Der ausschlaggebende Grund, weswegen wir uns für Valencia als Urlaubsziel entschieden haben, liegt im Südosten der Stadt: die Ciutat de les Arts i les Ciències (CAC), auf gut deutsch die Stadt der Künste und der Wissenschaften. Sie entstand um die Jahrtausendwende herum im trockengelegten Flussbett des Riu Túria, eingebettet in einen zwei Kilometer langen Park mit Grünanlagen und Wasserflächen. Der spanische Stararchitekt Santiago Calatrava hat hier seiner Heimatstadt fünf Meisterwerke hinterlassen, die sich wahrlich sehen lassen können: 
 

 
Na ja, der Schilderwald passt nicht ganz zu meiner Aussage. Ersetzt das Oceanogràfic durch die Ágora. Denn ersteres wurde von einem anderen Architekten gestaltet. 
 

 
Vorhang auf: hier sind die Hauptdarsteller! L’Umbracle (das Schattenhaus) bietet den Palmen unter seinen schicken Bögen ein Obdach. Es dient als Veranstaltungsort für Ausstellungen.

 

 

In der Ágora finden Events statt. Leider wird zur Zeit an der Außenfassade gearbeitet. Deshalb ist es fotografisch hier im Blog unterrepräsentiert, taucht aber auf den folgenden Fotos immer mal wieder dezent im Hintergrund auf.
 

 
Das Museu de les Ciènces Príncipe Felipe (Wissenschaftsmuseum) zeigt Ausstellungen zu den Themen Biologie, Ökologie, Astronomie und Kommunikationswissenschaften. Von außen erinnert es an das Skelett eines gigantischen Tieres.

 

 
Hier seht ihr das „Skelett“ noch mal im Dreiklang mit dem Umbracle und der Ágora.

 

 
In die große Wasserfläche sind momentan Kunstwerke von Manuel Valdés integriert. Zum Beispiel diese:
 

 
Das augenförmige L’Hemisfèric beherbergt ein Planetarium und ein Kino mit 900 qm großer, gewölbter Leinwand. Läuft gerade eine Vorstellung, „blinzelt“ es nach draußen, um danach wieder gelangweilt seine Lider zu verschließen. Es ist eine Augenweide im wahrsten Sinne des Wortes!
 

 
Und weil es so schön ist, darf es sich hier auch noch in Begleitung einer jeweils anderen Schönheit des Geländes zeigen.

 

 
Das in meinen Augen schönste Gebäude habe ich für den Schluss aufgehoben. Es ist der Palau de les Arts, Valencias neues Opernhaus, das an ein monströses Insekt erinnert. Was für ein Hammerteil!
 

 
Und hier noch mal als fotogener Hintergrund für die es umrandende Kunst:
 

 
Nicht nur ich war restlos begeistert! Hier seht ihr den Moment, in dem Stefan mir offenbart, dass er gedenke, die ganze restliche Zeit unseres Urlaubes ausschließlich auf diesem Gelände verbringen zu wollen 😎.

 
 

Ja, was soll ich sagen? Wir waren total geflasht von der Stadt der Künste und der Wissenschaften. An jeder Ecke neue Perspektiven! Wir haben den ganzen Tag dort verbracht und fielen am späten Nachmittag ermattet und mit leeren Akkus in den 19er Bus, der uns nach Hause brachte. To be continued als Abendveranstaltung!

10 Gedanken zu “Tag 3 – Auf den Spuren Calatravas

  1. Schöner Beitrag mit richtig tollen Fotos. Ich wusste gar nicht, dass Valencia mit solcher Architektur aufwarten kann. Graziös! Mir gefällt ja die Agora, erinnert mich an einen Haifischkopf. Aber das Planetarium und natürlich die Oper sind schon echte Hammerteile! Wetter passt auch! Was will Frau mehr?😃

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    1. Danke, Verena! Ja, Valencia haben die meisten sicher eher wegen der schönen Altstadt auf dem Schirm. Stimmt, die Ágora könnte man auch für den Kopf eines Haies halten. Mein Reiseführer vergleicht ihn hingegen mit einem Schmetterling 😀. Ja, Wetter war prima mit den schönen Wölkchen dazwischen. Es gibt ja kaum was Langweiligeres beim Fotografieren als makellos blauer Himmel.

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  2. Großartige Fotos, tolle Motive, beeindruckend! Lob an das Fotografenauge und Dein Geschick die Bauten so wunderbar auf den Fotos zu fangen. Was die Architektur betrifft, überfordert’s mich immer wieder: die Menge der Formen und die organisch anmutende Bauten: der Fisch, der Haifisch, der Wal. Komme doch besser mit geraden Linien zurecht … Wenn ich mir diese ganze Vielfalt anschaue, komme ich nicht umher, dass es mich an Gaudi-Bauten erinnert: zwar modernes Gewand, aber recht verspielt, verwinkelt, verziert. Trotzdem einladend, dort zu verweilen, insbesondere am Wasserbecken. Bin gespannt auf die weiteren Fotos auf dem Gelände.

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  3. Die Stadt der Zukunft! Gefällt mir wirklich sehr gut. Sehr schöne Bilder hast du gemacht, Elke.👍🏻Ich denke es ist ein besonderes Erlebnis diese Architektur so geballt auf einen „Haufen“ zu sehen. Dann fühlt man sich bestimmt in die Zukunft gebeamt. Wie würde es wohl sein, wenn es Wohngebiet wäre.Wie sähen die Wohnungen von innen aus?????und Zack fliegt ein Flymobil am Fenster vorbei……😀

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