Zarter Nieselregen geht am Morgen über die Stadt. Das nehmen wir als Steilvorlage, uns die Notre Dame von innen anzuschauen. Heute windet sich vor dem Eingang im Gegensatz zu gestern keine Schlange, in die wir uns einreihen müssen. Der frühe Vogel, ihr wisst schon.

Nach dem Kirchenbesuch hat sich der Regen verzogen. Für dem Rest des Tages bleibt es Grau in Grau, aber trocken bei angenehmen 18 Grad.

Kaffeestopp bei Starbucks. Der junge Barista mit Hongkonger Eltern hat großen Redebedarf! Der buchstäblich sitzengelassene Stefan guckt nach einer Weile schon etwas erstaunt aus der Wäsche 😂. Doch irgendwann finden wir ein Ende, und ich kehre, ausgestattet mit den Heißgetränken und dem obligatorischen Cookie zu ihm an den Tisch zurück.

Schon lange keinen U-Bahnhof mehr abgelichtet! Die nicht ganz zufällig ausgewählte Station Barry ist an der Reihe. Immer wieder faszinierend, wie gut solche Profanbauten aussehen können, wenn man sich auf bestimmte Details konzentriert. Danke an Stefan für die Schwarz-Weiß-Aufnahme!

Per U-Bahn begeben wir uns zur nordwestlichen Ecke der Downtown, …

… wo nicht nur die Universität, sondern auch die Kunst zuhause ist. Konkret interessiert uns hier das Museum of Fine Arts mit seinem modernen Anbau …

… und den vielen Skulpturen im öffentlichen Raum.

Neben einem Werk von Henry Moore erfreut uns auch eines von Alexander Calder. Letzterer hatte mich schon vor zwei Jahren bei meinem Besuch in Chicago begeistert. Ihr erinnert euch vielleicht daran. Nein? Na dann hier entlang!

Unseren Lunch nehmen wir in einer Filiale von Copper Branch ein, die zum Glück auch hier in Montréal und nicht nur in Toronto verbreitet sind. Stefans veganes Seelenheil ist gerettet 😎!

Entlang der Haupteinkaufsstraße St. Catherine …

… mit gelegentlichen Abstechern in die eine oder andere Seitenstraße …

… laufen wir gut behütet und verschleiert …

… gen Osten, verschaffen uns einen Eindruck von der Innenstadt und nehmen die dem Petersdom in Rom nachempfundene Kathedrale Marie-Reine-du-Monde, die Place du Canada, das Atrium Le 1000 sowie das Schloss am Mariott weiter südlich gleich mit.

Alles in allem haut uns die Downtown nicht unbedingt vom Hocker. Die Hochhäuser sind überwiegend unspektakulär, teils geprägt vom Beton-Charme der 1970er Jahre. Das sieht in weiten Teilen der Downtown in etwa so aus:

Insgesamt vermissen wir eine gewisse Atmosphäre, auch wenn uns die im Vergleich zu anderen Großstädten etwas gemütlichere Gangart positiv auffällt. Dazu kommen die unzähligen Baustellen, die man wegen ihrer Häufigkeit und Größe nun einmal schlecht ignorieren kann, wenn man durch die Stadt läuft und ihretwegen oft auch nicht weiterkommt bzw. Umwege laufen und „Haken schlagen“ muss. Wir suchen dann eben gezielt die schönen Motive, die sich auch finden. Hier unsere Auswahl:

Am Schluss unseres Rundgangs peilen wir die Avenue McGill an, die wegen der großartigen, aus 65 „Leuten“ bestehenden Skulpturengruppe „La foule illuminée“ bzw. „The Illuminated Crowd“ vor futuristischem Neubau absolut einen Besuch lohnt! Die Erklärung zum Thema „Was hat sich der Künstler dabei gedacht“ findet ihr in dem Link.

Nachdem wir uns von dem beeindruckenden Kunstwerk losgerissen haben, ist Shopping angesagt. Stefan reißt sich ein Paar Schuhe und ein Basecap unter den Nagel, während ich absolut gewollt leer ausgehe. Anschließend zieht es Stefan ins Kino und mich ins Hotel. Feierabend!

4 Gedanken zu “Tag 26: Montréal – Downtown

  1. Teile der Downtown haben so einen Mix aus Leipziger Str. und Frankfurter Tor.😜 Das Bild mit der Kugel fetzt. Und auch diese beiden grünen Skyscraper, tolle Fassaden! Und das sind echt 65 Figuren? Hätte jetzt so maximal 40 getippt. Krass.😳

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    1. Leipziger meets Frankfurter 😂, ja, das kommt in etwa hin! Ja, ein paar schöne Hochhäuser lassen sich da trotzdem finden. Die Figuren habe ich nicht nachgezählt, sondern blind auf die Info aus dem Netz vertraut. Aber auf keinem der Fotos kommen alle Figuren zusammen so richtig raus. Von daher verschätzt man sich wahrscheinlich, wenn man nur die Fotos sieht und nicht selbst davor steht.

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