeit verlassen wir das tierische Etablissement und schlendern Richtung Bahnhof. Dort befreie ich mein Gepäck aus dem Schließfach und verabschiede mich von Stefan, der jetzt mit dem nächsten Zug nach Berlin zurückkehren wird.

Ich hingegen werde mich noch einen weiteren Tag in Leipzig vergnügen. Den angenehm warmen Sommerabend verbringe ich bei Flammkuchen und Cocktail auf der schicken Dachterrasse meines Hotels. Geniale Aussicht auf die Stadt inklusive. Morgen mehr 😎!

4 Gedanken zu “Tag 1: Leipzig – Zentrum, Zoo und Rooftop Bar

  1. Gerade habe ich Eure Reise durch München „verarbeitet“, schon seit Ihr weitergereist. Diesmal Leipzig!
    Deise wunderbaren Aufnahmen vom Zoo machen sogar mir Lust auf den Zoo-Besuch, obwohl ich die eigentlcih nicht mag! Vielen Dank für die Inspriation!

    Gefällt 1 Person

    1. „Weitergereist“ ist gut 😂! Zwischen den beiden Wochenendtrips lagen 14 Tage! Aber irgendwie auch schön, wenn du als Leserin hier ein wenig in Reisestress gerätst 🤓. Ja, lass dich ruhig mal zu einem Zoobesuch animieren. Auf nach Leipzig!

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