Ein letztes Mal für längere Zeit frühstücke ich morgens im Freien mit Blick auf den Pool. Hach, schön! Dann flugs den restlichen Kram in den Rucksack geworfen und los. Eine Angestellte meines Gastgebers kutschiert mich und meine Entourage zum Flughafen.

Dort geht alles ganz fix. Für Check In, Pass- und Sicherheitskontrolle benötige ich insgesamt gerade einmal eine halbe Stunde.

Eine lustige Begebenheit beim Sicherheitscheck: Ein kleines Mädchen kommt mit seinem rosa Puppenwagen an. Darin thront stolz ein beleibter, gelber Teddybär. Rauf mit dem Ensemble aufs Laufband. Es kommt, was kommen muss. Beides zusammen passt nicht durchs Gerät. Es hilft alles nichts. Der Bär muss raus aus dem Wagen, der Wagen muss zusammengefaltet werden. Getrennt voneinander klappt es dann letztendlich 😎.

Da hier alles so schnell geht, bleibt mir genügend Zeit, mir den schicken Flughafen von Muscat etwas genauer anzuschauen und mir zwischendurch ein zweites Frühstück reinzuschieben (siehe Titelfoto).

So streune ich durch die Gegend, fülle nebenbei einen Fragebogen zur Qualität des hiesigen Flughafens aus (hervorragend, keine Abzüge in der B-Note, ich komme aus Berlin und bin dahingehend nicht verwöhnt 😅) und lasse mich dann in der Nähe des Abflug-Gates nieder. Dort muss ich mich entscheiden, welches Sitzmöbel mir genehm ist. Ich liebe diese Art von Luxusproblem!

Auf dem kurzen Flug nach Dubai bekomme ich eine Zweierreihe für mich alleine und checke bis zum Abflug das Musikangebot und die Kopfhörer. Als der Flieger abhebt, erscheint mir „Stairway to heaven“ als angemessene musikalische Untermalung, während ich einen letzten Blick von oben auf den Strand werfe, an dem ich gestern noch lustwandelte.

Pünktliche Landung in Dubai, pünktlicher Abflug nach Frankfurt. Wie auf dem Hinflug bin ich wieder an Bord des doppelstöckigen Airbus A 380, …

… nur dieses Mal mit einem Gangplatz am Notausgang in der ersten Reihe (hoch lebe die Beinfreiheit!) gesegnet. Ich lungere noch ein wenig an der Treppe nach oben herum (nein, dieses Mal keine stairway to heaven 😅), denn sitzen werde ich noch lange genug.

Außer mir befinden sich gefühlt ausschließlich Kreuzfahrt-Touristen von „Mein Schiff“ an Bord. Aber besser hier als an den Sehenswürdigkeiten dieser Welt 😅!

Abflug! Nach einem gepflegten Mittagsschläfchen gibt es Futter. Anschließend schaue ich mir „The green book“ an und quatsche mit den beiden Leuten in meiner Reihe. Und schon sind wir da.

Pünktlich und unspektakulär landen wir zum Sonnenuntergang (zugegeben, am Strand von Muscat war dieser dann aber doch noch einen Tick schöner …) in Frankfurt, wo mich die Außentemperaturen buchstäblich kalt erwischen. Per S-Bahn geht’s weiter ins Hotel, wo ich es mir an diesem frühen Abend im warmen Bettchen bequem mache und alsbald in seligen Schlummer falle.

Gut ausgeschlafen besteige ich am nächsten Morgen den ICE nach Berlin, wo ich mit nur wenigen Minuten Verspätung ankomme und in den trüben, regnerischen Nachmittag taumele. Egal, ich freue mich auf Stefan und auf mein Zuhause!

Und so endet nach drei Wochen eine wunderbare Reise, die ich so schnell nicht vergessen werde. Der Oman ist mir sehr ans Herz gewachsen. Und eines weiß ich ganz sicher: ich möchte eines Tages wieder dorthin zurückkehren. Wann? In schā‘ Allāh! إن شاء الله

21 Gedanken zu “Tage 20 und 21: Oman – The End

  1. Vielen Dank, dass wir Dich wieder auf Deiner Reise begleiten durften, liebe Elke! Nicht nur wunderschöne Bilder, sondern auch sehr informative und unterhaltsame Texte hast Du angeboten. Vielen Dank dafür! Und willkommen zurück… 🙂

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      1. der Song stand jahrelang bei uns hier auf einem Stuttgarter Radiosender auf Platz 1 der jemals besten Songs !Glaub über die letzten 10 Jahre ! Wählten die Zuhörer in einer Abstimmung ! War immer früher ein Traum von mir die Live zu sehen, leider wurde er nie verwirklicht !

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          1. Also da sind ja wieder 12 Jahre vergangen. Ich glaube da nicht mehr daran und irgendwan sollten alle Bands in der Generation auch mal loslassen können . Egal ob die Stones oder Deep Purple, Status Quok, ZZ Top oder Golden Earring ! Die Zeit ist abelaufen und zum Teil wird es dann auch schon peinlich. Die Urbesetzungen gibt es eh nicht mehr ! Ich bin ein AC DC Fan und die sind das beste Beispiel dafür ! Ein Mitglied Geschörschaden, 1 Mitglied gestorben, 1 Mitglied glaub im Knast und 1 Mitglied keine Lust mehr ! Was soll da noch gehen ? Trotzdem einer der Top Bands seit bestehen !!!

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  2. liebe Elke, willkommen zurück! Es war wieder wunderbar, Dich auf dieser Reise begleiten zu können. Da kann ich John nur zustimmen. Bin gespannt, was wir noch mündlich zu hören kriegen…

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  3. Liebe Elke, vielen Dank für die interessanten und für uns zum Teil fremden Eindrücke. Das Sitzmobiliar aus Holz am Flughafen gefällt mir besonders…oder waren die Holzlatten für die Sitzbeinhöcker doch zu weit auseinander…so scheint mir :-)) Organisch und auch sehr anmutend mit Rückenhöcker geformt…das gefällt mir! Lg Sabine

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  4. Och schade, schon wieder alles vorbei. Aber nach der Reise ist vor der Reise, wa? Wenigstens konntest du die Wartezeit am Flughafen noch stilvoll überbrücken. Die Holzbänke sind echt der Hammer! Ich werde natürlich auch beim nächsten Mal wieder mit an Bord sein und bin schon gespannt, wo es dich oder euch dann hinverschlagen wird. CU later, Alligator!

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  5. irgendwie bin ich von einem reiselink zum nächsten gesurft und bin auf diesem blog gelandet. es freute mich etwas über den oman zu lesen und ich stutzte relativ schnell, als ich auf bildern amur und ali erkannte. wunderbare wüsten erinnerungen kamen in mir hoch. ich war schon oft mit jerome bzw. puretreks unterwegs, habe spuren im sand hinterlassen, so auch bereits zweimal im oman und kenne seine rub al kahli reise. die dünen, licht und schatten, die momente der stille, die sterne, die sonnenuntergänge, die rituale am morgen und am abend und das leckere essen von ali. nach dem lesen war all die sehnsucht nach der wüste wieder da, die irgendwie nie ganz zu verschwinden scheint, nur manchmal ist sie verdrängt.
    ich wünsche weiterhin schöne reisen, eindrückliche erlebnisse und begegnungen.
    einen herzlichen gruss
    wanda

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    1. Das ist ja echt witzig 😎. Die Welt ist klein! Schön, dass du hier auf meinem Blog gelandet bist. Welche Touren hast du denn noch mit Jerome gemacht? Gibt es schon Pläne für die nächste Wüstentour?

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      1. ich würde sagen einmal quer durch sein reiseangebot. angefangen habe ich vor mehr als 10 jahren als sein unternehmen noch wüstenwandern hiess. und zwar in mauretanien. es hatte mir so gut gefallen. inzwischen kamen namibia ( danach hatte ich wochenlang gute laune ) marokko ( über silvester ), bolivien und zweimal der oman dazu. und dieses jahr ist die mongolei dran. also eher berge als wüste. aber die liebe ich genauso. hauptsache zu fuss. ich würde gern wieder in den oman mal über silvester ( falls jerome dies wieder mal anbietet, bin ich definitv dabei ) und die gobi steht auch noch immer auf meinem wunschzettel. aber ich bin halt auch gern in den bergen unterwegs.

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        1. Wow, da hast du ja echt schon eine Menge „mitgemacht“. Klasse! Für mich war es bestimmt auch nicht die letzte Tour mit ihm. Vielleicht begegnen wir uns ja mal auf einer seiner Touren. Würde mich freuen! Darf ich fragen, in welcher Gegend du lebst?

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          1. ich wohne in der schweiz, in zürich und habe quasi die berge vor der haustür. bin vor fast 20 jahren aus deutschland hierher gezogen und geblieben. und ja vielleicht begegnen wir uns auf einem von jeromes trips. ich verreise gern mit ihm, weil es meine laufleidenschaft befriedigt und es mit ihm jemanden gibt, der reisen in vermeintlich „unwegsame“ gegenden wirklichkeit werden lässt.

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          2. Ich war zum ersten Mal mit puretreks unterwegs, könnte mir aber auch eine Wiederholung vorstellen. Bergkondition fehlt mir als Flachland-Bewohnerin allerdings 😅. Ich hatte in der Rub al Khali „vorsichtshalber“ auch die Genuss-Variante gewählt.

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