Mitte Juli diesen Jahres verschlug es Stefan und mich für ein verlängertes Wochenende zur Abwechslung mal nicht nach Hamburg, sondern ans südliche Ende der Republik nach München.

Tag 1:

Dank der nicht mehr ganz so neuen zur Schnellstrecke ausgebauten Verbindung zwischen der Hauptstadt und der Bayernmetropole bringt uns die Deutsche Bahn am Donnerstagnachmittag in überschaubaren viereinhalb Stunden gen Süden.

Am frühen Abend landen wir pünktlich und unspektakulär am Münchener Hauptbahnhof, wechseln dort in die U-Bahn und laufen von der Station „Nordfriedhof“ die restlichen Meter zu unserem Hotel, wo wir den Abend gechillt ausklingen lassen.

Und schon sind wir bei

Tag 2:

Für den heutigen Freitag hat Stefan eine Radtour ausgearbeitet, so dass ich mich entgegen sonstiger Gewohnheit planungstechnisch raushalte und mental zurücklehne 😎.

Gut organisiert, wie er ist, hat er schon im Vorfeld die App der Münchener Verkehrsbetriebe aufs Handy geladen. Und so freuen wir uns nach dem opulenten und gemütlichen Frühstück, dass direkt vor dem Hotel gleich zwei Räder der MVG auf uns warten. Was wir nicht wussten: man kann pro Handy-App jeweils nur ein Rad mieten. Also muss ich mir ebenfalls die App heruntergeladen, Kreditkartendaten und E-Mail-Adresse hinterlegen. Jetzt sind wir schlauer 😎. Nun aber los!

Richtung Westen radeln wir auf einem komfortablen Radweg bis zum Petuelpark, wo wir einen klitzekleinen Fotostopp einlegen. Neben dem schicken Café Ludwig

… erfreut uns dieser vollbeladene junge Mann auf seinem metallenen Vierbeiner.

Dann der erste längere Stopp am BMW-Hochhaus (das erste Foto stammt von Stefan)…

… und der BMW-Welt. Wie ihr euch sicher denken könnt, reizt uns dabei nicht das Produkt dieses Unternehmens, sondern seine ansehnliche Hülle 😅.

Erwähnte ich schon, dass wir uns eines der vielen heißen Wochenenden dieses Sommers ausgesucht hatten? Nein? Jetzt schon. Bereits am späten Vormittag überspringt das Thermometer die 30-Grad-Marke. Da loben wir uns doch den zarten Fahrtwind auf dem Drahtesel!

Weit kommen wir jedoch vorerst nicht. Denn direkt gegenüber der BMW-Welt liegt das großzügige und sehr schöne Gelände des Olympiastadions, das anlässlich der Olympischen Spiele 1972 angelegt wurde. Es wurde innerhalb von nur fünf Jahren geplant UND realisiert. Das gelingt heutzutage bei kaum noch einem Großprojekt in unserem Land 😅. Wir radeln ein wenig umher und nähern uns dann zielgerichtet dem Herzstück der Anlage. Nach einer kurzen Umrundung der zwar sichtlich in die Jahre gekommenen, aber dennoch interessanten Bauten …

… erstehen wir Tickets, um ins Stadion hinein zu kommen. Es gibt auch geführte Touren, bei denen ganz Wagemutige dem Stadion aufs Dach steigen können. Doch wir bleiben eigen- und bodenständig und erkunden auf eigene Faust die altehrwürdige Sportstätte, in der die Kicker vom FC Bayern München anno 2005 ihr letztes Spiel bestritten, bevor sie in die schicke neue Allianz-Arena umzogen. Heute finden hier vorrangig Konzerte und andere Events statt.

Auf unserem weiteren Weg entdecken wir die eine oder andere gelungene Sichtachse …

… und rollen wenig später auf den Olympiaturm zu. Oben in luftigen 190 Metern Höhe bietet sich ein grandioser Blick auf das gesamte Olympiagelände und die BMW-Welt!

Der Nachmittag schreitet voran. Auf angenehm zu radelnden Nebenstrecken und weitgehend auf Radwegen rollen wir entspannt der Altstadt entgegen, die wir im Vorbeiradeln „besichtigen“. Stefan genügt der grobe Überblick, und ich kenne diesen Teil der Stadt bereits von mehreren Besuchen.

Am Jüdischen Museum zwingt uns die Architektur dann aber doch zum kurzen Anhalten.

Zu unserer Mägen Glück liegt gleich in der Nähe ein ansprechendes veganes Restaurant. Und so speisen wir wunderbar im „Prinz Myshkin„. Sehr empfehlenswert für alle, die vegetarische und/oder vegane Küche schätzen.

Schon lange nicht mehr im Grünen gewesen! Und das findet man in dieser Stadt ja sehr zentral gelegen. Auf dem Weg dorthin bewundern wir noch die überdimensionale verbale Ausführung zweier fundamentaler Gefühlszustände, von denen es in einem Fall nie genug und im anderen nie zu wenig geben kann.

Next Stopp Englischer Garten. Weit kommen wir nicht, denn kaum im Park, fesseln uns und viele weitere Zuschauer die talentierten Surfer am in aller Welt bekannten Eisbach, der gleich hinter dem Eingang vor sich hin tobt. Das zweite Foto stammt aus der „Feder“ von Stefan.

Gemütlich rollen wir irgendwann weiter. Hier noch zwei Impressionen vom entspannten Leben hier in dieser grünen Lunge Münchens, …

… bevor wir in einer im Park gelegenen urbayerischen Institution diesen wunderschönen Tag ausklingen lassen. Prost und bis morgen!

18 Gedanken zu “Tage 1 und 2: München – Rad und Tat

  1. Liebe Elke, lieber Stefan,
    Fotos und Text vermitteln den gelungenen Tag bis zu meinem Schreibtisch, an dem ich gerade sitze und noch nicht den Eintieg finde, mit meiner für heute vorgenommenen Arbeit zu beginnen.
    Viele Grüße von Susanne

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    1. Susanne, es freut mich, dass es uns gelungen ist, dich zumindest temporär von deinem eigentlichen Ansinnen, nämlich der Arbeit nachzugehen. Schließlich war gestern ja Sonntag 😎. Hast du letztendlich noch einen Einstieg gefunden?

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  2. Sehr schöne Aufnahmen und München ist immer eine Reise wert ! Gut ich habe es natürlich auch nicht so weit ( 2 Std. ) und da passt das schon !!! Für micht das interessanteste Foto Nr. 6 von der Perspektive her. Der BMW Tower ! Genial

    https://mannisfotobude.wordpress.com/2016/07/03/olympiapark-muenchen/#more-4253

    Was die BMW Welt betrifft hat mich schon das Produkt interessiert aber klar das ist Geschmacksache !

    https://mannisfotobude.wordpress.com/2016/07/04/willkommen-in-der-bmw-welt-muenchen/#more-4224

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    1. Danke! Freut mich, dass dir die Fotos gefallen. Ja, wenn man so dicht dran ist wie du, kann man da durchaus öfter mal aufkreuzen. Habe mir gerade deinen Bericht übers Olympiastadion angesehen. Da sind dir ja auch sehr schöne Aufnahmen gelungen. Klasse! @ BMW-Welt: ja, gut, das die Geschmäcker verschieden sind. Wäre sonst ja auch langweilig 😎. Deine Fotos von den Autos finde ich sehr gelungen, auch wenn das nicht so mein Thema ist.

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  3. München mal ganz anders. Bekannterweise hieß es lange auch bei den modernen Projekten in München, kein Gebäude dürfe höher als die Frauenkirche zu sein. Langsam scheint auch das Münchener Bauamt permissiver zu werden. Auf jeden Fall toll eingefangen moderne Architektur Münchens, vor allem das Olympiastadion und die U-Bahnhöfe. Die Station Münchener Freiheit kenne ich aus meinen 7 Jahre München Ende der 80er/Mitte 90er Jahre. Seit der Renovierung erstrahlt das Orange, die Einrichtungsfarbe der 70er schlechthin, in einem total neuen Licht und glänzt durch die Spiegel entlang der kompletten Länge der Station. Als ich vor kurzem wieder einmal in München war, war ich von der Schönheit dieser U-Bahnstation tief beeindruckt; nun wieder durch Euere Bilder.

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    1. Danke! Ja, von der bayerischen Landeshauptstadt kennt man eher das „altbauige“. Höchste Zeit, dass sich das ändert, auch bei den traditionellen Bauämtern. Und ja, einige der Bahnhöfe sind wirklich beeindruckend. Die Münchener Freiheit gehört definitiv dazu.

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    1. Danke! Die BMW-Bauten sind ja schon etwas älter. Zumindest der Vierzylinder-Turm wurde in etwa zur gleichen Zeit erbaut wie das Olympiastadion, also in den 1970ern. Beides kannte ich schon seit meinem ersten Aufenthalt in München. Das war die Abschlussfahrt meiner 10. Klasse des Gymnasiums. Muss entsprechend anno 1982 herum gewesen sein. Die anderen moderneren Gebäude und auch die U-Bahnhöfe kriegen wir durch vorherige Internetrecherche raus. Und die Allianz-Arena kennen Fußballfans wie wir ja sowieso 😅.

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      1. Wonach googelt ihr da? Gibt’s spezielle Seiten für Architekturfans? Deinen zweiten Bericht lese ich jetzt, hätte ich gestern nicht geschafft. Ich kenne München gar nicht. War nur mal am Hbf., kenne die Bahnstrecke von da zum Flughafen und nach Freising sowie das Oktoberfest. Das war‘s.🙈

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        1. Im konkreten Fall hatten wir nach „München moderne Architektur“ und München U-Bahnhöfe gegoogelt. Stefan schaut zusätzlich immer noch hier rein: https://web.500px.com/
          Na, wenn du außer dem HBF, dem Flughafen und der Bierparty nichts kennst, solltest du da noch mal hin! In etwas mehr als vier Stunden bringt dich die Bahn ohne Umsteigen hin.

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